Kapitel 11

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Ginny's Sicht:

Geschockt stehe ich an der Brüstung. Unfähig mich zu bewegen. Ich sehe zu, wie Luke und der Unbekannte sich auf dem Boden wälzten.

Keine Ahnung um was es geht aber Luke's Motivation erkennt man deutlich. Mit voller Wucht versucht er auf seinen Gegner einzuschlagen. Doch die meisten Treffer werden geschickt abgeblockt und sein Gegner beginnt heftig zurück zu schlagen. In dem Moment als mir klar wird das Luke keine Chance hat, löst sich meine Erstarrung und ich renne los, um die Beiden zu trennen.

Doch Arya mischt sich blitzschnell ein und hält mich fest währen Trixie mich zu beruhigen versucht. Allerdings bekomme ich von dem nicht viel mit. Dennoch versucht Trixie es weiter und sagt Ian er soll gefälligst helfen die Beiden zu trennen.

Ich spüre wie sich das Adrenalin in meinem Körper ausbreitet, natürlich weiß ich auch wie gefährlich es für mich ist, dazwischen zugehen. Doch die Liebe zu Luke und die Empathie jeder Frau gibt mir die Kraft mich weiter gegen Arya's eisernen Griff zu wehren.Ian war mittlerweile im Kampf eingedrungen. Das bemerkte ich, da er mir die Sicht versperrte. So bemerkte ich auch wie Ian ein Schlag abbekommen hat.

Das steigert meine Wut nur ins Unermessliche und auch Arya lockert ihren Griff, als möchte sie eingreifen und könnte sich gerade noch so beherrschen. Gepaart mit meiner Wut nutzte ich genau diesen Moment der Schwäche aus und entriss mich Arya's Griff und wich geschickt Trixie aus und stürzte auf die Schlägerei zu, die sich in einen blutigen Kampf verwandelt hat.

Trixie's Sicht:

Die ganze Situation ist schrecklich. Ich habe gerade noch mit Arya geplaudert als ich Ian sagen hörte, Luke solle ihn einfach ignorieren. Leicht besorgt hatte ich mich zu ihnen umgedreht und gesehen wie Luke sich auf einen ehemaligen Schulkollegen stürzte. Mark, der schon immer zu den größten Idioten gezählt hat, leider auch noch zu den Starken.

Ian versuchte die Beiden zu trennen indem er sie anschrie, sie sollten aufhören, doch die beiden hörten nicht auf ihn. Während ich noch dem Kampfgeschehen folge, fängt Arya Gin ein, die vor Angst und Wut außer sich ist. Gin tritt nach ihr und wehrte sich mit aller Kraft. Aus Angst Gin würde sich selbst verletzten gehe ich vorsichtig auf sie zu und flüstere: "Gin. Hey Ginny. Alles ist gut. Ian wird die beiden trennen." So mache ich die ganze Zeit weiter, doch auch Gin ignoriert mich. Ihre ganze Aufmerksamkeit gilt Luke und Ian. In ihrem Gesicht zeichnet sich unglaubliche Angst, unter der Wut, ab. Doch anstatt Schwach zu werden, pumpt sich ihr Körper mit Adrenalin voll und sogar Arya hat Mühe sie fest zu halten, ohne ihr weh zu tun. Und genau in diesem Moment sehe ich wie Ian einen Schlag an den Kopf einsteckt und bemerke wie Arya ihren Griff ein wenig lockert, wegen ihrer Sorge um Ian.Ich schrie ihr zu, sie solle Gin halten, doch dieses Mal war Arya nicht schnell genug und Gin entwindet sich aus ihrem Gefängnis und wich mir geschickt aus während sie sich in den Kampf stürzt.Arya und ich sehen uns geschockt an und rennen ihr hinterher, um sie aufzuhalten.

Luke's Sicht:

Ich bemerke wie mir das Blut aus dem Mund läuft und das mein Arm gebrochen ist, dennoch kämpfe ich verbittert weiter. Besonders da dieser Mistkerl Ian geschlagen hat.

Gerade als ich zurückgeschlagen habe, bemerke ich wie die Mädchen aufschreien und spüre wie sich eine dünne Gestalt in den Kampf wirft. Ginny!

In dem Moment breche ich den Kampf ab, um Ginny zu schützen. Doch es ist zu spät. Mark trifft Ginny brutal in den Bauch und Ginny wird zurückgeschleudert und von Ian aufgefangen bevor ihr Kopf auf den Boden schlägt. Nun bricht auch Mark sein Angriff ab und der Schock steht ihm ins Gesicht geschrieben. Doch eben zu spät.

Arya's Sicht:

Ich bin so doof! So doof! So doof! So doof!

Hätte ich Gin festgehalten wäre das niemals passiert. Doch stattdessen liegt sie auf dem Boden und spuckt Blut während Ian versucht sie zu stützen. Trixie währenddessen versucht Ian aufzuhelfen und da ich noch nie gut in erster Hilfe war lief ich auf Mark zu, dem der Schock ins Gesicht schrieben stand und schrie ihn an: "Was hast du dir dabei gedacht, du Riesenarschloch. Hast dich nicht verändert. Und was hast du damals noch gesagt? Hä? 'Ich war das nicht. Bitte Glaube mir.' Nichts hat sich geändert und jetzt musstest du dich an Luke rächen, weil er Trixie gesagt hast, dass du sie betrogen hast."

"Das stimmt nicht. Bitte glaube mir Arya. Du kennst mich doch. Du weißt das ich euch nichts tun möchte...", begann Mark

"Aber du hast es getan! Und jetzt machst du auch nichts! Ruf den Krankenwagen, jetzt! Und die Polizei! Auch jetzt!", schreie ich ihn an. Doch ich kann nicht mehr. Die Schuld frisst mich auf und vor den Augen von Mark, falle ich in Ohnmacht.

Ian's Sicht:

Arya ist erwacht. Ich beuge mich hinunter und nehme sie in den Arm. Ich weiß, dass die Schuld sie auffrisst. Deshalb sage ich ihr: "Olivia. Shhh. Alles ist gut. Luke und Gin geht es gut. Luke hat nur ein paar Schürfungen, einen Bluterguss und einen gebrochenen Arm und Gin hat sich auch gut erholt." "Was ist mit dir?", flüstert Arya. Die Sorge in ihrer Stimme nicht zu überhören. "Auch mir gehts gut. Man sieht nicht einmal etwas. Es hat nur schlimm ausgesehen. Ich habe nicht mal ne Beule. Keine Sorge. Allen geht es gut." "Und Mark?", fragt Arya. "Mark hat mit der Polizei gesprochen. Es tut ihm wirklich leid.", beruhigte ich sie. Oder besser gesagt versuchte es. Arya guckt wütend und eingeschnappt: "Wenn es ihm leidtut, warum ist er dann auf Luke los?" "Luke ist auf Mark los und nicht umgekehrt.", beginne ich, "Weiter hat auch Mark Trixie niemals betrogen. Niemals. Es war ein blödes Missverständnis." "Aber, aber...", stottert Arya. "Er hat ein Alibi. Er war an diesem Tag an der Beerdigung seines Bruders Theo."

Ginny's Sicht:

Ich dachte, ich kann damit abschließen. Warum nicht? Will man mich noch mehr quälen?

Wenigstens geht es Luke, Ian und Arya gut. Auch ich habe nichts Schlimmes abbekommen. Doch warum musste Mark auftauchen.

Wieso? Ich will wissen wieso. Deshalb mache ich mich auf den Weg durch das Krankenhaus und suche Mark. Am Infoschalter kann ich sie nach langem bearbeiten dazu bringen, mir zu sagen wo Mark ist. Ich mache mich auf die Suche nach dem Zimmer 178b und in dem Moment als ich sein Zimmer betrete, beginnen mir die Tränen die Wange runter zu laufen.

Ich gehe auf ihn zu und frage: "Warum Mark? Warum bist du hier?" "Wir machten einen Ausflug. Es tut mir so unendlich leid Gin.", sagt Mark, "Wie kann ich es wieder gut machen?"

Seine Augen sind voller Trauer und ich weiß, dass er die Wahrheit sagt. Er war so ein guter Junge. Er war der große Bruder den ich nie hatte. Doch ich weiß auch, ich kann nicht an dem Ort sein, an dem er ist. Denn jedes Mal, wenn ich ihm in die Augen schaue, sehe ich Theos Augen. Und das kann ich nicht verkraften. Denn ich habe Theo geliebt, mit jeder Faser meines Körpers geliebt und er ist der wahre Grund, weshalb ich die OP nicht mache. Natürlich auch für Izzy aber der Ausschlag war Theo. Er ist und bleibt der Ausschlag und Izzy, der Grund warum ich bei meiner Meinung bleibe.Deshalb weiß ich auch, was ich zu Mark sagen muss, um weitermachen zu können.

"Ich möchte das du gehst. Ich möchte dich nie wiedersehen. Niemals. Lebe wohl, Mark.", der letzte Teil flüsterte ich.

(k)ein geplantes LebenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt