Kapitel 15 - Blinder Passagier

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„Home Sweet Home", murmelte ich als die Fabrik in Sichtweite kam und wir an unzählig aufgespießten Beißern vorbei kamen, die teilweise versuchten sich aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Vergebens.

Jeder Beißer um den Zaun von Sanctuary war genau da wo er sein sollte. Sie waren zur Abschreckung und um zu verhindern, dass die Streuner nicht allzu nah an den Zaun heran kamen. Bis jetzt hatte diese Methode gut funktioniert.

Wir fuhren durch das Tor und die Schranken, die sich sofort öffneten und hielten auf dem großen Platz vor der Halle.

Ich sprang nach Simon aus dem Laster und streckte mich erst Mal. Die lange Fahrt war anstrengend und meine Glieder taten mir weh.

Ich sah zu Negan der ebenfalls ausstieg und schräg neben dem Laster zum Stehen kam, natürlich Lucille in der rechten Hand.

„Bringt den Scheissdreck rein Jungs. Es wird bald dunkel und ich will früh ins Bett damit ich genug Zeit habe noch eins, zwei meiner Frauen aufs Kreuz zu legen bevor ich einschlafe. Versteh ihr was ich meine? Ich werd heut Abend ein paar meiner Mädels ficken. Kapiert?"

„Jesus...", murmelte ich vor mich hin und verdrehte die Augen. Ich ging an Negan vorbei in der Absicht nach Daryl zusehen bevor ich ebenfalls ins Bett gehen würde, doch schien Negan meinen Abgang zu bemerken.

„Lexi...", er griff nach meinem Arm und zwang mich so stehen zu bleiben und ihn anzusehen.

„Was?", fragte ich genervt. Sein beschissenes Grinsen ging mir schon jetzt auf den Geist.

„Wenn du willst, Lexi darfst du mir gerne Gesellschaft leisten."

„Sorry Negan auf Dreier steh ich schon seit meiner Collegezeit nicht mehr.", sagte ich gespielt gelangweilt, erinnerte mich aber an meinen Plan den ich verfolgen wollte. Was mich Lächeln ließ und ich biss mir gekonnt auf die Unterlippe bevor ich mich zu ihm hochbeuge und flüsterte: „Außerdem Teil ich nicht gerne."

Ich sah wie Negans Blick von meinen Augen zu meinen Lippen glitt, was mich lächeln ließ. Immer noch lächelnd drehte ich mich um, mir wohl bewusst das Negan mir hinterher sah und immer noch wie ein Blöder grinste.

Ruhig Lexi, denk an den Plan.

Ich ging zum Treppenhaus und stieß mit einem Ruck die Tür auf. Ich hörte Negan noch irgendwas zu seinen Männern sagen, was sie lachen ließ bevor die Tür hinter mir mit einem Knall zu viel. Mein Fuß hatte kaum die erste Stufe erreicht als mich Schüsse, die von draußen kamen innehalten ließen. Mit klopfenden Herzen und der Hand an meiner Browning drehte ich mich um und sah zu der Tür, hinter der nun Schreie zu vernehmen waren.

„Fuck, was zum-„

Ich rannte zurück zur Tür und stieß sie langsam auf, wobei ich meine Waffe im Anschlag hatte.

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