Schon wieder Einkaufen

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Am nächsten Morgen wurde David wie immer von einem leisen Klopfen an der Tür geweckt.

„Aufstehen, Langschläfer."

„Bin schon wach", murmelte er verschlafen.

„Natürlich bist du das."

Lisa öffnete die Tür einen Spalt und lächelte. „Frühstück gibt's in zwanzig Minuten."

Als sie die Tür wieder schloss, setzte sich David langsam auf. Neben seinem Bett lag bereits die Kleidung, die Lisa für ihn herausgelegt hatte. Er warf nur einen kurzen Blick darauf, griff nach den Sachen und zog sie an. Inzwischen dachte er kaum noch darüber nach.

Unten roch es nach frischen Brötchen und Kaffee. Lisa stellte gerade den Korb auf den Tisch, als David die Küche betrat.

„Guten Morgen."

„Morgen."

„Gut geschlafen?"

David nickte und setzte sich. „Ja. Ich war gestern ganz schön müde."

„Das glaube ich dir. Nach dem vielen Aufräumen und der Woche in der Kita kein Wunder."

Sie frühstückten in Ruhe. Erst als David seine zweite Hälfte des Brötchens gegessen hatte, nickte Lisa in Richtung Fenster.

„Die Säcke liegen schon im Auto."

David sah kurz auf.

„Heute bringen wir sie weg?"

„Ja. Und danach fahren wir gleich weiter einkaufen. Dann haben wir alles an einem Tag erledigt."

David seufzte leise.

„Ich hab's mir fast gedacht."

Lisa musste schmunzeln.

„Das wird schon nicht so schlimm."

Nachdem sie den Tisch abgeräumt hatten, zogen beide ihre Jacken an und gingen nach draußen. Im Kofferraum lagen die beiden großen Säcke ordentlich nebeneinander. David blieb einen Augenblick davor stehen. Gestern hatten sie noch in seinem Zimmer gelegen. Jetzt warteten sie nur noch darauf, abgegeben zu werden.

Lisa schloss den Kofferraum.

„Komm."

David nickte und stieg ein.

Die Fahrt verlief ruhig. Das Radio lief leise im Hintergrund, während draußen die Häuser langsam vorbeizogen. Nach knapp zwanzig Minuten bog Lisa auf den Parkplatz eines Sozialkaufhauses ein.

„Hier können wir die Sachen direkt abgeben."

Sie stiegen aus. Lisa öffnete den Kofferraum, David nahm einen der Säcke, Lisa den anderen.

Gemeinsam gingen sie zum Eingang.

Im Eingangsbereich wurden sie von einer freundlichen Mitarbeiterin begrüßt.

„Guten Morgen."

„Guten Morgen", erwiderte Lisa. „Wir hätten ein paar Kleiderspenden."

„Sehr gerne. Dann stellen Sie die Säcke einfach hier zu den anderen."

David folgte ihrem Blick.

Entlang der Wand standen bereits mehrere große Säcke und Kartons.

Manche waren kaum halb voll, andere bis oben hin gefüllt.

Er stellte seinen Sack vorsichtig daneben ab.

Für einen kurzen Moment blieb seine Hand noch auf dem festen Stoff liegen.

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⏰ Letzte Aktualisierung: Aug 09 ⏰

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