Tony
"Danke, Stephen...", murmelte ich, während ich durch sein dunkles Haar strich. "Für was?", sprach er gedämpft in mein Hemd hinein. "Dafür dass du mit schon wieder mein Leben gerettet hast... Schau dir doch einfach nur die Wunden an... Du wurdest fast getötet! Wegen mir..." Schuldgefühle zerfraßen mich innerlich wie Wellen, die ans Ufer schwappten. Sie überkamen mich in Wogen des Selbsthasses. Wieder und wieder. Ich sollte selbst auf mich aufpassen können, aber stattdessen war ich wie ein kleines Kind, um das Stephen sich kümmern musste. "Es ist alles gut. Lass uns jetzt einfach schlafen... ich bin einfach nur erschöpft", murmelte Stephen kraftlos, doch ich konnte nicht locker lassen. "Nein, bitte tu das nicht noch einmal. Ich hab fast 'nen Herzinfakt bekommen als du diesem Monster entgegengetreten bist. Du hast dir beinahe das Rückgrat gebrochen." "Das war's wert." Stephen hob den Kopf und lächelte mich an. "Du bist es wert, diesen Schmerz zu ertragen. Es würde mir nichts ausmachen zu sterben oder mir jeden Knochen meines Körpers zu brechen immer und immer wieder, solange du am Leben bleibst. Selbst wenn ich für dich sterbe, wäre das okay mit mir." Sein Blick verfinsterte sich. Ich konnte kaum fassen, was ich da hörte. Wie konnte er nur an sowas denken?
"Und was ist mit mir? Was wird aus mir wenn du stirbst?", fragte ich fassungslos. "Tony-", setzte Stephen an, doch ich ließ ihn nicht weiterreden. Also sagte ich: "Falls es passieren sollte... werde ich dir niemals verzeihen." "Dass ich dir dein Leben rettete?", fragte Stephen mit hochgezogener Augenbraue und setzte sich auf. Er hielt kurz inne, als habe er Schmerzen, setzte sich dann dennoch auf die Bettkante. So wandte er mir nun den Rücken zu. "Nein, dafür, dass ich dich von ganzem Herzen liebe. Noch nie habe ich jemanden geliebt wie dich. Noch nie wurde ich von jemanden so geliebt wie dir. Deine Liebe ist das, was mich am Leben hält. Und falls du sterben würdest... würde ich mich dafür verantwortlich fühlen... Ich würde mich fühlen als wäre ich schuld an deinem Tod. Ich wäre wieder einsam und verzweifelt und würde mich selbst beschuldigen für das und du wärst nicht da, um mir zu sagen, dass alles gut wird, weil du nicht hier bei mir sondern... unerreichbar weit weg wärst... Also bitte... versprich mir, dass du es nie wieder tust." Stephen hatte mir schweigend zugehört, den Blick auf den Boden gesenkt. Es dauerte etwas, bis er weitersprach.
"Ich will nichts versprechen, was ich nicht auch halten kann, Tony... besonders bei dir. Ich hasse es, wenn jemand sein Versprechen bricht. Ich will nicht diese Art von Mensch sein", sprach Stephen und sah mich über die Schulter an. In seinen Augen stand nichts als pure Ehrlichkeit. "Du verstehst einfach nicht-", wollte ich ihm widersprechen.
"Nein, Tony, du bist derjenige, der es nicht versteht. Wenn ich für dich sterbe, dann ist das meine Schuld nicht deine. Weil ich mich dafür entscheide. Natürlich willst du nicht, dass ich sterbe. Du bist stark genug, dich selbst zu schützen aber manchmal ist die Gefahr um dich herum stärker als du und ich kann nicht einfach daneben stehen und nichts tun wenn ich die Möglichkeit habe, dein Leben zu retten, selbst wenn es mein eigenes in Gefahr bringt. Tut mir leid, falls das jetzt egoistisch klingt aber nein, Tony, ich kann dich nicht sterben lassen, wenn ich die Möglichkeit habe, es zu verhindern", endete er seinen Monolog, setzte sich auf, zuckte kurz vor Schmerzen zusammen und humpelte dann aus dem Zimmer, während ich einfach nur auf dem Bett saß, Löcher in die Luft starrte und unschlüsslig war, was ich tun sollte.
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Die Oscars waren ja gestern und ich freu mich so, dass Into the Spider-Verse nen Oscar gewonnen hat. Schade ist es für Infinity War, der den Oscar für beste Effekte bei Weitem mehr verdient hätte.
Naja und Black Panther mit 3 Oscars... Alles schön und gut... Der Film war gut aber nicht so gut...
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Marvel Oneshots
Fanfiction~Marvel Oneshots~ Auch Gay-Ships! Don't like it, don't read it! Started: 15.1.19
