Die Schulwoche war für David wie im Flug vergangen. Zwischen Tests, Quatsch mit seinen Freunden und den Pausensnacks war er froh, wieder im Alltag zu sein. Doch auch wenn er sich von der Aufregung der Ferien erholt hatte, war er sich sicher, dass seine Mutter längst neue Pläne für ihn schmiedete – und er sollte Recht behalten.
Am Freitagabend, während David sich über sein Abendessen hermachte, war seine Mutter online einkaufen. Sie hatte in einem ihrer Lieblingsshops ein Angebot entdeckt: Thermohosen, Thermoshirts, gefütterte Buddelfäustlinge und eine warme Mütze. Alles in knalligen Farben und passenden Größen – perfekt für David.
„Das ist ja praktisch", murmelte sie zufrieden und klickte auf „Bestellen".
Neben der neuen gefütterten Matschhose und dem türkisblauen Set, das sie schon gekauft hatte, war der Warenkorb jetzt gut gefüllt. Sie hatte:
Zwei Thermohosen, eine in Dunkelgrau und eine in Schwarz, perfekt für kalte Tage.Zwei Thermoshirts, eines mit Streifen und eines einfarbig in Blau.Zwei Paar gefütterte Buddelfäustlinge, damit David auch bei Schnee keine kalten Hände bekam.Eine neue Wintermütze, in einem helleren Blau, das hervorragend zum türkisfarbenen Set passte.
Alles war im Angebot – ein echter Glücksgriff. Lisa war überzeugt, dass es sich lohnen würde. „Damit ist er bestens ausgestattet", dachte sie zufrieden.
Am Freitagabend entdeckte David wieder zwei neue Pakete im Flur.
„Mama, was ist das schon wieder?", fragte er genervt, aber auch neugierig.
„Ein paar Sachen, die du brauchen wirst", antwortete sie lächelnd. „Mach sie doch mal auf!"
David öffnete die Pakete und starrte auf den Inhalt. Neben der gefütterten blauen Hose und dem türkisblauen Set fand er jetzt noch die Thermohosen, Shirts, Handschuhe und die neue Mütze.
„Das ist ein Witz, oder?", sagte er und hielt die Mütze hoch.
„Überhaupt nicht", antwortete seine Mutter. „Alles war im Angebot, und ich dachte, du kannst das gebrauchen. Es schadet nie, vorbereitet zu sein – besonders bei dem Wetter."
„Mama, ich geh doch nicht jeden Tag in die Arktis", protestierte David, konnte sich aber ein Lachen nicht verkneifen.
„Vielleicht nicht, aber du wirst mir danken, wenn es wieder so kalt wird. Außerdem kannst du deine neuen Sachen gleich morgen ausprobieren – wir haben noch Schnee auf dem Hof!"
David wusste, dass er keine Wahl hatte. Aber insgeheim war er auch ein bisschen neugierig, wie sich die neuen Thermosachen anfühlten. Immerhin hatte er schon öfter gefroren, als er in Jeans unterwegs war.
„Na gut", sagte er schließlich und nahm die Sachen mit in sein Zimmer. Aber eines war klar: Er würde diese Ausrüstung niemals in der Schule tragen – auf gar keinen Fall!
David stand vor der Sitzgarderobe, wo seine Mutter die neuen Sachen aufgehängt hatte. Die türkisblaue Matschhose, die passende Jacke, die gefütterten Buddelfäustlinge und die neue gefütterte Mütze hingen ordentlich verteilt an den Haken und in den Schubladen. Es sah fast so aus, als würde eine Kindergartengruppe bei ihnen wohnen – nur dass David sich jedes Mal wieder daran erinnerte: Es war nur für ihn.
„Mama, warum macht das so viel Sinn?", fragte David mit einem schiefen Lächeln.
Seine Mutter lächelte zurück und legte ihm sanft die Hand auf die Schulter. „Weil ich mir sicher sein möchte, dass du immer gut ausgestattet bist, besonders, wenn es regnet oder schneit. Und wer weiß, vielleicht hilft es ja auch mal in der Schule, wenn es kalt ist."
David schnaubte kurz. „In der Schule brauchst du das doch nicht. Da läuft doch keiner herum wie ein kleines Kind."
Seine Mutter lachte leise. „Oh, David, du musst nicht so tun, als wärst du schon so erwachsen. Du bist erst 17, und manchmal hilft es einfach, sich gut geschützt zu fühlen. Außerdem sehen wir in der Nachbarschaft ja auch einige Kinder, die mit Regenjacken und Matschhosen unterwegs sind. Keine Sorge, du bist nicht der Einzige."
David seufzte und hing dann seine eigene Jacke auf. Es war ja nicht so, dass er sich nicht ab und zu wünschte, ein bisschen unsichtbarer zu sein – gerade vor seinen Freunden. Aber die Gedanke daran, wie gut es sich anfühlte, trocken und warm zu bleiben, war verlockend.
„Okay, Mama", gab er schließlich nach. „Ich probiere es an, aber nur, wenn es wirklich nötig ist."
„Das ist ein Deal", sagte sie zufrieden und strich ihm kurz durch die Haare. „Ach, und denk dran, wenn du die Sachen wieder aufhängen willst, gibt es genug Platz für alles."
David nickte, auch wenn ihm die Vorstellung gefiel, dass seine Mutter so viel Fürsorge in diese kleine Garderobe steckte. Es war fast beruhigend, auch wenn es ein wenig peinlich war.
Am nächsten Morgen stand er auf und zog langsam seine Sachen an – die gefütterte Matschhose, die er fast vergessen hätte, die türkisblaue Jacke und dazu die gefütterten Buddelfäustlinge.
Als er dann den Spiegel betrachtete, musste er schmunzeln. Er sah fast aus wie ein kleiner Wanderer, bereit für jedes Wetter.
„Na, David? Passt's?", fragte seine Mutter, die gerade im Flur war.
„Ja, passt gut", murmelte er. „Danke, Mama."
Na also", sagte sie und lächelte. „ Ich hab's dir ja versprochen – keine Matschklamotten während der Schulzeit!"
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Davids Abenteuerreise
Não FicçãoDavid kämpft mit dem Wunsch nach Kindheit und Geborgenheit. Als seine Mutter Lisa das Geheimnis entdeckt, steht sie vor der Herausforderung, ihren Sohn zu verstehen und ihn auf seinem Weg zu unterstützen. Ein emotionales Gespräch entfaltet sich, da...
