Der raue Herbstwind peitschte um ihr Gesicht, als sie aus dem Zug stieg, ihre Taschen fest in ihrem Griff. Ihre neugierigen braunen Augen huschten über den scheinbar leeren Bahnhof. Einige Leute stiegen aus dem Zug und liefen direkt zu ihren Pferden oder Karren.
"Excusez-moi, Monsieur." Ihr starker Akzent brach durch die frische Luft als sie sich einem dunkel haarigem Mann näherte, der seine Frau in einen Wagen half. "Ich suche die Blythe Residenz in Avonlea. Könnten Sie mir sagen in welche Richtung ich laufen muss?"
"Oh natürlich. Wie wäre es wenn wir dich dort hin bringen?" Bietet der Mann lächelnd an.
"Oh, nein. Ich will Ihnen keinerlei Umstände machen." Antwortet sie nervös während sie mit ihrem schwarzen, lockigen, Haar spielt.
"Bitte, es ist kein Problem." Fügt seine Frau hinzu, die ihren Kopf aus dem Wagen gestreckt hat. Bevor sie einstieg, gab sie ihre Taschen dem dunkel haarigem Mann damit er sie nach hinten verstauen kann. Sie stieg ein und setzt sich neben zwei junge Mädchen.
"Mein Name ist William Barry und das ist meine Frau Eliza." Stellt er sich und seine Frau vor und zeigt auf sich und die freundliche Frau neben ihm. "Und das sind unsere Töchter, Diana und Minnie May."
"Es ist mir ein Vergnügen euch alle kennen zu lernen. Mein Name ist Amaryllis Bonnefoy." Amaryllis schenkt ihnen allen ein Lächeln. "Aber bitte nennt mich Marie."
"Was für Geschäfte hast du denn bei der Blythe Residenz?" Fragte Eliza während sie dem nervösen französischen Mädchen dabei zu sah wie sie mit ihren Fingern spielt.
"Ich kann es nicht sagen." Marie schüttelt ihren Kopf abweisend. "Je suis desolé."
"Es ist in Ordnung Liebe."
"De quelle partie de la France êtes-vous? Meldet sich Diana zu Wort und gibt Marie ein süsses Lächeln.
"Un petit village en dehors de Montpellier." Antwortet Marie, geschockt daüber, dass das Mädchen fliessend französisch spricht.
"Ah, da ist die Blythe Residenz." kündigte William an und sah zu dem Haus das nun aus der ferne langsam sichtbar wurde. Marie folgte schnell seinem Blick und keuchte als sie das Haus erblickte. Es sah so aus als würde schon lange niemand mehr dort leben.
"Vielen Dank, dass sie mich hierher gebracht haben." Sie lächelt die Familie an, danach steigt sie aus dem Wagen und wartet bis ihr ihre Taschen zurückgegeben wurden.
Marie bedankt sich ein letztes Mal bei der Familie bevor sie sich umdreht und zum idyllischen zwei stöckigen Haus läuft. Die Blätter unter ihren Schuhen knirschen als sie sich auf den Weg macht zu der Frau, die auf der Veranda des Hauses steht.
"Excusez-moi, Mademoiselle." Sie nähert sich zögerlich der Frau. "Ist das die Blythe Residenz?"
"Oh, hallo meine Liebe." Die überraschte Frau dreht sich um, um den Neuankömmling zu begrüssen. "Ja, das ist die Blythe Residenz aber ich fürchte, dass hier im Moment niemand wohnt."
"Oh." seufzt Marie und blickt besorgt nach unten. Sie hatte keine Ahnung was sie jetzt tun sollte, sie kann nicht einfach wieder zurück nach Hause, nach Frankreich.
"Ich habe mich um die Familie gekümmert, gibt es etwas, mit dem ich dir helfen kann?" Die ältere Frau ging näher an Marie heran und richtete ihren Schal. Das schwarzhaarige Mädchen gab der Frau einen Brief, den sie seit sie Frankreich verlassen hatte, festhielt. "Mr. Blythe starb vor fünf Monaten und sein Sohn verliess Avonlea und ich fürchte ich weiss nicht wann er zurückkommt."
"Gibt es eine Chance, dass ich im Haus leben könnte und auf seine rückkehr warten könnte?" Fragte Marie, mit den Augen bettelnd.
"Ich weiss nicht wo ich sonst hin soll."
"Natürlich, solange du das Haus sauber hälst und ich dich in der Schule anmelden kann." Antwortet sie.
"Oh, merci, merci!" Marie sprang vorwärts, packte die blassen, runzlige Hände der Frau und drückte sie dankbar.
So das war das erste Kapitel :)
Wie findet ihr es bis jetzt?
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Snowy Days ∆ Gilbert Blythe german translation
Romance"Ich wünschte, wir könnten jeden Tag so verbringen wie wir verschneite Tage verbringen" Dies ist eine Übersetzung und ich habe keinerlei Rechte an dieser Geschichte. Die Rechte der Geschichte gehören der Autorin (DiedFromCuriosity)
