Der Winter,eine harte Prüfung

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Daryl

Der Winter kam auf einen Schlag,wir saßen fest, fürs erste.
Das Essen wurde manchmal knapp,die einzige die wir gut über die Runden bekamen war die kleine Judith.
Rick hatte sich seinen Bart ab rasiert und sah nicht mehr so gefährlich aus wie vorher,man konnte ihn kaum erst nehmen.
Ich war froh das Carol wieder bei uns war,mit ihr hatte ich neben Triss jemanden zu reden.
Merle gewöhnte sich auch an die anderen und sie an ihn,man könnte fast meinen er akzeptiert sie.

Gerade saß ich mit hoch gelegten Füßen im Sessel und bastelte an meiner Armbrust,die Tür schwang auf und Rick und Carl kamen herein gestürmt mit ihnen kam ein kalter Wind.
Erst als die Tür sich schloss wurde es wieder wärmer in der Bude,doch das interessierte nicht.
"Wir haben ihn!"grinste Rick mir entgegen und sie hatten den Hirsch wirklich bekommen, ich hatte ihn vor ein paar Tagen ausfindig gemacht.
"Super"meinte ich und betrachtete dieses prächtige Tier.
"Wir sollten einen Teil Räuchern"mischte sich eine Stimme ein,es war Carol.
"Gute Idee"gab Rick zu und er und Carol machten sich daran den Hirsch zu zerlegen.
Ich sah nach draußen,ein paar waren noch auf Tour,nur wenige waren hier.
Auf die Jagd ging ich jeden Morgen,die Beißer waren im Winter nicht so aktiv,wenn man das aktiv nenne kann, und so kann man wie früher in ruhe Jagen.
Ich wurde aus meinen Gedanken geholt als etwas die Treppe herunter humpelte.
Triss.
"Habt ihr ihn?"fragte sie und bekam ein klares "Ja" von den drein in der Küche.
"Oh Daryl,wir haben eine Stadt etwas weiter weg entdeckt wir wollten sie uns ansehen kommst du mit?"fragte Rick der sich mit Triss zu mir gesellte.
"Mhh...klar wie viele Häuser?"
"So um die 10 bis 15 eine Vorstadt eben"
Ich dachte nicht nach und willigte ein.

Die Stadt wies sich leider als Reinfall heraus,wir fanden ein paar nützliche Sachen,wie Klamotten und all so was aber essen war selten dabei.
Das Gemüt der Gruppe wurde von Woche zu Woche trüber und selbst die lebendige Judith,die uns so oft die gute Laune wieder gab konnte nichts mehr retten.
Es war mal wieder einer dieser Abende wo wir kaum etwas zu essen hatten und alle in ihren Betten lungerten und die Mägen aller zu hören war.
Wie immer in diesen Nächten saß ich unten im Sessel und musste diesem Konzert lauschen,doch in dieser Nacht war es etwas anderes.
Ein anderes Geräusch mischte sich mit dem Chor aus knurrenden Mägen.
Leise Schritte bahnten sich einen Weg die Treppen herunter,ich sah über die Sessellehne und erkannte die Person, die herunter getrottet kam.
Triss.
Sie schien mich nicht zu bemerken und machte irgendwas hinter mir im Raum,neugierig was sie tat drehte ich mich abermals um.
Dort saß sie auf dem Boden,mit dem Rücken zu mir gekehrt, und schien sich zu drehen.
Was macht sie?
Sie zog ein Sportprogramm durch,mitten in der Nacht,ich verstand sie sie wollte nicht durch ihr Bein schwächer werden aber wie oft sie sich an ihr Bein packte und ein schmerzendes zischen von sich gab machte mir bedenken.
Irgendwann setzte sie sich hin und rieb über ihren rechten Oberschenkel, übertrieben.
"Shit...es muss doch irgendwann wieder gehen"jammerte sie leise und ballte mit der Hand eine Faust.
Sie drückte die Faust auf den Holzboden und zischte wieder schmerzend auf.
"Triss...komm her und lass deinem Bein mal Ruhe"sagte ich ruhig zu ihr,sie drehte sich verdutzt um.
"Wie lange..."fing sie an aber brach die Frage ab,denn sie wusste wieso ich hier saß,die Mägen meldeten sich zu Wort.
Leise stand ich auf und zog den zweiten Sessel vor meinen,dort ließ sich Triss fallen und ich wieder auf meinen,ich legte meine Beine auf eine ihrer Lehnen und Triss tat es mir gleich.
"Triss, dein Bein wird wieder aber du darfst das nicht erzwingen"
"Ja ich weiß...aber was soll ich denn machen?"
"Dich ausruhen?"
"Ich kümmer mich die ganze zeit um Judith,Tag ein Tag aus, ich fühle mich fast wie ihre Mutter"murmelte sie.
"Tja,so ist das mal eben"
"Und was ist mir dir,bist du zufrieden mit dem hier?"
"Ja,sogar sehr"antwortete ich knapp und lehnte mich zurück.
"Ja du hast ja noch zwei gesunde Beine und dir wird nicht verboten raus zu gehen!"wieder strich sie über ihr Bein.
"Akzeptier es"
Sie seufzte laut und ließ sich weiter in den Sessel sinken "du kannst echt hart sein"
Ich zuckte mit den Schultern,so war ich eben.
Wir redeten lange kein Wort mehr miteinander, sie schwieg und ich.

Es vergingen wieder einige Wochen,doch hatte ich mehr Glück bei der Jagd,ich brachte ein Reh nach hause.
Ja, ich nannte das hier ein zu Hause,ich fühlte mich hier wohl und das ist das wichtigste.
Meine Freundschaft zwischen Triss geriet öfters in wanken,wir redten kaum und wenn diskutierten wir.
Sam und Beth wurden ein Paar und taten einen auf Friede freunde Eierkuchen.
Immer wieder dieses geturtel,okay Sam war schlimmer aus Beth,sie sah das alles nur als zwischen Station.
Doch manchmal konnten man sie dabei beobachten wie sie auch in das geturtel mit ein stieg.
Bäh,wie in einer Liebes Schnulze,das war auch auch das einzige wo Triss und ich uns einer Meinung waren.

Wieder saßen wir zusammen am Essen,die anderen saßen am Tisch nur Triss und ich saßen auf den Sesseln und schaufelten das Essen in uns herein.
Michonne hatte einiges gefunden auf ihrer Tour zusammen mit Abraham.
Die drei hatten sich auch gut in die Gruppe integriert und man könnte meinen sie wären schon von Anfang an dabei.
Naja egal, ich leckte mir gerade die Finger ab als ich Triss erblickte.
Sie saß breit beinig,mit angezogenen Beinen,da und steckte sich gerade einen Löffel voll mit kalten Dosengulasch in den Mund.
Die frass das Zeug kalt,sie war die einzige die das tat alle anderen kochten es kurz an und aßen dann,sie machte die Dose auf und futterte drauf los.
Sah einer Seits interessant aus anderer Seits war das wirklich seltsam.

This stupid worldGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt