Kapitel 5

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"Geht es euch Mädchen gut, ich habe schreie gehört?" fragte Marie, als sie die Mädchen beobachtete, wie sie ins Klassenzimmer kamen und Platz nahmen.

"Ja, es geht uns gut. Die Jungs haben nur unsere Röcke hochgezogen." beruhigte sie Diana.

"Ich erinnere mich, dass mir das einmal in Frankreich passiert ist. Sagen wir einfach, ich glaube nicht, dass er sich jetzt noch fortpflanzen kann." Marie kicherte und dachte an ihre Zeit in Frankreich zurück.

"Ruhe, alle miteinander." verkündete Mr. Phillips. Seine Stimme hörte man über das ganze undeutliche Geschwätz hinweg. "Hört auf, zu schwatzen."

"Ich finde, Diana war sehr überzeugend als Prinz." Anne grinste ihre Freundin an.

"Ich auch." Marie zwinkerte dem brünetten Mädchen zu.

"Ich wollte verwegen, stürmisch und ein wenig verrucht sein." Diana grinste.

"Richtig, wer braucht echte Jungs, wir Prinz Wisteria haben." Tillie lachte und die anderen machten schnell mit.

"Wovon redet ihr bitte?" fragt Josie und ging zu der Gruppe von Mädchen.

"Anne hat uns zum Flaschendrehen eingeladen." ertönte Ruby glücklich.

"Euch alle miteinander?" Josie's Stimme wurde wütender, aber Marie spürte die tief liegende Traurigkeit. "Flaschendrehen? Ohne ein paar Jungs? Wenns euch gefällt. Ich bin viel zu erwachsen für solche kindlichen Spielereien."

"Si elle est mature, les cochons peuvent voler." murmelte Marie vor sich hin. Diana prustete vor lachen, da sie verstand, was Marie gerade gesagt hatte. Sie übersetzte es für Anne, die sich schnell am Gelächter beteiligte.

...

"Die auf die die Flasche zeigt, hat die Erlaubniss zu küssen. Es geht immer Mädchen, Junge, Mädchen, Junge." kündigte Josie die Regeln an, als ein paar Mädchen und Jungen im Kreis sassen.

"Wann ist den Cole an der Reihe?" scherzte Billy.

"Könnte das gleiche über dich fragen, Billy." sagte Marie frech zu dem Jungen. Billy warf ihr einen bösen Blick zu und öffnete den Mund, um sich zu rächen, aber Josie unterbrach ihn.

"Jane, setz dich neben deinen dämlichen Bruder." befahl Josie. "Tillie, du setzt dich da drüben hin. Und Anne tauscht den Platz mit Charlie. Marie, machst du mit?"

"Ich passe, Kinder zu küssen die ich kaum kenne klingt wirklich nicht verlockend." antwortet Marie und setzt sich hinter Jane und Billy. Sie zog Grimassen hinter dem Jungen und brachte damit andere zum Lachen.

"Wer dreht das erste Mal?" fragte Josie.

"Diana." Diana beugte sich zögernd vor und drehte die alte Milchflasche. Marie kicherte vor sich hin, als sie beobachtete, wie Billy still betete, dass die Flasche bei ihm stehen bleiben würde.

"Moody." Josie grinste.

"Ich?" fragte der Junge erschrocken und aufgeregt.

"Jetzt musst du küssen. Auf den Mund."

"Schönen guten Tag, Moody." begrüsste Diana den Jungen, als sie und er aufstanden und sich in der Mitte des Kreises trafen.

"Guten Tag, Diana." antwortete Moody. "Ich werde dich jetzt küssen."

Die beiden beugten sich vor und küssten sich auf die Lippen. Moody trat erstaunt zurück, als der Rest der Gruppe klatschte. Marie seufzte und fragte sich, wie ihr erster Kuss sein würde und mit wem.

"Jetzt du, Anne." Josie spuckte den Namen des Rotschopfes förmlich aus.

"Nein, nein!" sagte Billy als Anne sich vorbeugte, um die Flasche zu drehen. "Niemals. Hässliche Waise."

"Wovor hast du Angst, Anne?" grinste Josie. Marie schnappte sich ein beliebiges Buch vom Tisch hinter sich und benutzte es, um Billy auf den Hinterkopf zu schlagen. Er fuhr herum, um sie anzuschreien, aber sie war schon aufgestanden.

"Ich bin weg." Marie liess das schwere Buch auf Billy's Kopf fallen und er schrie erneut vor Schmerzen auf. "Ich kann nicht mehr mit Josie's widerwärtiger Persönlichkeit umgehen. Au Revoir!"

Marie schlenderte zur Garderobe und zog ihren Mantel an, als plötzlich ein vertrauter Rotschopf an ihr vorbeirannte.

"Anne?" rief sie, packte ihre Sachen und rannte ihrer Freundin nach.

"Anne!" Diana rannte aus dem Schulhaus und holte die beiden Mädchen ein. "Warum bist du weggelaufen, Anne?"

"Geht es dir gut?" fügte Marie hinzu und hakte ihren Arm mit Anne's ein.

"Diese Josie Pye! Für jemanden mit so wenig Vorstellungskraft kann sie sich ungewöhnlich grausame Foltern ausdenken!" grummelte Anne. "Warum werde ich gezwungen Menschen zärtlichkeit zu schenken, die indifferent sind oder in manchen Fällen wiederwärtig?"

"Du solltest sie nicht so ernst nehmen, ihr Nachname ist eine Art Essen." rief Marie aus.

"Billy war wirklich nicht nett." fügte Diana hinzu. "Tut mir leid, dass er dich verletzt hat."

"Das ganze hat die Gefühle aller verletzt. Es war nicht konstruktiv." seufzte Anne.

"Kon...struktiv?" fragte Diana verwirrt.

"Für das tiefere Verständnis von Romantik." schnaubte Anne. Die drei setzten ihren Weg zu Green Gables fort, und der Schnee fiel vom Himmel. "Na wenigstens ist der Schnee romantisch."

"Gerade als ich wegging, nahm Moody mich beiseite und sagte, mein Kuss sei wie frische Butter." summte Diana. "Du musst zugeben, dass ist ziemlich romantisch."

"Für dich ist das anders, weil jeder dich küssen will." gab Anne zu. Ein pfeifen riss sie aus ihren Gedanken und sie schauten auf und sahen den Farmhelfer.

"Hallo, Miss. Barry." lächelte Jerry.

"Bonjour, Jerry." antwortete Diana auf Französisch und schockierte ihn leicht.

"Et elle parle Français!Vous êtes le package complet." Jerry grinste und komplimentierte das Mädchen. Marie blieb stumm, beobachtete das Gespräch und verstand es, im Gegensatz zu Anne.

"Votre dialecte est très différent du Français classique." sagte Diana. "Pouvez-vous me comprendre d'accord?"

"Je comprends que tu es la plus belle fille que j'ai jamais vue." komplimentierte er sie erneut, dass Lächeln verliess seine Lippen nicht.

"Lass meine Freundin in Ruhe, Jerry!" sagte Anne und brachte das Gespräch wieder auf Englisch.

"Es ist schon gut, Anne. Er sagte, ich bin das schönste Mädchen, das er  kennt." Diana errötete leicht. "Danke aber du bist sehr frech."

"J'appréciais plutôt l'échange. Mlle Amaryllis Bonnefoy, ravie de vous rencontrer." sprach Marie schliesslich und stellte sich der einzigen anderen französischen Person vor, die sie getroffen hatte. Sie hackte ihre Arme bei Diana und Anne unter und zog sie beide weg von dem französischen Jungen.

"Was ist es für ein Gefühl, überirdisch schön zu sein, Diana?" fragte Anne.

"Das ist sehr nett, aber ich bin nicht so sch-" begann Diana.

"Doch das bist du." unterbrach Anne sie. "Bitte beantworte die Frage. Ich muss es wissen."

"Komplimente sind schön, aber... ich wäre lieber klug." offenbarte Diana.



Das Französische ist nur mit Google Übersetzer übersetzt, also ist es sicher nicht perfekt. Ich habe die deutsche Version aber direkt in der 'du Form' geschrieben, obwohl es im 'vous' steht. Ich weiss, dass 'vous' auf französisch die 'gesiezte' Form ist, aber ich habe nicht das nötige wissen, um es in der 'du Form' zu schreiben. Ich hoffe diese Erklärung hat jemand verstanden 😂

Snowy Days ∆ Gilbert Blythe  german translationGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt