Es dauerte nicht mehr lange, da war es so weit.
Vor mir erstreckte sich das riesige, düstere Schloss, in welchem ich wahrscheinlich die schlimmste Zeit meines Lebens verbracht hatte.
Wäre Leyla nicht dort, so wüsste ich, dass ich dieses Horrorhaus niemals wieder in meinem Leben freiwillig betreten würde.
Doch Leyla hatte es nicht verdient, dort für den Rest ihres höchstwahrscheinlich kurzen Lebens dort eingeschlossen und versklavt zu sein.
Ich würde ihr den Sonnenaufgang und die Sterne zeigen, mit ihr gemeinsam unter der untergehenden Sonne zu Abend essen. Alles was sie in ihrem bisherigen, jämmerlichen Leben verpasst hatte.
Doch dafür musste ich sie zuerst retten!
Durch den Vordereingang konnte ich unmöglich gehen, da würden mich die Wachen bereits entdecken, wenn ich das Schloss nicht einmal betreten hatte.
Ob es einen hinteren Eingang gab? Ich konnte es nur hoffen, denn wenn dies nicht der Fall war, ergab sich keine Möglichkeit für mich, ungesehen in das Schloss einzudringen.
Der Garten, welcher kreisförmig um das Schloss herum gezogen wurde, war längst nicht so gepflegt wie der in Prinz Draco's Schloss, weshalb das Gras ungewöhnlich hoch war und ich mich perfekt hindurch schleichen konnte.
Prinz Draco.. Ob er mich bereits sucht?
Stellte ich mir immer wieder die Frage, aber wenn er mich hätte finden wollen.. Er war ein Vampir, also hätte er mich nicht längst gefunden, wenn das sein Anliegen gewesen wäre?
Vielleicht war ich auch bloß lediglich ein weiterer Sklave von ihm, von denen er schon mehr als genug hatte. Also warum sollte der Prinz freiwillig seine Zeit damit verschwenden, nach nur einem entlaufenen Sklaven zu suchen? Er besaß tausende, was interessierte ihn schon einer davon?
Ich hoffte inständig, dass meine Gedankengänge Recht behielten, denn wenn der Prinz hier auftauchen und nach mir suchen würde, wäre mein Plan so gut wie gescheitert.
Aber er würde doch nicht gerade hier suchen, oder? Außer seine übernatürlichen Fähigkeiten erlaubten es ihm, meinen Standort zu erfahren. Oder er wusste bereits, dass ich Leyla helfen wollte? Er hatte ja sogar herausgefunden, dass ich sie geküsst hatte.
Ich seufzte leise. Ich durfte mir jetzt nicht meinen Kopf darüber zerbrechen, sondern mich lieber darauf konzentrieren, wie ich das jetzt am besten anstellte.
Ich scannte also den hinteren Bereich des Schlosses nach einer Tür ab, entdeckte auf den ersten Blick jedoch keine einzige.
Doch was ich entdeckte, war ein Balkon.
Und die Tür stand offen.
Er war nicht zu weit oben, als das er unerreichbar für mich wäre. Jedoch war es auch nicht zu leicht, dort hinauf zu gelangen. Ranken zogen sich bereits um das gesamte Schloss, und wie es aussah, könnten diese vielleicht sogar mein Gewicht aushalten.
Einen Versuch war es Wert.
Ich schaute mich also noch einmal ganz genau um, dass auch wirklich niemand hier war und mich entdecken könnte, da schlich ich aus meinem Versteck und machte mich an den grünen Ranken zu schaffen, welche ich in meinem bisherigen Leben noch nie gesehen hatte.
Ein wenig mulmig zumute war mir dabei schon, doch glücklicherweise hatte ich keine Höhenangst.
Ich zog mich also nacheinander an den eigenartigen Pflanzen nach oben, welche manchmal in meine Haut stachen oder ähnliches, was ich jedoch einfach ignorierte.
Es kostete mich eine Menge Kraft, mich dort hinaufzuziehen, von der ich erst dachte, dass ich sie überhaupt nicht hatte.
Ich kam nicht einmal ins Schwitzen oder meine Kraft ließ nach, eher im Gegenteil, ich wurde schneller. Wie konnte das überhaupt möglich sein?
Als würde mein Geist ein Eigenleben entwickeln und die Grenzen meines schmächtigen Körpers dabei problemlos überschreiten, doch das ging doch eigentlich gar nicht, oder?
Jedenfalls gelangte ich in unglaublich kurzer Zeit nach oben, und lugte kurz über das Ende des Balkons. Die Tür stand weit offen, sodass ich in die Wohnung hineinsehen konnte.
Jedoch regte sich darin nichts und so wie es aussah, war der Besitzer dieser Wohnung nicht daheim.
Nur hoffentlich betrogen mich meine Augen nicht, und es war wirklich niemand in diesem Raum, denn dann wäre ich geliefert.
Bitte sei nicht da
Bitte sei nicht da
Bitte sei nicht da,
dachte ich dabei immer wieder, als ich über das Geländer des Balkons stieg und vorsichtig in die Wohnung eintrat. Ich atmete erleichtert aus, als mir klar wurde, dass tatsächlich niemand hier war.
Glück gehabt.
Ich bahnte mir einen Weg durch die verschiedenen Räume um die Tür zu finden, welche in das Innere des Schlosses führte, jedoch fand ich sie einfach nicht. Diese Wohnung war größer, als ich erwartet hatte.
„Komm schon, irgendwo muss die doch sein!", murmelte ich, bereits leicht panisch, als ich schon die gesamte Wohnung abgegrast hatte.
Und dann hörte ich, wie sich die Eingangstür öffnete.
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Ich weiß, ist ein mieser Cut xD
Was denkt ihr, passiert jetzt und wer könnte durch die Tür kommen? Jemand, den Jeremy schon kennt? ;)
Noch was:
Ich weiß, Eigenwerbung stinkt, aber ich bin gerade dabei ein neues Buch zu schreiben, was ein ganz anderes Genre anspricht als meine letzten bisher xD
An alle von euch, die Thriller lieben und sich gerne mal ein bisschen gruseln: Schaut doch gern mal vorbei, ich hoffe ich sehe ein paar von euch in den Kommentaren wieder :)
Die Story heißt „Canvas of Evil", und sie ist anders als alle meine Storys bisher.
Klappentext:
Die Wahrheit hat nur eine Farbe, die Lüge mancherlei. Doch bist du dazu in der Lage, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden?
Detective July Millers steht vor der womöglich größten Aufgabe ihres Lebens.
Als sie erfährt, dass ein Serienkiller nahe ihrem Heimatort seit Neustem sein Unwesen treibt, zögerte sie nicht lange und will den Fall in die Hand nehmen.
Ihr Chef und Mentor, der seit ihrer Ausbildung bereits viel von July hält, überlässt ihr diese Chance und sie will alles in ihrer Macht Stehende tun, um den skrupellosen Killer zu überführen.
Als sie erfährt, dass ein Schwerverbrecher, welcher seine Zeit bereits im Hochsicherheitstrakt absitzt, wissen könnte, um wen es sich bei dem Serienkiller handelt, zögert sie nicht lange und arrangiert ein Treffen mit ihm.
Was er getan hat? Über 50 Menschen auf dem Gewissen, und July sitzt gegenüber von ihm.
Doch das ist noch nicht alles: Der Serienkiller scheint auf July aufmerksam geworden zu sein und der Fall droht aus den Fugen zu geraten, doch sie gibt nicht auf.
Die Jagt beginnt.
Doch ist July auch der Jäger?
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So, das war der Klappentext der Story xD
Ich hoffe, dass ich einige von euch irgendwie damit angesprochen habe und ihr mal reinschaut :)
( Sorry für Eigenwerbung xD)
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Vampire's Slave
Vampirgeschichten✔️Abgeschlossen Fortsetzung: Vampire's Love Der Junge Jeremy lebt in einer Welt, in welcher Vampire die Erde übernommen und die Menschheit versklavt haben. Seitdem er denken kann dient er Lady Sara, eine überaus angesehene Adlige unter den Vampir...
