47:Lima

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Wir saßen im Flugzeug. Endlich geht es zurück nach London. Ich musste die ganze Zeit Sara und Mina anschauen, die Jungs haben sich bei ihren Outfits selbst Übertroffen. 

Mina trug ein Jeansrock, dazu ein weißes T-Shirt und einen Mantel in Schwarz. Ihre Cap in Schwarz und ihre Halsband samt der Schwarzen Taschen und den Boots in Weiß, runden das ganze Outfit ab.

Sara hatte eine Jeans an, dazu trug sie Boots und ihr Hemd was Schwarz Weißes ist, passt sich der Weißen Jeans perfekt an. Ihre Rote Boxer Jacke und die dazu passende Cap samt Rucksack runden das ganze Outfit ab. 

Ich sah dagegen besser aus als Gestern, auch wenn das Outfit super aussah auf der Bühne, waren die Ketten am Hals und den Schultern nach einer Zeit sehr schwer. Dennoch habe ich das Outfit behalten und ich werde es wahrscheinlich nochmal anziehen, aber mit einer Jeans Kombinieren. 

Mein Outfit für die abreise war nicht mehr so gewagt. Ich trug ein schwarzes Crop Top was man an den Seiten schnüren konnte, aus einem Dicken Schwarzen Stoff. Die Schwarze Jeans mit rissen an den Knien und den Oberschenkeln saß mir auf der Taille. 

Dazu trug ich einen weißen dünnen Mantel und Boots in Weiß. Das Halsband war schwarz und mit Deckosteinen Dekoriert worden. Dennoch war ich die einzige die eine Weiße Mütze mit dem Aufdruck Girly trägt und einer schwarzen Sonnenbrille.

Ich hatte auch einen Schwarzen Rucksack, den fand ich ziemlich cool, da musste ich keine Tausend Taschen mit mir herumschleppen.

Lottie saß neben mir und schrieb mit ihrem Freund Tommy, sie vermisst ihn sehr. Mina hört sich über ihren Laptop unsere Werke mit Shinee und BTS an.

Die Aufnahmen waren langwierig gewesen, besonders die mit BTS. Da wir viel Rappen und singen müssen und immer wieder die andern Jungs dabei hatten, und weil die Jungs auf Koreanisch singen und wir auf Englisch, somit mussten wir echt lange im Studio stehen. Aber am Ende waren wir alle Stolz.

Ich überlegte die ganze Zeit, seit dem Louis gesagt hat das ich mir ein Gedenk Tattoo für meine Schwester stechen lassen soll, was es für ein Motiv sein soll. Ich hatte mehre Ideen für neue Tattoos.

Als die Durchsage kam, dass wir im Landeanflug auf London sind, war ich erleichtert. Man spürt wie wir in den Sink Flug gingen und dann landen wir auf dem Rollfeld. 

Mit dem Flieger fuhren wir zu unserem Gate, auch wenn wir mit einer Normalen Maschine geflogen sind, war ich froh gelandet zu sein. Die Asien Tour hing noch in den Knochen.

Wir durften als erste aus dem Flieger, und wurden direkt vom Sicherheits Personal in beschlag genommen.

Nach dem wir unser Gepäck hatten, ging das Geschrei los. Fans und Fotografen belagerten uns, überall schlugen Blitze der Kameras ein, man kam kaum voran, nur mit viel Kraft und schubsen schafften wir es uns zu unserem Van durchzuschlagen.

Mir viel ein Mädchen auf, sie sah weinend zu mir. Ich blieb stehen und ging zu ihr. Sie hatte einen Pullover von der Armee an. "Hey, wieso weinst du?" Frage ich sie.

"Mein Dad, er ist gefallen im Krieg und niemand kann mir sagen wie ich jetzt weiter machen soll." Ich nahm das Mädchen in den Arm. Ich ging mit dem Mädchen zu einer Bank und wir saßen uns hin. 

"Weißt du, mein Dad und ich reden immer über alles. Mein Patenonkel ist auch im Einsatz. Immer wenn er Anruft, habe ich Angst das er nicht mehr wieder kommt, aber dann kommt immer ein Anruf und ich weiß ,er lebt. 

Es gibt keine Garantie dafür das jemand Lebend aus der Sache wieder raus kommt. Niemand weiß was danach passiert, keiner kann dir sagen wie du Leben sollst. Aber ich bin mir sicher dein Dad wollte nicht das du alleine am Flughafen sitzt und in Tränen ausbrichst. 

Für jeden ist es schwer zu sagen mein Dad ist Soldat. Ich bin Stolz drauf, keiner kann dir sagen ob dein Vater noch lebt oder nicht. Die Soldaten die dann am Morgen vor deiner Tür stehen und dir sagen müssen dein Dad ist Tod, dass sind die Soldaten vor denen ich Angst habe. 

Aber weißt du, immer wen ich einen Anruf bekommen weiß ich es ist alle gut. Für dich wird keiner mehr kommen aber dein Dad ist immer bei dir. Egal wo du bist, dein Dad ist nicht weit und wird dir über die Schulter schauen. 

Aber wieso bist du überhaupt hier?" Frage ich das Mädchen. "Mein Onkel, ist Soldat und kommt mit der nächsten Maschine. Er wird in den Innen dienst versetzt. Meine Mum kann sich nicht mehr um mich kümmern." 

Ich nahm das Mädchen in den Arm, immer noch bei dem Bewusstsein das Fans und Presse um mich herum stehen. Dann höre ich schritte und ein Mann in Uniform kam auf uns zu. "Ich glaube dein Onkel ist da." Sagte ich und das Mädchen nahm mich in den Arm.

"Danke, dein Dad ist bestimmt Stolz auf dich." Damit ging das Mädchen weg. Ich wurde von Jay eilig zum Van gebracht. 

Als ich drin saß, fuhren wir eilig los. Die Stimmung im Van war locker, doch ich musste mir eingestehen, dass es mir nicht besonders gut ging. 

Sobald wir vor meinem Haus zum stehen kommen, steige ich wortlos aus, ich nahm meinen Koffer und ging einfach zur Tür. Sobald ich aufgeschlossen habe und die Tür hinter mir ins schloss fällt, nahm ich die Sonnenbrille und Mütze ab. 

Ich ließ den Tränen freien lauf und ging nach oben. Ich zog mein Klamotten aus und zog einen Hoodie von meinem Dad an. Ich saß da wie ein Idiot, ich lüge mir selbst etwas vor. Nicht nur das ich meine Geschwister verloren habe, ich habe jetzt auch noch meinen Dad und meine Großeltern verloren.

Ich schaffe das alles nicht mehr, immer lächelnd vor der Kamera, aber dahinter zerfalle ich wie schimmliges Brot. Ich habe nur noch Louis und der hat auch seine Familien Probleme.

Ich fühle mich einfach schrecklich, ich habe das Gefühl allein zu sein und in ein Loch zu stürzen, immer stirbt jemand in meiner nähe. 

Es klingelt an der Tür, doch ich schaffe es nicht aufzustehen um die Tür auf zu machen. Ich bleibe einfach im Türrahmen von dem Zimmer meines Dads sitzen und lassen den Tränen weiterhin freien lauf. 

Ich bin einfach unfähig etwas zu machen oder mich um mich selbst zu kümmern. Ich höre wie jemand die Treppen hoch eilt, als ich aufsehe, stand Louis vor mir. 

Ich hatte ihm in der Schweiz einen Schlüssel für mein Haus gegeben. Er ging vor mir in die Knie, seine Hände wischen mir die Tränen weg. Er saß sich neben mich, nahm mich in den Arm. 

"Was ist los Love?" Fragt er mich, doch ich konnte nicht antworten. Aus meinem Mund kam kein einziges Wort. "Okay, du kannst nicht reden. Es ist Okay. Es ist alles okay." 

Ich schüttle den Kopf, nichts was okay. "Ich...schaffe...das...ganze...nicht...mehr." Louis sah mich an, seine Augen sahen mich mit so viel Liebe an, wie ein Mensch nur besitzen kann. "Alles wird gut, ich weiß vom Flughafen. Lottie hat mir davon erzählt. 

Lima, alles ist gut. Ich bin für dich da, rede mit mir. Schrei mich an, aber fresse es nicht in dich rein." Er sah mich flehend an. "Ich kann nicht mehr, ständig lächeln und hinter der Kamera ist keinem nach Lachen zu mute, jeder in meiner nähe stirbt.

Erst Kate und Coby, dann mein Dad und jetzt meine Großeltern. Ich habe Angst dich auch zu verlieren. Du bist doch der einzige der mir noch geblieben ist."

Louis schüttelt den Kopf. "Niemals wirst du mich verlieren. Und du hast noch Jace und seine Familie sowie deinen Patenonkels und Timmy samt Bryan. Du bist nicht alleine. Gib dir nicht die Schuld an dem Tod deiner Familie, du kannst dafür nichts." 

Louis drückt mich enger an sich. Sein Duft umgab mich wie eine Decke. "Ich Liebe dich Lima, egal was ist. Und wenn ich dich Heiraten muss, mache ich das eben. Du bist der Mensch neben dem ich Einschlafen will und am morgen wieder aufwachen will, und das für den Rest meines Lebens."

Mit einer Sache hatte Louis recht, und diese Sache sollte ich für immer spüren. Doch zu diesem Zeitpunkte wusste ich noch nicht wie schlimm alles Enden würde und wir Tief mein Schwarzes loch noch werden würde. 


No Control- AgainWo Geschichten leben. Entdecke jetzt