Zayns Pov
Mein Körper spannte sich automatisch an als ich diese Stimme hörte. Simon, der Typ dem ich den Arm ausgekugelt hatte, dieses verdammte Arsch. Okay er konnte nichts dafür das er Toret hatte, aber was er gerade gesagt hatte war kein Toret gewesen:
"Na kleine Schwuchtel, schon wieder draußen?"
Mit zu Fäusten geballten Hände drehte ich mich auf dem Flur um und sah in seine hasserfüllten braunen Augen.
"Sieht so aus"
Ich bemühte mich um einen möglichst ruhigen distanzierten Tonfall, doch die Wut schwang ganz eindeutig mit. Er legte seinen Kopf schief so das seine Haare in seine Stirn fielen.
"Hör zu, da du nicht wusstest das ich Toret habe, verzeihe ich dir."
Er log, ganz eindeutig, aber jetzt konnte ich eh nichts machen also nickte ich nur und ging Richtung meines Zimmers. Erst als ich kurz vor der Tür stand fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Simon konnte nichts, aber auch gar nichts, gegen mich ausrichten wenn er sich mit mir prügelte, und das wusste er, aber Louis war etwas anderes, er war kleiner und schmächtiger, ohne jede Verteidigungsmöglichkeit. Und genau in diesem Moment rannte ich zurück. Ein Krankenschwestern mit braunem Zopf schaute mich verdutz an, ich ignorierte sie und bemühte mich die Glastür vor mir auf zu kriegen bevor ich dagegen rannte.
Ich schlitterte gerade rechtzeitig um eine Ecke um zu sehen wie Simon auf Louis eintrat. Ich wollte schreien auf Simon einschlagen, doch alles was mein Körper, glücklicherweise, tat, war zu ihnen zu rennen, Simon weg zu stoßen und mich über Louis zu hocken. Dieser krümmte sich vor Schmerzen und zitterte heftig. Er zuckte zurück als ich ihn anfasste, er erwartete wohl einen weiteren Schlag, sein eines Auge war schon ein wenig geschwollen und an seinem Körper lief Blut hinab. Am liebsten hätte ich Simon hier und jetzt umgebracht, ab ich konnte Louis nicht alleine lassen.
Eine Hand zog mich sanft beiseite und ich hörte Simon hinter mir schreien das ich Louis doch verprügelt hätte und warum sie jetzt ihn abführten. Okay sie führen ihn nicht richtig ab sondern wiesen ihn an seine Sachen zu packen, da er jetzt in die geschlossene kommen würde. Ich starrte immer noch auf Louis als einige Sanitäter ihn weg trugen. Liam stand neben mir vergewisserte sich kurz das es mir gut ging, und folgte dann den Sanitätern in ein Krankenzimmer. Ich starrte ihnen paralysiert hinterher und stand eine ganze Weile einfach nur da. Erst Minuten später hatte ich realisiert was gerade passiert war und rannte zu den Krankenzimmern einen Gang weiter.
Eine junge Frau wartete dort auf mich und sagte irgendetwas von: Nein sie können da noch nicht rein, Nachher und ihm geht es bestimmt bald wieder gut. Begriff sie nicht das ich das nicht hören wollte? Ich wollte nur meinen kleinen Lou wieder sehen, mich selbst vergewissern das Simon es verdient hatte umgebracht zu werden.
Ehe ich nur einen Satz sagen konnte knickten meine Beine weg und ich lies mich einfach nur auf den Linoleum Boden sinken. Vergrub meinen Kopf in meinen Händen und weinte. Vollkommen hemmungslos und zum ersten mal seit ich fünf war. Ich hatte damals nicht geweint, nicht als Er gestorben war, nicht als man mich hier rein gesteckt hatte, nicht als man mir sagte mein Opa wäre tot. Aber jetzt, jetzt bei etwas kleinem unbedeutendem Vorfall, okay er war nicht unbedeutend aber nicht bedeutend genug, weinte ich. Vor ner beschissenen Fremden, wegen einem Typen den ich seit drei Tagen kannte. Und so schnell hörte ich damit auch nicht wieder auf. Geschlagene dreißig Minuten saß ich auf dem Boden und flennte.
Bis Liam kam und mich mit den Worten: Du kannst zu ihm, erlöste. Ich schaute in seine großen braunen Augen und sprang förmlich auf, rannte auf die Tür zu, und voll dagegen. Nur war mir das gerade egal, ich riss sie auf und sah Louis. So schlimm zugerichtet war er gar nicht. Ein blaues Auge, einige Prellungen, eine seiner Wunden war wieder aufgeplatzt. Mehr nicht. Doch ich war trotzdem heil froh.
"Hast du dich etwa mit Simon geprügelt?"
Fragte Louis entsetzt. Ich lachte auf, bis ich das Blut an meiner Nase bemerkte.
"Ne mit der Tür"
Louis lächelte, dieses unverwechselbare Louis lächeln, und klopfte neben sich auf das Bett. Ich folgte der Stummen Aufforderung und legte mich neben ihn. Und so schliefen wir ein. Eng aneinander gekuschelt in einem Krankenbett und von Kameras beobachtet. Und es war mir Egal. Alles war mir egal, nur nicht MEIN Louis.
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My little Psychopath [Zouis]
FanfictionWas würdest du tun, wenn dein Glück dich im Stich lässt, du jeden Tag aufs neue gemobbt wirst, nur weil du schwul bist, ein Typ dich nur ins Bett kriegen will weil er eine Wette verloren hat und deine Mutter dich, wegen deinem Selbstmord versuch zum...
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