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B L A K E

Ich habe noch nie eine Frau wie Valentina Kingsely getroffen. Ihr Temperament ist unglaublich und ich bin von ihr so verdammt angeturnt, dass ich gerade nicht mehr klar denken kann.

Mir ist bewusst, dass sie gerne spielt. Dass sie gerne herausfordert, die Leute um den Finger wickelt und testet, wie weit sie gehen kann. Und ich Hurensohn mache mit. Natürlich mache ich mit. Wie kann ich da nein sagen und sie abblitzen lassen?

Ich weiß nicht, was mich draußen erwarten wird. Aber so wie sich mich angesehen hat, wie sie mich mit ihren hungrigen Blicken verschlungen hat, habe ich da so eine Vermutung. Verdammt, die Frau saß da drinnen, inmitten von Freunden, und sie war so heiß, dass ich echt dachte, sie kommt auf der Stelle. Das Ganze zwischen uns hat so schnell Feuer gefangen, dass ich mehrmals schwer schlucken musste. Auch wenn sie es nicht zugeben würde, weiß ich, dass in ihren Augen Eifersucht stichelte. Ich konnte die verstohlenen Blicke sehen, die sie mir zuwarf, während mich das rothaarige Bunny betatschte. Am liebsten hätte Val sie neben mir Brand gesetzt. Ihre Eifersucht hat das Spiel angestachelt, hat es auf die Spitze getrieben. Und ich stieg voll drauf ein.

Mir ist schleierhaft wie wir das Wochenende in New York so gut überstehen konnten. Gut, zugegeben, ich habe meine Zuneigung ihr gegenüber nie verheimlicht, tue ich auch nach wie vor nicht und in New York ist zu viel anderer Scheiß passiert, dass wir dafür Zeit hatten darüber nachzudenken. Aber ihre Zurückhaltung überraschte mich, nachdem was jetzt gerade abläuft. Ich habe sie heute Abend über beobachtet, sie hat maximal zwei Drinks intus, sie kann nicht betrunken sein, höchstens leicht beschwipst.

Auch wenn ich noch so angeturnt bin, werde ich mich nicht wie ein blinder Vollidiot auf sie stürzen, wenn sie es zulässt und mich ködert. Bei Val verbrennt man sich schnell die Finger, ich werde es ihr also nicht so einfach machen. Wenn sie mich tatsächlich will, wird sie betteln müssen. Dieses Mal will hören was sie will, und zwar aus ihrem Mund.

Ich bahne mir einen Weg durch die tanzenden und betrunken Bargäste, und atme erst wieder durch als ich kurz vor dem schmalen Flur ankomme, wo am Ende die Tür hinausführt.

Doch bevor ich zu Val hinaustreten kann und wir unser Spiel fortsetzen können, packt mich jemand sanft an der Schulter. Ich fahre herum und sehe in Jamies Gesicht.

„Hast du Reed gesehen?", fragt er mich ohne zu Zögern.

Ich sehe mich um. „Nein, ich habe ihn schon eine Weile nicht mehr gesehen.", antworte ich ihm und zucke mit den Schultern.

Jamie stößt einen Fluch aus und sieht sich in der Bar um. Er ist knapp größer als ich, daher hat er die volle Bar gut im Blick.

„Alles okay bei euch?", frage ich ihn stattdessen und sehe ihn stirnrunzelnd an. Seit ich das mit den beiden herausgefunden habe, macht mir Jamie Sorgen. Er ist nicht er selbst. Und wenn ich so darüber nachdenke, hätte ich es früher merken sollen, das etwas nicht stimmt. Er ist neben der Spur, zieht sich noch mehr zurück und lässt viele Partys sausen, die die Jungs veranstalten. Klar, er war noch nie der gesprächige Typ, aber sein Verhalten ist auffällig. Jedoch auf dem Eis hingegen liefert er ab. Die Pässe von uns können noch so scharf sein, wir haben eine geringe Chance den Puck ins Netz zu ballern.

Er sieht mich kurz an, schüttelt dann den Kopf. „Nein, wir ... keine Ahnung. Wir streiten viel."

Ich nicke, bleibe aber still.

„Ich gehe ihn mal suchen.", sagt er schließlich und will sich an mir vorbei drängen.

„Hey Jamie, wenn du mal einen draufmachen willst und keine Ahnung reden willst, sag Bescheid. Niemand sagt, dass du da alleine durch musst."

The Game - Kingston University Band 2Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt