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Ich fasse es immer noch nicht, dass das ganze Rudel plötzlich hinter Ella steht nur weil sie
diesen Verrückten abgeschlachtet hat, den ich extra hier her gebracht habe um ihr eine Falle zu stellen. Aber ich hätte nie erwartet, dass sie so viel Mumm hat, eigentlich dachte ich, dass es einer der Jäger für sie tun wird.
“Alex!” brüllt mein Bruder, “Hör auf zu grübeln und konzentriere dich, ich hätte dir gerade locker deinen Kiefer zertrümmern können”
“Ach das glaubst du doch selbst nicht”, spotte ich.
“Seit Arthur im Krankentrakt liegt bist du ganz anders geworden, was ist los mit dir? Sag
bloß Ella hat recht und du schiebst hier den eifersüchtigen Macker”, stichelt mein Bruder.
“Ich bin garantiert nicht eifersüchtig, ich verstehe nur nicht, dass niemand einsieht, dass sie unfähig ist als Alphatier”
“Und du glaubst du wärst besser dafür geeignet? Junge sie trägt das Blut eines Alphatiers in sich”
“Na und? Sie ist nicht würdig, sie kann nichtmal ihre Jägertruppe leiten”
“Das könnte sie wenn du ihr beigebracht hättest wie man es macht, so wie Arthur dir das aufgetragen hat und sie nicht dauernd herumkommandiert hättest wie einen dummen Rekruten”, meckert er.
“Willst du dich jetzt auch noch gegen mich stellen?”
“Alexej, ich bin dein Bruder, ich werde immer auf deiner Seite bleiben, aber ich denke nunmal zum Wohl des Rudels”
“Achja? Und wieso bin ich dann hier und nicht im Büro des Rudelführers?”
“Alex, sieh es ein. Es ist vorbei. Ich weiß nicht was du für eine Vorstellung hattest, dass du auf Arthurs Stuhl sitzt während eine unterwürfige Ella dir Kaffee serviert oder was weiß ich, aber dir hätte von Anfang an klar sein sollen, dass das niemals so gekommen wäre”
“Das werden wir schon noch sehen, entweder Ella schlägt sich auf meine Seite oder sie wird sehen was sie davon hat”
“Was hast du vor?”, fragt er beunruhigt.
“Als erstes kümmere ich mich um den Wilden”, murmle ich und denke an meinen Plan.
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“Hallo Papa, wie gehts dir?”, erkundige ich mich und trete an sein Bett.
“Ach es geht schon, ich fühle mich nur dauernd müde und schwach”
Schweigend setze ich mich auf einen Stuhl und sehe zu den Blumen die langsam verwelken.
“Bedrückt dich etwas?”, sorgt er sich.
“Bei dir sah es immer so einfach aus wie du das Rudel geführt hast, ich hätte niemals gedacht, dass es so schwer sein wird”, gebe ich zu.
“Für mich war es anfangs auch nicht einfach in die Fußstapfen meines Vaters zu treten, er wurde von allen vergöttert und auch noch Jahre nach seinem Tod wurde ich immer noch mit ihm verglichen, erst als du auf die Welt kamst hörte es auf”
Er erzählt mir noch von Früher bis schließlich die Krankenschwester ihn Ruhe verordnet und ich nach Hause gehe. Aber bevor ich das tue schaue ich im Büro vorbei und arbeite einige
Akten durch, vieles geht um Baugenehmigungen und Finanzplanungen. Plötzlich klopft es an der Tür. Erschrocken fahre ich hoch und blicke in Juliens überraschtes Gesicht.
“Entschuldige, ich wollte dich nicht erschrecken, ich hab Licht gesehen und dachte mir ich besuche dich mal”, lächelt er.
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Der schwarze Leopard
Fantasy》REUPLOAD《 Diese Geschichte handelt von Gestaltwandlern, sie sind uur einen Hälfte Mensch zur anderen Großkatzen. Ella, eine weiße Schneeleopardin, ist eine davon und eines Tages findet sie einen verletzten schwarzen Leoparden, namens Julien.
