Kapitel 28- Die Rückkehr

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Wir kehren zurück.

Zac und ich. Gemeinsam. Es fühlt sich falsch und richtig zugleich an. Falsch, weil ich gerade erst begonnen hatte, ein neues Leben zu führen – weit weg von all dem Schmerz. Richtig, weil ich nicht einfach zusehen kann, wie alles untergeht.

Doch kaum setzen wir einen Fuß zurück in den Wald, wissen wir, dass sich alles verändert hat.

Der Wald ist still. Zu still.

Keine Rufe, kein Heulen, kein Rascheln. Nur Tod.

Wir sehen vereinzelte Leichen – menschliche, tierische. Einige nur noch Fragmente von dem, was sie einmal waren. Der Krieg hat weitergewütet. Er ist nicht vorbei. Nicht einmal annähernd.

Ich erkenne manche Orte wieder, doch sie sind kaum mehr wiederzuerkennen. Wie ein Friedhof. Überall.

Mit wachsender Sorge gehe ich weiter. Ich will zu Nayla. Will wissen, ob sie noch lebt, ob es ihr gut geht. Mein Herz schlägt schneller, je näher wir ihrer Hütte kommen.

Dann – ein Knurren. Ein Werwolf, halb verwandelt, Blut im Maul, sprintet auf uns zu. Seine Augen glühen vor Wahnsinn.

Doch Zac ist vorbereitet. Er zieht seine Waffe, zögert keinen Moment – ein Schuss. Der Körper des Wesens kracht zu Boden. Leblos.

„Nach dem Tod meiner Familie habe ich gelernt, mich zu verteidigen", murmelt er. „Und ich habe versucht, dir das Wichtigste beizubringen."

Ich nicke stumm. Zu viel passiert auf einmal.

Wir erreichen Naylas Hütte. Die Tür hängt nur noch halb in den Angeln, gesplittert und zerrissen. Innen – Chaos. Möbel umgeworfen, zerbrochene Gläser, Blut auf dem Boden. Kein Zeichen von Leben. Nur die Stille nach einem Kampf.

„Sie war hier...", flüstere ich und trete weiter hinein.

„Hier hat jemand gekämpft", stellt Zac fest, seine Augen scannen den Raum, seine Waffe bleibt erhoben.

Ich knie mich neben eine zerbrochene Tasse, berühre sie vorsichtig. „Was... was sollen wir jetzt tun?", frage ich leise, meine Stimme bebt. „Wir haben keinen Anhaltspunkt. Nicht mal eine Spur. Wie sollen wir sie finden?"

Zac sagt nichts. Aber ich sehe in seinen Augen dieselbe Angst, dieselbe Ratlosigkeit.

Wir sind zurück – doch alles, was wir kannten, ist in Trümmern.

Er atmet tief durch. "Wir sind nicht nur ihretwegen hier zurückgekehrt. Wir sind hier, um den Teufelsalpha zu finden und zu vernichten. Das ist unser Ziel. Nicht, Überlebende zu suchen. So hart es klingt – vielleicht lebt deine Freundin, vielleicht nicht. Aber wenn wir ihn nicht aufhalten, wird niemand überleben."

Ich senke den Blick, schlucke schwer. Es ist grausam, aber er hat recht.

"Also gut... aber wir wissen beide nicht, wo er ist", sage ich ratlos.

"Es gibt nicht viele Orte, die stark genug sind, um einen so mächtigen Alpha festzuhalten."

Ich runzle die Stirn. "Wenn er überhaupt noch lebt. Wir wissen es doch nicht einmal sicher. Warum denken alle, dass er noch lebt? Wenn er vor Jahren verschwunden ist...?"

Zac schaut mich ernst an. "Glaub mir, Pia. Er lebt. Das wahre Böse stirbt nicht so einfach. Und der Alpha würde nicht so viel riskieren, wenn er sich nicht sicher wäre."

Ich nicke langsam. "Es ist sehr unwahrscheinlich, dass er noch lebt... aber ich weiß, wo Lior – der Sohn des Alphas – gefangen gehalten wurde. Vielleicht ist es nicht mehr relevant, aber... es ist einen Versuch wert."

The AlphaGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt