In einer Welt in der es nur ums nackte Überleben geht, in der es heißt friss oder werde gefressen, in dieser Welt hat sie überlebt. Als Alexandra Grimes ihre Familie zurücklassen musste dachte sie nie, dass sie ihren Bruder jemals wieder sehen würde...
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Als ich nach einigen Stunden, so kam es mir jedenfalls vor, die letzten Bäume hinter mir ließ, fühlte ich mich körperlich am Ende. Ich war durchgeschwitzt und zitterte ununterbrochen. Ich befürchtete schon, dass mein Zähneklappern bald die ersten Beißer anlocken würde. Doch der Gestank den ich verströmte schien die Walker mich nicht wirklich wahrnehmen zulassen. Ich war einer von ihnen und bis sie begriffen, dass ich mich für einen Untoten zu hektisch und zu schnell bewegte, war ich schon längst hinter dem nächsten Baum verschwunden.
Dieses Spiel betrieb ich eine ganze Weile, obwohl mein Zeitgefühl durch die Drogen noch eingefroren schien. Es war immer noch tiefste Nacht und die Kälte drang langsam bis in meine Knochen.
Meine Füße trugen mich immer weiter Richtung Stadt und als ich endlich den Asphalt der Straße unter meinen Schuhen spürte und auch schon bald die ersten Häuser der kleinen Siedlung sah, die sich vor D.C. erstreckte, färbte sich der Himmel allmählich in ein Helles grau. Es roch nach Regen und ich beschleunigte meinen Schritt zitternd und wankend. Wenn es anfing zu regnen würde das meinen Weg nach Alexandria nur erschweren und eine Lungenentzündung wollte ich auch nicht unbedingt riskieren.
Ich joggte die Straße entlang. Immer dich an den Häusern vorbei. Die Siedlung war ziemlich klein. Ich konnte von meiner Position aus schon das Ende der Straße sehen. Dieser Ort wurde meist von Negans Männer als Zwischenlager genutzt. Zu meinem Glück war die Gruppe im Moment in der Nähe von Kingdom stationiert, da Negans nächste Lieferung in den kommenden Tagen anstand.
Ich sah mich hektisch um und mein Herz fing an zu rasen.
Wo waren die Autos? Negan hatte immer ein paar Wagen hier stehen, für den Fall das wir sie brauchen würden. Aber die Straße war leer. Nur zwei vereinzelte Beißer torkelten über den Gehweg zu meiner Rechten.
„Scheiße.", murmelte ich und strich mir meine Haare zurück, die leicht klamm waren. Es musste kälter sein als mein Körper fähig war wahrzunehmen.
Meine Schritte knirschten leise und wirkten unnatürlich laut an diesem stillen Morgen. Ich sah mir die einzelnen Häuser an und mein Blick blieb an einem Haus mit einer Doppelgarage hängen. Ich zögerte ehe ich darauf zuging. Ich konnte mir zwar nicht vorstellen warum die Savoirs die Autos dort abstellen sollten, aber im Moment fiel mir nichts Besseres ein.
Nach mehreren Anläufen und mit stetig zitternden Knien, schaffte ich es das Tor endlich aufzustemmen. Ich musste mich einen Moment an der Garagenwand abstützen, da mein Sichtfeld plötzlich verschwamm und der Boden gefährlich schwankte. Der Schwindel kam plötzlich und ich befürchtete, dass es Anzeichen einer aufkommenden Ohnmacht wahr, doch als mein Blick auf die zwei Land Rover fiel, riss ich mich zusammen und ging schwankend auf den linken Wagen zu. Mit aufkommender Freude öffnete ich die Tür und ließ mich erschöpft auf den Fahrersitz plumpsen. Ich zog meinen Rucksack aus und schmiss ihn auf den Beifahrersitz bevor ich mich wieder nach hinten sinken ließ und müde die Augen schloss.