Nächstes Kapitel!
lasst mich wissen was ihr denkt :D
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Ich kann mich nicht wirklich mehr an ihn erinnern nur das er einer der nettesten Menschen war die mich immer liebten. Ich war damals gerade sechs Jahre alt, James war damals acht unsere kleine Schwester war vier. Und Felix unser großer Bruder war 13 als er bei der Ernte gezogen wurde.
Da ich jetzt 15 bin ist es neun Jahre her. Alle dachten ich würde mich kam noch an ihn erinnern vor allem nicht an seine Spiele und wie er starb. Es waren die 64. Hungerspiele. Die Arena war wie meistens auch ein Wald. Wie gesagt ich konnte mich zwar noch daran erinnern aber auch nicht mehr wirklich dafür war es doch sehr lange her.
Da das Kapitol uns zwingt die Hungerspiele als fest zu betrachten mussten wir alle sehen wie Felix starb. Er überlebte ganze vier Tage. Gut das hört sich jetzt nicht viel an aber in der Arena angekommen kann man froh sein wenn man den ersten Tag ohne Verletzungen übersteht.
Er wurde ermordet von nicht irgendeinem sondern von seiner Verbündeten den weiblichen Tribut aus unserem Distrikt. Alle glauben sie sei verrückt geworden. Denn Sie folterten unseren Bruder. Sie fügte ihm hunderte Schnitte zu hielt ihn gefangen und störte sich nicht an seinen schreien. Einen schnitt legte sie zu tief an und er blutete zu stark. Durch seine Schreie wurden natürlich die anderen Tribute angelockt. Eine gute Axt Werferin tötete das Mädchen aus unseren Distrikt. Sie dachten anscheinend er wäre schon Tod denn sie gingen einfach wieder. Felix lag noch einige Stunden da doch er verblutete irgendwann. Es musste bestimmt ein schmerzhafter Tod gewesen sein.
Alle sagten das ich mich bei seinem Tod so verändert habe als wäre mir die Lust am Leben vergangen und das war sie ja auch wofür lohnte es sich in dieser Welt eigentlich zu leben? Sie dachten dass ich mich nicht mehr an seine Spiele erinnern konnte weil ich noch klein gewesen sei. Der einzige Grund warum ich aber nie darüber sprach ist weil ich es nicht wollte ich wollte diese Spiele vergessen.
Doch ich vergaß sie nicht niemals und niemand wusste dass ich mich doch noch an alles so gut erinnerte.
“Ja genau ich auch.“ War das einzige was ich dazu sagte.
“Wir sollten runtergehen. Ich meine wir wollen doch nicht das unsere Mutter wütend wird oder?“ Er stand auf und reicht mir die Hand ich nahm sie an. So gingen wir zusammen aus Emilys Zimmer und weiter bis in die auch kleine Küche. Es gab nicht viel zu essen. Alle hier hungerten. Doch wir hatten fast immer noch am meisten.
“Es hat aber lange gedauert. Nun ja wir wollen heute mal nicht so sein. Schließlich ist mein Geburtstag.“
Oh toll das hatte ich total vergessen.
“Alles Gute Mom!“ sagten James und Emily gleichzeitig. Ich blieb stumm. Ich gratulierte ihr nicht.
Mein Verhältnis zu meiner Mutter war schlecht. Sie schlug mich öfters als meine Geschwister. Eigentlich mindestens einmal am Tag.
“Setzt euch und esst“
Alle setzten sich außer mir. Mein Vater saß auch schon am Tisch und schaute mich verzweifelt an. Sein Ausdruck zeigte mir da ich mich besser hinsetzen sollte.
Mein Vater war nicht so wie meine Mutter. Doch er machte auch nichts gegen ihre Strafen.
Doch immer wenn ich oder meine Geschwister schlimme Wunden hatten wenn wir ausgepeitscht wurden reinigte er sie und tröstete uns obwohl er eigentlich immer nur Emily tröstete und half ich nahm seine Hilfe nur selten an genau wie James.
Ich hatte zwar keine Lust auf liebe Familie zu machen doch was blieb mir übrig wenn ich nicht noch mehr Narben haben wollte musste ich Gehorsam sein doch das viel mir öfters schwer.
“So da sich jetzt auch die letzte an den Tisch gesetzt hat können wir ja anfangen.“
Sie lächelte. Ein lächeln voller Sarkasmus. Ich hasste sie. Und sie mochte mich auch nicht da sah ich ihr immer an.
Auf den Tisch lag ein ganzer Laib Brot. Bereit zum Essen doch alle warteten darauf dass wir die Erlaubnis bekommen.
“Greift zu“ sagte meine Mutter doch niemand rührte sich bis sie sich die erste scheibe genommen hatte. Nahm sich mein Vater eine, dann mein Bruder der sich direkt zwei nahm doch eine gab er an Emi weiter. Ich nahm mir eine kleine Scheibe und aß sie langsam. Das reichte mir mehr brauchte ich nicht: Mehr würde ich von meiner Mutter nicht annehmen.
Jeder andere aß zwei Scheiben. Ich stand auf nahm mir ein Glas und füllte es mit Wasser ich trank es aus und dann ging ich ohne ein weiteres Wort in mein Zimmer nahm mir meine Jacke und dann ging ich raus.
Da unser Haus nah in der Nähe des Zauns ist gehe ich einfach über die Weide mit den Pferden umso zum See zu gelangen. Ich brauchte nicht wirklich lange als ich sah wie sich die Sonne auf dem Wasser spiegelte. Ich setzte mich am Uferrand und zog die Knie an.
Ja es stimmte was Emi meinte es war schlimm die Träume die Angst das man gezogen wurde war immer unerträglich da würde man meinen wenn man nicht gezogen wurde würde man sich freuen manche taten dies auch doch ich, James und Emi wir freuten uns nicht wir sahen immer die Trauer in den Gesichtern der Familien dessen Kinder gezogen wurden machte mich selber auch traurig. Unsere Mutter tat glaube ich meistens so als würde sie sich freuen doch manchmal glaube ich einfach dass sie wollte das wir gezogen wurden.
In was für einer bescheuerten Welt lebe ich eigentlich?
Wut kochte in mir auf ich wollte nicht mehr auf einmal wurde alles zu viel. Ich ging zu einem Stein wo drunter ich eine kleine Kuhle gegraben hatte und holte die Messer raus die ich da drin versteckt hatte.
Ich nahm mir fünf Messer die anderen fünf ließ ich liegen.
Ich ging zu einem nahe liegenden Baum den ich immer zum Werfen benutze ich hatte ein Kreuz draufgemalt um ein Ziel zu haben. Er stand hinter einen Felsen also war ich geschützt von anderen Blicken.
Ich stellte mich in die richtige Position nahm ein Messer in meine rechte Hand holte aus und warf und.
Traf.
Genau ins Schwarze das Messer steckte richtig tief drin. Vielleicht etwas zu feste dachte ich doch dann merkte ich wie gut es tat zu werfen. So konnte ich meine Wut rauslassen aber sie blieb ich war voll von Wut. Auf meine Familie auf das Kapitol, auf meinen Vater der sich nie wehrte auf alles außer meine Geschwister. Sie liebte ich und ich würde alles für sie tun ich war stark ich konnte es schaffen doch da fiel mir das Kapitol ein dagegen war ich machtlos.
Diesmal durchströmte mich nicht nur Wut sondern Hass. Hass auf das verfluchte Kapitol.
Ich holte aus und Wurf mit voller Wucht.
Wieder genau ins Schwarze. Die spitze genau neben dem Messer was ich zuvor geworfen hatte. Nur noch tiefer in den Baum hinein.
“Pass auf dass du nicht erwischt wirst.“ Ich hatte noch Messer in der Hand und musste mich zurückhalten nicht zu werfen. Wer bitte kommt erstens auf die Idee unsere Weiden zu betreten und zweitens mich zu stören!
Ich drehte mich wütend zu ihm um, das Messer wurfbereit.
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73 Hungerspiele
FanfictionSneak Peak: Erinnerungen. Sie sind das was uns ausmachen, was wäre ein leben ohne Erinnerungen oder Gefühlen. Sie sind das was uns am leben hält. Ich sollte doch dafür kämpfen, ich sollte für Emily kämpfen, James, Leon, Mila ja selbst Luce und f...
