Das Camp
Pov.Kostas
"Raus aus dem Bus. Ihr werdet später in Gruppen in die Zelte eingeteilt. Sucht eure Koffer."rief ein Betreuer uns zu, während die jüngeren schon aus dem Bus rannten, streckte ich mich. Die Fahrt war lang gewesen und die Sitze unbequem.
Ich schnappte meinen Rucksack und versuchte mich in die Schlange, die aus dem Bus führte, einzureihen. Ich kannte hier keinen. Vielleicht war das auch besser so. Ich meine ein Schwuler in einem Feriencamp. Eng bei eng, keine Privatsphäre, Gemeinschaftsduschen und sechs Jungs pro Zelt. Ich denke jeder würde auf Abstand gehen. Als ob ich mir jeden unter den Nagel Krallen würde, nur weil er männlich ist. Ich hasse Vorurteile.
Ich hielt ausschau nach meinem Koffer. Schnell hatte ich ihn in der Menge entdeckt und geschnappt. Wir wurden zu den Pavillons geschickt, unter denen sich eine Menge Bänke befanden. Ich suchte mir einen Platz und beobachtete weiter das Geschehen.
Wir übernachten auf einem Zeltplatz. Allerdings waren wir die einzigen Besucher.
Die Alterspanne war hier von 10 bis 60, wobei man ab 17 als Betreuer mitfahren muss. Ich war einer der ältesten. In ein paar Wochen würde ich 16 werden. Das hier war mein erstes Jahr in diesem Lager, was euch vielleicht schon aufgefallen ist.
Während die jüngeren nicht still sitzen konnten, die ganze Zeit rumschreien und sich mit Stöckern gegenseitig bekämpften, waren die älteren etwas gechillter, unterhielten sich und schienen schon zu wissen, was als nächstes passierte. Die Betreuer zählten uns durch und rannten hin und her. Es war kurz um alles ein wenig durcheinander. Mich störte das herzlich wenig.
"Ruhe!"brüllte einer der Betreuer. Sofort verstummten alle. Jeder hatte Respekt. Ich blickte zu dem Betreuer.
"Also teilt euch mal auf! Sechs Leute pro Tisch!"rief der Typ. Einige standen auf und rannten zu ihren Freunden. Ich blieb am Tisch sitzen. Die Leute schienen auf niemanden zu warten.
"Willst du zu uns?"fragte einer der Typen mich gechillt. Ich zuckte mit den Schultern.
"Warum nicht."antwortete ich und hatte somit eine Gruppe gefunden. Ein paar Sekunden darauf wurde es wieder still. "Die Betreuer werden sich um euch kümmern."rief der Typ wieder und verschwand. Einer kam zu uns. Er musste um die Mitze 30 sein.
"Aufstehen, folgt mir."sagte er und lächelte uns freundlich an. Er führte uns zu einem der Zelte, in denen wir nun eine Woche verbringen würden.
"Macht es euch bequeme. In einer halben Stunde gibt es Frühstück."sagte er und ließ uns in Ruhe. Ich sah mich um. Es war eng, aber ich konnte grade stehen. Unser 'Bett' bestand aus Stroh, über das eine Decke gelegt worden war. Hier würden wir locker alle hinpassen und noch ein wenig Platz haben, obwohl es so eng war. Über dem Strohbett waren Holzbretter befestigt, auf den die anderen ihre Koffer ablegten. Ich tat es ihnen gleich. Danach öffnete ich meinen Koffer und nahm meinen Schlafsack raus. Es war klar das ich am Rand liegen würde. Ich war der neue und die anderen kannten sich sowieso. Also rollte ich meinen Schlafsack außen auf. Das Stroh war bequemer als ihr euch vorstellen könnt. Ich legte ein Kissen dazu und damit war ich fertig. Ich setzte mich auf meinen Schlafsack. Die anderen waren schon längst fertig und unterhielten sich.
"Wie heißt du?"fragten sie mich.
"Ähm...Kostas."antwortete ich knapp.
"Cool, ich bin Rezo das sind Ju, Basti, Toni und Mik."stellte einer der Typen sich und die anderen vor.
Ich nickte und sah zu den Leuten und nahm sie genauer unter die Lupe. Angefangen bei Rezo. Das erste was mir auffielen waren seine blauen Haare, die mich wenn ich erlich bin, an Zahnpasta errinerte, dann war da Ju. Er hatte bräunliche Haare, die allerdings auch gefärbt zu sein schienen. Er sah etwas asiatischer aus. Als nächstes gibt es noch Basti, der wie ein irrer grinste. Er hatte blonde Haare, höchstwahrscheinlich auch gefärbt, und war deutlich größer, als die anderen. Toni hatte wilde braune Haare, trug einen Cowboyhut und schien eher südländischer Herkunft. Zum Schluss gab es noch Mik. Er stach besonders hervor. Er hatte schwarze Haare und trug auch schwarze Kleidung. Eine seiner Augenbrauen besaß einen Cut und sein Blick war skeptisch.
DU LIEST GERADE
Polaroid||YouTube Oneshots
Fanfiction~Polaroid~ Po·la·ro·id /...ˈrɔ͜yt/ Substantiv, Neutrum Start:22.04.19 Ende:19.03.21 Jede gute Geschichte hinterlässt Bilder
