Kapitel 1

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"Marie, wach auf!" Rief Mrs. Kincannon das schlafende Mädchen. Ihre dicken schwarzen Haare standen in alle Richtungen ab, ein kleines bisschen Sabber hatte sich in ihrem Mundwinkel angesammelt. Ein leises Stöhnen entfloh ihren Lippen, als sie sich umdrehte und ihre Augen öffnete, brachte das helle Sonnenlicht sie dazu, ärgerlich zu blinzeln.

Marie setzt sich auf, streckt ihre Arme bevor sie ihr Milchweisses Nachthemd auszieht und ein Smaragd grünes Kleid anzieht, ein weisses Band anmutig um ihre schmale Hüfte gebunden. Sie frisierte ihre Haare in einer einfachen geflochtenen Hochsteckfrisur. Einige ihrer Haarsträhnen fielen heraus und umrahmten ihr blasses Gesicht. Ihre braunen Augen betrachteten sie im Spiegel, und sie seufzte als sie sich wieder daran erinnerte, dass heute ihr erster Schultag war. Sie lebte nun seit einer Woche im Blythe Haus und Mrs. Kincannon dachte es wäre gut für sie, wenn sie in die Schule geht, um neue Freunde zu finden und sich weiterzubilden.

"Guten Morgen Mrs. Kincannon." Grüsst Marie als sie die Treppen runter läuft und in die Küche eintrat. Eine Schüssel Brei stand auf dem Tisch und wartete auf sie.

"Guten Morgen, Liebe. Du siehst hübsch aus." lächelte Mrs. Kincannon und begutachtete das Aussehen des Mädchens. "Iss auf, du hast bald Schule."

"Merci." Maire setzte sich an den Tisch, sie ass den heissen Hafer und summte freudig bei dem wunderbaren Geschmack.

"Viel Glück in der Schule." Sagte Mrs. Kincannon zum Abschied bevor sie die Tür schloss. 

"Danke." Antwortete Marie und eilte in Richtung Schulhaus, während sie ihren weissen Schal enger um ihren Hals zog, um soviel wärme wie möglich zu speichern. Bald trugen ihre Füsse sie die Treppen hinauf in eine Garderobe, die direkt ins Klassenzimmer führte.

"Marie!" Diana bemerkte das verängstigte Mädchen das im Türrahmen stand. "Was tust du hier?"

"Ich gehe jetzt zur Schule." Antwortet Marie, freudig lächelnd da sie jetzt mindestens eine Person hier kennt.

"Komm, häng deinen Mantel auf, du kannst nachher bei Ruby sitzen." Sie hilft Marie, ihren Mantel auszuziehen und ihn aufzuhängen, bevor Diana sie zu einem Stuhl neben einer kleiner brünetten drängt.

"Bonjour, mein Name ist Amaryllis Bonnefoy." Begrüsst Marie das Mädchen und alle anderen neugierigen Mädchen. "Aber bitte nennt mich Marie."

"Ich liebe deinen Akzent." Kam es von einem Mädchen. "Ich bin Tillie Boulter."

"Jane Andrews."

"Josie Pye."

"Ruby Gillis."

"Ich bin Anne Shirley-Cuthbert. Es ist das grösste Vergnügen dich kennen zulernen." Ein rothaariges Mädchen ergriff ihre Hände und grinste freudig.

"Es ist mir ein Vergnügen euch alle kennen zulernen. Ich hoffe wir können Freunde werden." Marie lächelte alle an.

"In Ordnung Klasse, setzt euch." Sagte Mr. Phillips.

Marie stand zögernd auf, " Bonjour, ich bin Amaryllis Bonnefoy, es ist mir eine Freude euch alle kennen zulernen."

"Du bist Franzosin?" Fragte Mr. Phillips.

"Oui." antwortet Marie bevor sie sich setzt und darauf wartet, dass die Lektion beginnt.

"Öffnet eure Bücher auf Seite 124."

"... und Lancelot, der Ritter vorbild sprach: 'Mit welchem Antlitz könnt ich Königin nach meiner Weigerung wohl zu Camelot vor einen König vor einen König treten der sein Wort vor Ehre hält als wäre es-" las Mr. Phillips, seine Stimme erfüllt von Langeweile.

"Ich finde dieses Gedicht beschämend. Sie sollten geteert und gefedert werden." Unterbrach ihn Josie. Marie wirbelte herum und sah Josie zu, wie sie ihren Standpunkt argumentierte, fasziniert davon, was sie zu sagen hatte.

"Josie?" Fragte Mr. Phillips.

"Guinevere ist die Frau des Königs, nicht die Lancelot's." sagte sie, spuckte Lancelot's Namen so aus als wäre es ein widerlicher Geschmack im Mund.

"Oh, Mr. Phillips, können sie vorspringen zu der Stelle an der Elaine's wahre reine Liebe in tiefste Tragik stürzt?" bittet Anne.

"Nein." Sagte er harsch. " Du sollst nicht immer wieder unterbrechen."

"Sie sprach 'Oh doch er ist ein Kind an Geist an Sinn kein Fürst sonst hätte ich nimmer mich abgewandt-" Mr. Phillips wurde erneut unterbrochen durch Cole Mackenzie, der aufsprang und damit sein Buch vom Pult schmiss.

"Cole?" Mr. Phillips starrte den blonden Jungen an. "Was hast du da?"

"Bitte entschuldigenn Sie Mr. Phillips. Ich wische das auf." Entschuldigt sich Cole, der Augenkontakt vermied. Marie sah verwirrt zu, nicht wissend, was das Problem war.

"Kritzelst du, während ich unermüdlich all meine Kraft in eure Bildung widme?" Mr. Phillips kochte, unsichtbarer Dampf zischte aus seinen Ohren. "Marsch, an die Tafel! Los!"

Als Mr. Phillips an die Tafel schrieb, stürzte Anne sich auf das herunter gefallene Buch und legte es sorgfältig wieder zurück auf das Pult und beobachtete, die sorgfältig gezeichneten Linien, die das Königreich, aus der Geschichte die sie lasen, bildeten.

"Du zeichnest gern? Zeichne das." Der Satz 'Ich zeichne nie wieder im Unterricht' war grob an die Tafel geschrieben. Mr. Phillips platzierte die Kreide harsch in Cole's Hand. "Bitte schreib leserlich."

"Weiter im Buch!" Kommandierte er, seine laute Stimme brachte Marie dazu, aus Erschrockenheit zusammenzuzucken. "Sie sprach 'Oh doch er ist ein Kind an Geist an Sinn kein Fürst sonst hätte ich nimmer mich abgewandt..."

Die Klasse lachte leicht, als sie Cole dabei zusahen, wie er die Kreide von der Tafel nahm, nach dem er anmutig den Satz geschrieben hatte. Sie starrte den Satz voller Ehrfurcht an, verlor sich in jeder Kurve und in jedem Detail.

"Weniger schnörkel. Du brauchst Platz für 50 Mal." Mr. Phillips reinigte es dramatisch von der Tafel, betonte somit seinen Standpunkt.

Snowy Days ∆ Gilbert Blythe  german translationGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt