[#15] Das kann nicht sein

567 50 24
                                        

"Wie konntest du mir nur so viel bedeuten, dass ich für dich einen Fehler begehe?"

Er spricht eher zu sich selbst, als zu mir. Ich sehe ihn daher immer noch geschockt an.

"Yoongi, er ist tot.."

"Hat er doch verdient"

"Niemand hat den Tod verdient, egal was er getan hat." widerspreche ich.

"Das sagst du, nachdem er dich umbringen wollte?" fragt er nun und sieht mir direkt in die Augen.

"Man hätte ihn ja ins Gefängnis schicken können..."

"Und dann wär er irgendwann rausgekommen und hätte dich aus Rache getötet."

Ich schüttel den Kopf und hole mein Handy heraus, doch Yoongi reißt es mir aus der Hand und steckt es ein. Entsetzt schaue ich ihn an.

"Wir müssen es der Polizei melden!"

"Nope. Wir gehen jetzt zu mir nach Hause und lassen ihn hier draußen liegen."

Während ich Yoongi weiter anstarre, nimmt er den Revolver und zieht dann aus der Hand der Leiche das Taschenmesser; wohl bedacht nichts zuhinterlassen. Er schaut sich noch einmal um und greift mich dann an der Hand, um den Ort zu verlassen.

Er nimmt alles mit, was Hinweise auf uns geben könnte. Solange wir kein Haar oder eine Faser verloren haben, haben wir keine Hinweise hinterlassen. Aber diese werden an der freien Luft auch einfach weggeweht..

Bei Yoongi zuhause setzt er mich auf die Couch und zieht mir die Schuhe aus. Ich bin noch immer so überfordert, dass ich ihn einfach machen lasse und mich nicht bewegen kann. Er verlässt wortlos die Wohnung und laut dem Klicken schließt er mich ein.

In der halben Stunde, in der er weg ist, bewege ich mich keinen Millimeter vom Fleck. Ganz im Gegenteil sogar warte ich darauf, dass Yoongi wieder zurückkommt und mir alles erklärt. Nach dieser haben Stunde kommt er tatsächlich zurück und schließt die Wohnung ab, ehe er sich auf einen Stuhl vor mich setzt. Ich schaue in seine ernsten und bedrohlichen Augen, aber ich fühle mich keine Sekunde bedroht von ihm.

"Deine Schuhe." fängt er nun an.

"Habe ich gerade verbrannt und entsorgt. Ich schenke dir welche von mir."

"Warum?" frage ich.

"Du hast ihn getreten. Vielleicht sind deine Abdrücke auf seinem Körper oder Fasern an deinen Schuhen gewesen."

"Daran hast du gedacht?" staune ich.

"Klar."

Er seufzt und atmet einmal tief ein.

Tut es ihm wirklich weh, mir das folgende zu beichten?

"Mein Geheimnis, Jimin.."

"Was ist es?"

Obwohl ich es mir hätte denken könnte, ist es irgendwo doch undenkbar. Ich schaue ihn neugierig und verwirrt zugleich an; dass ich davor an einem Mord beteiligt war, blende ich dabei vollkommen aus.

"Ich bin Ju5ti€3 und habe deinen besten Freund, Tony, umgebracht."

Ich schaue ihn noch immer neugierig an und verstehe nicht, was er sagt.

"Hör auf, mich zu verarschen." lache ich leicht.

"Es ist die Wahrheit. Ich werde dich jetzt auch nicht mehr gehen lassen."

Sein Ausdruck ist eiskalt, er sieht mich eindringlich und doch irgendwie neugierig an. Als ich einen leicht ängstlichen und doch eher entsetzen Gesichtsausdruck aufsetze, fängt er an, zu grinsen. Erst grinst er leicht, dann immer breiter und zum Schluss lacht er lauthals los.

One last bad Person *YoonMin*Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt