“Ella, willkommen, was gibt es denn? Möchtest du mich schon wieder übers Ohr hauen?”, begrüßt mich der Rudelführer.
“Nein natürlich nicht”, verteidige ich mich schnell, “Ich habe nur ein paar Fragen”
“Achja, und die wären?”
“Du sagtest der Kerl der diese Information zugesteckt hat, hat sich als Julien vorgestellt?!”
“Ja das hat er"
“Okay und wie genau sah der nochmal aus sagtest du?”
“Dunkle Mandelaugen, schwarzbraune Haare, dunkle Tattoos an den Armen”
“Dunkle Tattoos?”, wiederhole ich skeptisch.
“Ja, sah nach so einem Drachen aus”
Julien hat tatsächlich ein Drachentattoo stelle ich enttäuscht fest.
“Hm okay, erinnerst du dich was er dir genau gesagt hat?”
“Ella wieso willst du das alles wissen? Ich dachte du hast den Schuldigen bereits bestraft”
“Habe ich, aber irgendwas ist da faul”
“Euer ganzes Rudel ist scheinbar faul”, knurrt er und spielt auf die Falle an.
“Ich weiß dass unser Verhältnis etwas gelitten hat, aber wenn du mir in dieser Sache hilfst
verspreche ich dir, gewähre ich deinem Rudel das Nutzungsrecht unseres nördlichen Ackerlands”
“Eines muss man dir lassen, in Verhandlungssachen bist du mir definitiv lieber als dein Vater”, grient er.
“Also was ist jetzt?”
Er erzählt mir genau was Julien gesagt hat und mit den neuen Informationen verlasse ich ihn.
“Ach eins noch, was hatte er an der anderen Hand tätowiert?”, frage ich.
“Keine Ahnung, sah wie ein Fisch aus, vielleicht ein Koi oder so”, überlegt er.
“Bist du dir da ganz sicher?”
“Ja, ich bin nicht blöd, auch wenn du das vielleicht von mir denkst”, brummt er.
Ich bin mir sicher, dass Julien keinen Fisch auf seinen Armen trägt aber zur Vorsicht will ich
mich vergewissern. Als Schneeleopard laufe ich zur Stelle wo ich vorhin auf Julien traf. Und tatsächlich finde ich ihn in einem Baum schlafend.
“Julien?”, rufe ich und der schwarze Leopard hebt müde den Kopf.
Er blinzelt skeptisch und erhebt sich. Elegant kommt er von dem Baum runter und kaum treffen seine Pfoten auf den Boden verwandelt er sich.
“Du bist ja zurückgekommen”, staunt er.
Schnell greife ich nach seinen Armen und suche sie nach einem Fisch ab.
“Was machst du da?”, möchte er irritiert wissen.
Ich finde auf keinem der Arme ein passendes Tattoo und mir fällt ein Stein vom Herzen.
Ohne zu zögern umarme ich ihn.
“Könntest du vielleicht mit mir mal reden?!”, plappert er und erwidert unbewusst die Umarmung.
“Du warst es nicht”, murmle ich glücklich.
“Was war ich nicht?”
“Du hast mich nicht verraten”
“Ach, was du nicht sagst”, motzt er beleidigt und geht einen Schritt zurück.
“Es tut mir leid Julien, es gab keinen Zweifel für mich, die ganzen Beweise standen gegen dich und ich habe meinen Leuten vertraut, dass sie alles überprüfen”, entschuldige ich mich reumütig.
“Das heißt also du glaubst mir endlich?”, will er unsicher wissen.
Ich nicke lächelnd und umarme ihn noch einmal.
“Kann ich wieder zurück?”, nuschelt er leise in meine Haare.
“Noch nicht”, enttäusche ich ihn, “Erst muss ich den wahren Täter finden”
“Okay, ich verstehe”, murmelt er traurig, “Sag mir wenn ich dir dabei helfen kann”
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Der schwarze Leopard
Fantasía》REUPLOAD《 Diese Geschichte handelt von Gestaltwandlern, sie sind uur einen Hälfte Mensch zur anderen Großkatzen. Ella, eine weiße Schneeleopardin, ist eine davon und eines Tages findet sie einen verletzten schwarzen Leoparden, namens Julien.
