Ich sah in überhaupt nicht kommen, jedoch wurde Jackson im nächsten Moment blitzschnell von mir weggerissen und flog geradewegs gegen die Wand.
Prinz Draco raste in einem Affentempo auf ihn zu und packte ihn unsanft am Kragen, nur um ihn erneut zu Boden zu schmettern.
Ich war so erschrocken über sein plötzliches Erscheinen, dass ich einfach schockiert stehen blieb und aufmerksam das Schauspiel betrachtete.
Leyla hatte sich inzwischen in der nächstbesten Ecke verkrochen und weinte dort bitterlich, ihr Kopf ruhte in ihrem Schoß und sie hatte ihre Arme krampfhaft um ihren Oberkörper geschlungen.
Ich wäre zu ihr gegangen, wollte jedoch den Prinzen nicht erneut erzürnen und war viel zu schockiert von dem Schauspiel, als dass ich an Leyla hätte denken können.
Er schleuderte Jackson regelrecht wie einen nassen Lappen durch den Raum, hob ihn wieder hoch um seinen Schädel erneut mit voller Wucht gegen die harte Steinwand zu donnern.
Sein eigenes Blut floss an seinem Gesicht hinab und Prinz Draco schien ihn tatsächlich im Griff zu haben, worüber ich ungelogen sehr glücklich war.
Noch einmal schmetterte der Prinz seinen Schädel gegen die Mauer, als er letztlich reglos zu Boden fiel und sich nicht mehr rührte.
„Jeremy!", er kam auf mich zu und ich kniff meine Augen ängstlich zusammen, wartete auf den kommenden Schmerz, den mir der Prinz erneut zufügen würde.
Doch nichts geschah.
Als ich meine Augen wieder öffnete, stand Prinz Draco nur einige Zentimeter von mir entfernt und schenkte mir ein solch barmherziges Lächeln, was mir in den letzten Jahren niemand gezeigt hatte.
Er schlang seine Arme um mich und drückte mich behutsam an seinen Brustkorb, der eine ungewöhnliche Wärme ausstrahlte und strich mir mit der Hand beruhigend über den Rücken.
Ich schluchzte leise und drückte meinen Kopf fester an seine Brust, da mich meine Gefühle überrollten und ich mich nicht mehr beherrschen konnte.
„Shhh", beruhigte er mich und legte seine Hand behutsam an meinen Hinterkopf.
„Ich bin da, alles ist wieder gut", hauchte er und tatsächlich beruhigten mich seine Worte und ich genoss einfach nur diese Umarmung, denn mich hatte seit meiner Kindheit niemand mehr so liebevoll behandelt.
Ich seufzte leise und schloss beruhigend meine Augen, was dem Prinzen ein Kichern entlockte.
Ich blendete mein Umfeld und Leyla dabei vollkommen aus, konzentrierte mich lediglich auf den Prinzen und zog seinen angenehmen Duft ein, der mich beruhigte und mir ein gutes Gefühl vermittelte.
„Er h-hat mich gebissen, Ich-..", ich stotterte unsicher, jedoch unterbrach mich der Prinz sogleich sanft und zog mich enger an sich.
„Ich weiß, Jeremy. Ich weiß. Ich werde dir helfen, es zu kontrollieren und damit umzugehen. Ich helfe dir, versprochen.", sprach er ruhig und ich nickte kaum merklich.
Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich noch eine so ungeheure Angst vor dem Prinzen, dass ich es nicht wagte, in seiner Gegenwart überhaupt etwas von mir zu geben.
Und jetzt lag ich in seinen Armen.
„Und J-Jackson?", fragte ich stotternd und bekam langsam mein Schluchzen unter Kontrolle.
„Es gibt nur eine Möglichkeit, ihn auszuschalten.", erklärte er mir und löste sich so langsam von mir, nur um mir danach intensiv in die Augen schauen zu können.
„Wir müssen ihn weg sperren und er darf nicht einen Tropfen Blut trinken, als Schutzreaktion des Körpers fällt er dann in einen endlos langen Schlaf, der nur unterbrochen wird, sollte er erneut Blut kosten dürfen.", erklärte mir der Prinz und ich weitete erstaunt meine Augen, denn davon hatte ich noch niemals gehört.
„Normale Vampire kann man ebenfalls mit Silber und Sonnenlicht töten, doch um bedeutendere Vampire wie mich oder Jackson aus dem Weg zu schaffen, benötigt es deutlich mehr.", sprach er weiter und ich hatte niemals erwartet, dass er mir das alles einfach so offenbaren würde.
Er bemerkte meinen verwirrten und überraschten Blick, weshalb er leicht lächelte, was ich an ihm bisher noch nicht gesehen hatte.
Doch es gefiel mir. Es zeigte, dass doch etwas Gutes hinter der Hülle des eiskalten Blutsaugers steckte und er noch immer menschliche Gefühle in sich hatte.
Und sein Lächeln ließ mein Herz erweichen.
„Jeremy, du bist nun einer von uns. Ich werde dich lehren, wie du mit den neugewonnenen Kräften umgehst und sie kontrollierst, den Durst unter Kontrolle halten kannst und deine Kräfte nach Belieben nützlich einsetzen wirst.", erklärte er und seufzte leicht.
„Was ist mit Leyla?", wagte ich mich zu fragen, als ich sie in der Ecke erblickte und voller Angst eingeschüchtert ihren Blick hob.
Der Prinz schien sich beherrschen zu wollen und knirschte lediglich mit den Zähnen, bevor er antwortete.
„Sie ist frei und kann natürlich gehen.", erwiderte er darauf bloß und rang sich ein leichtes Lächeln ab, was ich sogleich erwiderte.
„Ich will nur, dass du weißt, dass du nun kein Sklave mehr für mich bist und ich dich in meinem Hause aufnehme. Du wirst behandelt wie jeder andere Vampir und ich werde alles tun, um dich zu schützen. Natürlich bist du frei, was bedeutet, dass du jederzeit gehen kannst."
Mir fiel auf, wie schwer sich der Prinz damit tat, seinen letzten Satz laut auszusprechen und er sah mir intensiv in die Augen, als würde er nun eine Entscheidung von mir erwarten.
Doch als er hier herkam um mich vor Jackson zu retten, mir einen Wohnsitz in seinem Schloss anbot und mich in die Arme schloss, war meine Entscheidung bereits gefallen.
„Ich würde gern bei Euch bleiben.", erwiderte ich darauf und das Lächeln des Prinzen wurde breiter, ehe er mich näher zu sich zog.
„Bitte duze mich doch, mein kleiner Vampir.", hauchte er und grinste dabei, wodurch ich ebenfalls Grinsen musste und er im nächsten Moment seine Lippen auf meine legte, mich in einen innigen Kuss zog und ich zufrieden seufzend erwiderte.
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Das ist für alle Draco x Jeremy Shipper xD
Habt ihr das kommen sehen? Was haltet ihr so von dem Kapitel? ;)
Und nein, das ist noch nicht ganz das Ende!
(Danach müssen wir uns wohl mal über eine Fortsetzung unterhalten 😏)
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Vampire's Slave
Vampire✔️Abgeschlossen Fortsetzung: Vampire's Love Der Junge Jeremy lebt in einer Welt, in welcher Vampire die Erde übernommen und die Menschheit versklavt haben. Seitdem er denken kann dient er Lady Sara, eine überaus angesehene Adlige unter den Vampir...
