Louis Pov
Sekunden vergingen in denen Zayn und ich uns einfach nur in die Augen sahen.
>>Das werde ich aber nicht zu lassen.<<, hauchte Zayn. >>Ich will, dass du dein Leben wieder liebst, dass du lachst und herum alberst. Ich will, dass du einfach wieder glücklich bist und es ist mir egal, was ich dafür tun muss.<< Er lehnte sich vor und drückte mir einen Kuss auf die Stirn. Für den kurzen Moment, schloss ich die Augen und genoss es schon beinah seine Lippen auf meiner Haut zu fühlen, aber das durfte ich nicht. Ein zweites mal würde ich ein gebrochenes Herz nicht überstehen. >>Ob du willst oder nicht, ich werde für dich da sein.<< Zayn stand auf. Sanft zog er mich ebenfalls auf die Beine und schob mich zum Waschbecken .Vorsichtig nahm er meinen Arm und hielt ihn unters Wasser um das Blut abzuwischen, dabei stand er hinter mir und griff er um mich herum. Ich konnte seinen Atem in meinem Nacken spüren. Vom Boden nahm er den Verband, den ich vorhin geklaut hatte und packte ihn aus um ihn anschließend um die Wunden zu wickeln. Dabei war er unglaublich vorsichtig.
Er hob mich hoch und trug mich in das Schlafzimmer, wo er mich auf meinem Bett ablegte und zudeckte.
>>Probier ein wenig zu schlafen. Ich weck dich, wenn es Abendessen gibt.<< Er strich mir durchs Haar und verschwand dann wieder im Badezimmer. Misstrauisch sah ich ihm nach. Für Jemanden, der nicht lieben konnte, war er gerade extrem liebevoll. Überraschender Weise wurde ich tatsächlich müden. Zayn kam zurück ins Zimmer. Er schob die Kommode zurück auf ihren Platz. Wieso stand sie überhaupt vor der Tür? Die Antwort interessiert mich gar nicht mehr, als Zayn sich zu mir legte und sanft in seine Arme zog.
>>Zayn...<<, murmelte ich.
>>Vergiss es, ich geh nicht weg. Du wirst dich damit abfinden müssen, dass ich hier jetzt liege.<< Da ich keine Lust hatte mit ihm zu diskutieren, ließ ich es auf sich beruhen und schloss einfach die Augen wieder. Zayn fing an mir durchs Haar zu streichen, was für ein angenehmes Kribbeln sorgte.
Wenn ich ganz ehrlich zu mir war, musste ich mir eingestehen, dass ich nicht dabei war mich in ihn zu verlieben, sondern schon längst mein Herz an ihn verloren hatte, aber das würde ich nicht zugeben. Es musste einfach einen Weg geben ihn nicht zu sehr in mein Leben zu lassen.
Langsam glitt ich ins Reich der Träume, doch auch dort ließ Zayn mich nicht los.
>>Louis?<<, flüsterte mir eine warme Stimme ins Ohr. Ich brauchte einige Sekunden um zu erkennen, dass es Zayn war. >>Hey, aufwachen, es gibt Abendessen.<< Murrend vergrub ich das Gesicht in seinem T-Shirt für einen kurzen Moment, bevor ich mich aufsetzte und mir die Augen rieb. Ich stellte fest, dass Zayn mich anlächelte.
>>Geh schon mal vor. Ich will noch eben duschen.<< Mit diesen Worten stand ich auf. Zayn sah mich nachdenklich an.
>>Na schön, aber wenn du in einer Viertelstunde nicht im Speisesaal bist, komm ich wieder.<< Ich nickte. Er stand nun ebenfalls auf und ging Richtung Tür. Bevor er komplett verschwand, warf er mir noch einen letzten Blick zu. Ich ging ins Badezimmer. Sowohl das Blut wie auch die Scherbe waren verschwunden, aber na gut, ich hatte immerhin noch einige Scherben versteckt und notfalls würde ich ein neues Bild zerbrechen. Was wollte Zayn dagegen tun? Alle Bilder abhängen?
Schnell ging ich duschen und zog mich anschließend an. Zehn Minuten später machte ich mich auf den Weg zum Speisesaal.
Als ich den Saal betrat entdeckte ich direkt Zayn und Harry. Der Lockenkopf winkte mir zu, während Zayn mir ein Lächeln schenkte. Auch wenn ich zu gerne zu den Beiden wollte, ich sollte mich von Zayn fernhalten, also suchte ich mir einen anderen freien Platz.
>>Hey.<<, wurde ich direkt freundlich begrüßt von einem Jungen mit braunen etwas längeren Haaren.
>>Hi.<<, erwiderte ich und probierte zu lächeln.
>>Bist du neu hier?<< Als Antwort nickte ich. >>Ich bin Ashton und du?<<
>>Louis.<<
>>Freut mich, dich kennen zu lernen.<< Gerade als ich etwas erwidern wollte, wurde das Essen auf die Tische gestellt. Es gab Brötchen und alles mögliche zum Belegen. Sofort krallte Ashton sich eins und schnitt es auf. Nachdenklich betrachtete ich das Messer, welches neben meinem Teller lag. Eigentlich wäre das ja noch besser als die Scherben, aber dafür müsste ich es erst mal hier raus geschmuggelt bekommen. Schnell wand ich mein Blick vom Messer ab, damit Niemand Verdacht schöpft. Ich sah mich um. Ein paar braune Augen musterten mich genau.
Während ich aß überlegte ich mir einen Plan. Das dreckige Geschirr mussten wir selbst wegbringen, also fiel es nicht auf, wenn ein Messer fehlte, zumindest nicht sehr schnell. Ich könnte es unter meinen Verband schieben, da würde es nicht raus fallen. Jedoch musste ich vor Zayn aus dem Speisesaal kommen, ansonsten würde er mich am Eingang abfangen. Ich sah auf und bemerkte, dass Ashton mit mir redete.
>>Können wir das Gespräch auf später verschieben? Ich muss noch was erledigen.<<, fragte ich.
>>Ähm … okay. Was hast du denn hier drin zu erledigen?<<
>>Tut mir leid, ich hab gerade wirklich keine Zeit. Ich erzähl es dir später.<< Vorausgesetzt mir fiel bis dahin eine vernünftige Erklärung ein.
>>Na gut.<<Ashton schenkte mir noch ein fröhliches Lächeln, ehe ich aufstand um mein Geschirr wegzubringen. Beim Aufstehen schob ich schnell das Messer in den verband und brachte den Rest dann weg. Kurz sah ich zu Zayn, dieser sah mich schon fast panisch an.
Kaum war die Tür hinter mir zu gefallen begann ich zu rennen. In meinem Zimmer würde Zayn mich sofort vermuten, also rannte ich einfach. Schlussendlich wusste ich selbst nicht mehr wo ich war. Nach und nach öffnete ich ein paar Türen bis ich ein Zimmer fand, welches unbewohnt war. Schnell betrat ich das Zimmer und schloss hinter mir die Tür. Ich ging ins Badezimmer, wo ich das Messer aus dem Verband zog. Den Verband wickelte ich ab. Langsam ließ ich mich zu Boden gleiten und starrte einfach aufs Messer. Irgend was hielt mich davon ab den ersten Schnitt zu machen.
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My little Psychopath [Zouis]
FanfictionWas würdest du tun, wenn dein Glück dich im Stich lässt, du jeden Tag aufs neue gemobbt wirst, nur weil du schwul bist, ein Typ dich nur ins Bett kriegen will weil er eine Wette verloren hat und deine Mutter dich, wegen deinem Selbstmord versuch zum...
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