Kapitel 9

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“Dass du wirklich alles versuchst mir das Gefühl zu geben endlich dazu zu gehören”
“Um ehrlich zu sein das tue ich gar nicht, du passt dich nur langsam an, und warum sollte
ich meinem liebsten schwarzen Leoparden nicht meine Freunde vorstellen”, kichert sie.
“Liebster schwarzer Leopard?”, wiederhole ich leise.
“Ähm Julien? Wo willst du hin, da ist deine Wohnung”, reißt Ella mich aus meinen Gedanken.
“Oh, achja, stimmt ja”, stelle ich fest.
“Wir sehen uns”, verabschiedet sie sich.
“Ella warte”, stoppe ich sie.
Sie kommt zu mir zurück und sieht mich erwartungsvoll an. Ohne zu zögern nehme ich sie in
den Arm und höre ihr leises kichern an meinem Ohr.
“Huch, was ist denn nun los?”, säuselt sie amüsiert, “Wer bist du und was hast du mit Julien gemacht?”
“Mir wurde gesagt, das macht man so in einem Rudel, oder etwa nicht?”, schmunzle ich und sehe ihr in die Augen.

***

Seine plötzliche Umarmung überrascht mich aber ich lasse ihn gewähren, er kann sich soviel nehmen wie er braucht. Dann lässt er mich los, lächelt schüchtern und verschwindet in seiner Wohnung.
“Da steckst du”, sagt John schwer atmend.
“Was ist denn los?”, erkundige ich mich und stütze ihn.
“Du musst mitkommen, es geht um Arthur”, hustet er und atmet tief durch, “Er liegt auf der Krankenstation, er hatte einen Herzinfarkt”
Sofort verwandle ich mich um noch schneller laufen zu können und betrete die Krankenstation.
“Ella, da bist du ja”, begrüßt der Chefarzt mein Tierwesen.
“Wie geht’s meinem Vater”, will ich sofort wissen nachdem ich mich verwandelt habe.
“Soweit wieder ganz gut, zum Glück war Alexej bei ihm als er die Herzattacke hatte”
“Darf ich zu ihm?”
“Natürlich”
Der Arzt deutet auf ein Zimmer. Ich betrete es und in dem ganzen Raum sind Blumensträuße mit Karten, die Genesungswünsche des Rudels.
“Wie fühlst du dich?”, frage ich vorsichtig.
“Müde, ich bin vollgepumpt mit Medikamenten”, murmelt er.
Sachte streichle ich meinem Vater über die Wange.
“Ella? Es ist soweit, ich werde schwach, du bist nun dran, du musst meine Stelle antreten”
“Was? Aber ich bin darauf nicht vorbereitet!”
“Das ist man nie”
Zwei Tage später versammelt sich die Führungsebene für eine Besprechung in Arthurs Büro.
“Schön dass ihr alle gekomme seid”, begrüße ich die Anwesenden.
Ein Blick durch die Reihen zeigt mir dass alle wenig Begeisterung haben hier zu sein.
“Ihr wisst warum ihr hier seid, Arthur hatte einen Herzinfarkt, wir müssen unser Vorgehen neu verhandeln”

Der schwarze LeopardWo Geschichten leben. Entdecke jetzt