Kapitel 24

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Das Kleid war der Wahnsinn, doch auch unglaublich eng. Die letzten fünf Monate hatte ich hart mit einem Personal Trainer trainiert und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen. Mein Körper war straff und Muskeln zogen sich durch meinen Körper, die ich zuvor nicht hatte. Den Babyspeck hatte ich endgültig verloren.

Ich saß in einem schicken Mercedes auf dem Weg zu den AMAs. Es war meine erste richtige Awardshow, wo ich auch nominiert war. Ich war erstaunlicher Weise in drei Kategorien nominiert und als ich das erfuhr, da musste ich quietschen. Es war verdammt aufregend und ich konnte es kaum glauben.

Das Album Songs for You war nun ein halbes Jahr draußen und davor lief natürlich die Promo auf Hochtouren. Die erste Singleauskopplung ging durch die Decke. Es wurde in etlichen Radioshow gespielt und ich war in diversen Talkshows gewesen. Niemals hätte ich gedacht, dass das alles so viel Spaß machen würde.

Als dann die Einladung von der The Ellen Show kam, sagte Naomi, dass ich es geschafft hatte. Das ganze Feedback was ich bekam war unglaublich positiv und als dann das Album rauskam war es plötzlich auf Platz eins.

Ich bekam Angebote für Werbeaufträge, war ständig auf Veranstaltungen und manchmal konnte man nicht einmal zwischen den ganzen Terminen aufatmen, doch mir gefiel es. Ich liebte die Hektik und die ganzen Auftritte.

Bis jetzt kam ich nicht darauf klar, dass Menschen wegen mir kamen, um mich zu hören und zu sehen. Mir wurden etliche Türen geöffnet.

Zudem kam noch die Geburt von Charlie hinzu. Als Naomi mich fragte, ob ich nicht Patentante werden wollte, fing ich an zu weinen. Nein, ich heulte regelrecht und als ich den Kleinen zum ersten Mal im Arm hielt,  fing ich wieder an zu weinen. Ich war unglaublich stolz auf Naomi und Jonathan, denn sie waren ein absolutes Dreamteam. Ich wartete nur noch sehnsüchtig auf die Hochzeit der beiden.

Ich checkte ein letztes Mal mein Handy, bevor der Wagen stehen blieb und ich schon lautes Gekreische hörte. Meine Wagentür wurde geöffnet und einer der Securitys hielt mir seine Hand entgegen, die ich dankbar annahm. Meine Schuhe waren nämlich absolute Mörderhacken. 

Sofort traf mich das Blitzlichtgewitter und ich schloss kurz meine Augen. Ich wurde an den ganzen Fans vorbeigescheucht, obwohl ich gerne mit einigen geredet hätte, die meinen Namen geschrien hatten, doch ich war sowieso schon einige Minuten zu spät.

Ich wurde vor die große Fotowand gestellt und mir wurden Anweisungen zurufen. Nach wenigen Sekunden wurde doch wieder nach meiner Hand gepackt und ich wurde den ganzen Interviewern zum Fraß vorgeworfen. Die üblichen Fragen prasselten auf mich ein, doch ich beantwortete alle mit einem netten Lächeln.

Als dann plötzlich Chris Martin neben mir stand und ebenfalls ein Interview gab, konnte ich mich kaum vor Aufregung unter Kontrolle halten. Als er sich dann auch noch zu mir umdrehte und mir sagte, dass er mein Album liebte, war es um mich geschehen. Ich bedankte mich bei ihm gefühlte tausend Mal und erzählte ihm dann noch davon, wie er mein Kindheitsheld war. Er lachte und nahm mich sogar in eine Umarmung, bevor ich in Tränen ausbrechen konnte.

,,Es tut mir so Leid, aber ich bin auch einfach nur ein Fan.", entschuldigte ich mich bei der blonden Frau, die mir zuvor diverse Fragen gestellt hatte.

Als ich zum nächsten ausgestreckten Mikrofon gehen wollte, wurde ich jedoch aufgehalten. Der tattoowierte Arm kam mir bekannt vor und somit wurde ich in eine fette Umarmung gezogen. Eds wuschelige rote Haarmähne kitzelte mich am Ohr, doch ich genoss es kurz. Er war in der letzten Zeit ein unglaublicher Freund geworden.

Als er mir vor wenigen Wochen fragte, ob ich nicht sein Opening-Act sein wollte, auf einigen seiner Show, war ich sprachlos gewesen. Ich bekam schon unglaublich früh die Möglichkeit vor hunderten von Menschen zu spielen, die sogar manche meiner Songs mit grölten.

,,Wie geht's dir? Wir haben uns ja seit Buenos Aires nicht mehr gesehen.", fragte er mich, als er seine Hand an meinen Rücken legte und mich durch den Gang ins innere führte. Er hatte mich vor weiteren Fragen erlöst. ,,Ganz gut. Ich bin aber erst heute Morgen gelandet, also war alles ein wenig hektisch. Und du? Die Tour ist jetzt vorbei oder?"

Er nickte. Der Engländer sah müde aus und das konnte man ihm nicht verübeln. Tag um Tag eine neue Show in einer neuen Stadt oder einem neuen Land war verdammt anstrengend. Die drei Wochen, in denen ich ihn begleitet hatte, waren schon nervenraubend. ,,Ich habe gerade Chris Martin getroffen.", verkündete ich stolz und griff nach einem Sekt. Ed lachte auf: ,,Jetzt musst du nur noch ein Duett mit ihm singen."

,,Meine Mum wird ausrasten, wenn ich ihr das erzähle. Ich muss auf jeden Fall noch ein Bild mit ihm machen.", ratterte ich runter. Eds Blick wurde ernst: ,,Wie läuft es eigentlich bei deiner Mum? Irgendwelche Verbesserungen?"

Ich schüttelte den Kopf: ,,Die Chemo schlägt zwar an, aber nicht mehr so, wie bei dem vorherigen Malen."

Mein Freund legte seinen Arm um mich und ich war wirklich dankbar, Ed kennen gelernt zu haben.

Wir machten uns auf den Weg in den  Saal, wo sich, Gott sei dank, unsere Wege nicht trennen mussten. Eds und mein Platz waren genau nebeneinander. ,,Sag mal; bist du aufgeregt?", schmunzelte er und schmiss sich eine Erdnuss in den Mund. Ich rieb meine schwitzigen Hände an dem schwarzen Stoff meines Kleides ab. ,,Nein? Wie kommst du nur darauf?", murmelte ich sarkastisch, während mein Blick über die freien Plätze des Saals glitt.

Immer mehr Gäste trafen ein und als ich sah, dass Rihanna direkt vor mir saß, da machte mein Herz einen Sprung. Meine Augen vergrößerten sich auch, als Zara Larsson sich neben mich niederließ und mir ein Kompliment zu meinem Kleid machte. Natürlich gab ich ihr zehn mehr zurück und sie lachte herzlich auf.

Ed hingegen blieb Cool und es interessierte ihn kein Stück, wer hier alles saß und sich zwischen den Gängen tummelte, immer hin war er derjenige, der von allen Seiten beneidet wurde. ,,Ich hoffe du gewinnst das beste Album."

,,Warum?", fragte ich verwirrt und sah ihn an. Er zuckte mit den Schultern: ,,Keine Lust aufzustehen und den Preis entgegen zu nehmen. Außerdem habe ich genügend Trophäen in meinem Schrank stehen."

Ich schlug ihm gegen den Oberarm und zischte: ,,Angeber."

,,Hey, wie geht es dir." Mein Kopf schoss in die Richtung, aus der Harrys Stimme drang und ich sah Ed, wie er ihn in eine brüderliche Umarmung nahm. Die beiden begrüßten sich ausführlich, während ich versuchte die Aufmerksamkeit von mir wegzulenken. ,,Du kennst bestimmt Alex noch nicht."

Ich sah Ed verwirrt an. Er schien tatsächlich den einen Partyabend komplett verdrängt zu haben. ,,Eigentlich-", setzte Harry an, doch ich kam ihm zuvor.

,,Nein, er kennt mich noch nicht.", presste ich zwischen meinen Lippen heraus. Harry schaute verwirrt drein, doch gab mir schließlich seine Hand und stellte sich vor. Eine unangenehme Situation.

Ich versuchte Harry so gut es ging zu ignorieren, doch Ed machte es mir schwer. Er versuchte ständig eine Konversation aufzubauen, doch als ich erneut nur kurz antwortete, da drehte er sich zu Harry und schien verstanden zu haben, dass ich nicht reden wollte.

Erst als die Show begann, wurde er still.

21.07.2017 (1199 Wörter)

Okay, die Updates sind nicht mehr so regelmäßig, wie sie es mal waren. Mich hat meine Muse verlassen, bzw. habe ich so viele Ideen, das es fast unmöglich ist sie umzusetzen. Ich fahre morgen in den Urlaub und hoffe, dass ich dort erlöst werde und ich wieder in den Schreibmodus komme.
Und jetzt möchte ich eine kleine Musikempfehlung hier lassen:
LANY ist eine Band die es mir richtig angetan hat. Hört bei den Jungs mal rein.
Achso und: Louis' Song ist fantastisch. Ich liebe es.

The Story of my broken heart I German Harry Styles FanfictionWo Geschichten leben. Entdecke jetzt