In einer Welt in der es nur ums nackte Überleben geht, in der es heißt friss oder werde gefressen, in dieser Welt hat sie überlebt. Als Alexandra Grimes ihre Familie zurücklassen musste dachte sie nie, dass sie ihren Bruder jemals wieder sehen würde...
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Ich ging weiter die Straße von Alexandria entlang und hielt Ausschau nach Steven. Die Häuser sahen alle aus wie aus einem Katalog und ich musste wehmütig an meine alte Wohnung denken, die sich einige Straßen weiter von Rick und Loris Haus befunden hatte. Ich ging gerade an einem Musterhaus vorbei, immer die Straße entlang und dachte sehnsuchtsvoll an meine Kaffeemaschine zurück, als ich nicht nur aus dem Haus ein Poltern vernahm, sondern sich auch die Vorhänge bewegten. Stirnrunzelnd blieb ich stehen und sah auf das Haus. Ich sah weiter auf das Fenster und auf die Vorhänge, die jedoch wieder bewegungslos schienen. Aber von drinnen vernahm ich immer noch Geräusche, die mich dazu veranlassten auf den Eingang zuzugehen.
Verdammt, Negans Männer sollten nicht die ganzen Häuser auseinander nehmen.
Ich stieß die angelehnte Tür auf und stand in einem Flur der tatsächlich wie aus einem Katalog wirkte, allerdings hatte ich nicht viel Zeit mich umzusehen, da die Geräusche jetzt näher an mein Ohr drangen und ich Automatisch meine Waffe zog. Leider kamen die Laute nicht von einem Beißer.
„Halt still, blödes Miststück.", drang die Stimme von Bruce an mein Ohr, die begleitet wurde von gedämpften Schreien und wimmern.
Bruce war einer der Savoirs, die normalerweise in einem Außenlager wohnten, da man ihn nicht gerne in die Nähe der Kinder und Frauen ließ. Ohne weiter darüber nach zudenken ging ich in Richtung Wohnzimmer und fand das vor, was ich schon vermutet hatte und bewies das es einen Grund gab, warum Bruce außerhalb lebte.
Bruce lag auf einem jungen Mädchen und versuchte allem Anschein nach gerade ihr die Kleider vom Leib zu reißen. Sie wehrte sich verbissen, doch ohne Erfolg. Bruce musste das dreifache Gewicht der kleinen haben. Seine Hand lag auf ihrem Mund und verhinderte so das die Laute die sie ausstieß nach draußen gelangen konnten. Dicke Tränen liefen ihr über die Wangen und ich musste meine komplette Selbstbeherrschung aufbringen, um Bruce nicht hier und jetzt zu erschießen.
Stattdessen ging ich auf das rangelte Paar zu und trat Bruce von der kleinen Runter, der gerade dabei war sich ihrer Hose zu widmen. Ich hätte mich am liebsten übergeben.
Das knacken und Bruce Schmerzenslaut, dröhnte an mein Ohr und es klang wie Musik. Ich hatte ihm gekonnt in die Rippen getreten und gebrochen.
Das Mädchen, sie mochte erst 14 oder 15 sein, zog keuchend die Luft in ihre Lungen und sah mich aus großen panischen Augen an. Sie zitterte am ganzen Körper und zog sich schluchzend ihr Top wieder zurecht, das wegen Bruce verrutsch war. Ohne darüber nach zudenken hielt ich ihr meine Hand hin, die sie gleich ergriff und sich von mir aufhelfen ließ. Ich zog sie hinter mich und sah voller Abscheu auf Bruce nieder, der immer noch stöhnend am Boden lag.
„Fuck. Du miese Bitch. Was soll das?"
„Was das soll?", fragte ich schnaubend und mit Zorn zitternder Stimme. Ich ging mit festen Schritten auf ihn zu, ehe ich meinen Fuß hob und ihm mit aller Kraft ins Gesicht trat. Er schrie erneut auf und spukte Blut auf den Boden. Meine Waffe immer noch in der rechten Hand, griff ich mit der linken in sein fettiges langes Haar und zog ihn ohne auf die Schreie und Beschimpfungen zu achten nach draußen.