"Hast du deine Waffe, Yoongi?"
Der Blauhaarige nickt und schaut gedankenverloren durch die Gegend.
"Und du bist dir sicher, dass es dich zufriedenstellen wird?"
"..ja."
Ich nicke und schaue auf mein Handy, ehe ich grinse.
Der Ablauf scheint nun komplett geregelt zu sein, also sind wir in der Lage, reinzugehen.
Vorgestern habe ich mich als Sicherheitsbehörde ausgegeben und bin in das Haus von Kim Changwoo gegangen. Eigentlich war es ziemlich deprimierend, aber seine Frau hat mich grinsend begrüßt und hereingebeten. Mit Hemd und schwarzer Perücke, die eins zu eins wie mein Haar aussah, habe ich im Namen der Sicherheitsbehörde die, 'wenn vorhanden', Kameras auf ihre 'Tauglichkeit' überprüft. Meine Begründung dafür war, dass die Behörden auch private Häuser davon ausschließen wollen, von Ju5ti€3 unbemerkt als Ausgangspunkt eines Mordes missbraucht zu werden. Die Frau hat mir sofort geglaubt und mir erklärt, wo die Kameras installiert sind. Nicht zuletzt hat sie mir auch erklärt, wo das Videomaterial gespeichert wird und ich durfte einen kurzen Blick darauf werfen. Ich weiß daher genauestens, wo die Kameras stehen, welchen Bereich sie aufnehmen und wo ich hingehen muss, um letztendlich das Videomaterial zu löschen.
Ich ziehe meine schwarzen Handschuhe noch ein letztes Mal etwas fester und überprüfe die Waffe in meiner hinteren Hosentasche. Danach ziehe ich mir meine Mundschutzmaske über und stülpe mir die Kapuze des schwarzen Hoodies über. Nachdem ich mich selbst überprüft habe, schaue ich zu meinem Freund, der vorsichtshalber genauso vemummt ist, aber im Gegensatz zu mir diesesmal seine schwarze Lederjacke von damals anstatt einer warmhaltenden Winterjacke trägt.
Ich wollte ihn ja nochmal überreden, aber er hat nicht gehört.
Ich trete näher an ihn und richte seinen Mundschutz, ehe ich seine Haare liebevoll in die Kapuze stecke.
"Bist du bereit?"
Er nickt.
"Schau nicht nach links oben in die Ecke und am besten hebe deinen Blick keine Sekunde. Ich werde zwar die Überwachungskameras direkt ausschalten und das Material löschen, aber lieber ein bisschen zu vorsichtig, als nachsichtig."
Yoongi nickt erneut stumm.
"Im Flur ist ebenfalls eine Kamera; dieses mal auf der rechten Seite. Wenn du also die Türschwelle übertreten hast, wende deinen Blick nach links, bis du zwei Meter weiter bist. Die nächste Kamera im Haus ist im Wohnzimmer, aber sie ist leicht zu umgehen, da sie hauptsächlich die großen Fenster und die Glastür zum Garten aufnimmt. Der Eingang zum Flur wäre gar nicht mit drauf."
Ich schaue kurz an der Hauswand, hinter der wir stehen, vorbei und sehe durch das Fenster und die halboffene Küche direkt ins Wohnzimmer, in dem ein Licht flackert.
"Die Mutter scheint im Wohnzimmer zu sein. Als erstes wirst du also wie geplant ins Wohnzimmer gehen und die Mutter erschießen. Danach gehst du schnurstracks nach oben, wobei dein Blick direkt auf deine Füße gerichtet ist, denn wenn du die Treppen hochgehst, wird eine Kamera direkt auf dich zeigen. Das Zimmer hinten gehört der Tochter. Einfach reingehen, abdrücken und fertig. Fall aber nicht auf das Bad herein; das ist unmittelbar geradeaus von dir, wenn du dich von der Treppe in den Flur begibst. Ich meine das hintere Zimmer auf der rechten. Wenn du mit der Tochter fertig bist, gibt es direkt neben der Treppen ein weiteres Zimmer, in dem der Sohn sich befindet. Auch dort einfach reingehen und dann abdrücken. Wir treffen uns zuletzt wieder unten vor der Tür, weil ich währenddessen das Sicherheitssystem ausschalten werde, die Kameras ausschalten und auch das Material lösche. Dauert vielleicht fünf Minuten, aber bei dir sollte das auch nicht länger dauern." erkläre ich den Plan noch einmal.
DU LIEST GERADE
One last bad Person *YoonMin*
FanfictionMenschen morden. Im Namen des Landes. Im Namen der Religion. Im Namen der Ehre. Im Namen der Gerechtigkeit. Jimin, 20 Jahre alt, besucht eine riesige Kunstuniversität in Seoul. Nachdem er auf eine harte Art und Weise selbst Bekanntschaft mit dem Ser...
