Zayns Pov
"Louis?"
Schrie ich durch die Gänge.
"Louis?!"
Wieso antwortete er nicht? Wo war er? Wieso war er weg gelaufen? Okay eigentlich konnte ich mir denken wieso er weg gelaufen war. Aber ich wollte es nicht wahr haben und wo war er hin gelaufen? In sein Zimmer in mein Zimmer in irgendein leeres Zimmer? Meine Hand begann zu zittern und mein Atem ging noch schneller als durch das laufen eh schon und mein Herz hämmerte gegen meine Brust als wollte es weg laufen.
"Louis?!"
Und schon wieder keine Antwort. Verdammt. Auf meinem Weg durch die Gänge zu meinem Zimmer stieß ich alle offenen Türen auf und sah ins Bad. Kein Louis. Natürlich gut das ich ihn nicht beim ritzen erwischte, aber ich hätte ihn lieber schnell gefunden.
Vierzig Minuten später war ich vollkommen außer Atem und durch die ganze Abteilung gerannt. Ich hatte Louis nirgendwo gefunden, nicht in meinem Zimmer nicht in meinem Zimmer, nicht im Krankenzimmer, in keinem leeren Zimmer, in keinem Zimmer von anderen Patienten, nicht bei den Büros, nicht in den Behandlungs und Beratungsräumen. Kurz gesagt: NIRGENDWO!
"Liam?Liam? Wo ist Liam?"
brabbelte ich den nächst besten an der mir über den Weg lief.
"Hinter dir"
Antwortete Liam für die vollkommen überforderte Patientin die ich umgerannt hatte.
"Wieso bist du denn so aufgedreht? Hat dir irgendwer Medikamente gegeben?"
"Nein! Aber... Louis! Er ist weg!"
"Wie weg? Er kann ja nicht weg sein, schon vergessen, du bist hier in der Psychiatrie Zayn"
"Ich habe aber überall gesucht! Und er war nirgendwo im Gebäude."
Liams Augen weiteten sich in einer Vorahnung. Ich nickte nur stumm um seine Befürchtungen zu bestätigen.
"Wieso sollte er so was tun?"
Fragte Liam mich, bemüht sachlich.
"Ben war hier..."
"Ben? Wer zum Teufel ist Ben?"
Man hörte die Aufregung letzten Endes doch sehr gut durch. Seine Stimme zitterte Bedrohlich und war gepresst leise.
"Der Typ wegen dem Louis überhaupt hier drin ist. Hat ihn vollkommen verarscht als Lou jünger war und ihn danach in Grund und Boden gemobt. Heute ist er hier aufgetaucht. Ich habe Louis angeboten mit ihm zu reden während er weit genug weg sitzt um zuzuhören aber nicht von Ben gesehen wird. Ben meinte zu mir er hätte sich in Louis verliebt, damals, und würde alles bereuen was er getan hat und wollte sich entschuldigen. Er meinte er konnte sich nie eingestehen das er schwul war und so weiter. Louis ist einfach aufgesprungen und weg gerannt! Liam bitte hilf mir! Ich kann ihn nirgendwo finden!"
Liam raufte sich die Haare.
"Okay wo hast du denn schon geguckt?"
"Essenssäle, mein Zimmer, sein Zimmer, Kranken zimmer, Behandlungszimmer, Betreuer räume, Bücherei, Aufenthaltsräume, leere Zimmer ein Paar in denen Leute wohnen die mich rein gelassen haben, Besucherraum, Empfangshalle, Erste Schleuse zur geschlossenen."
"oh... ähm... Scheiße!"
"Sag ich ja"
Liam fing an mit seinem Fuß auf und ab zu wippen.
"Okay ich habe eine Idee. Du gehst auf dein Zimmer und wartest da ob er zu dir kommt. Ich sage den anderen Bertreuern bescheid das sie nach ihm ausschau halten sollen und wenn sie ihn finden ihn sofort zu dir bringen sollen. Okay?"
Ich nickte nur und murmelte ein "Danke" Es machte mich wahnsinnig nicht zu wissen wo er war und was er da tat. Ja das war vielleicht ein wenig besitzergreifend aber irgendwie war ich ja auhc für ihn verantwortlich.
Bevor ich in mein Zimmer ging sagte ich Ben noch das er gehen sollte. Er bestand darauf das ich seine Nummer bekam, obwohl ich hier kein Handy haben durfte, und verschwand dann. Louis Reaktion nach zu urteilen hoffentlich für immer. In meinem Zimmer setzte ich mich an den Schreibtisch. Harry war nicht da aber um ihn machte ich mir keine Sorgen, wen ihm keiner zu nah kam kam der kleine gut klar. Einfallslos und vollkommen von Sorgen zerfressen begann ich irgendwas auf mein Blatt zu kritzeln.
Als ich das nächste mal hoch sah ging schon die Sonne auf. Ich hatte die ganze verdammte Nacht nur an Louis gedacht und irgendetwas gemalt. Meine Gedanken hatten in etwa so ausgesehen: Louis... wo ist er verdammt... was wenn ihm was passiert ist?... Ich konnte meine Sorge um ihn einfach nicht abschalten und ich hatte tatsächlich ein wenig Angst verrückt zu werden...Meine Sorge um Louis wuchs in gleichen Massen wie der Hass auf Ben. Nicht nur das er meinen Louis in zwei Suizid versuche geführt hatte, nein, er verschuldete jetzt auch noch eine Nacht voller Sorgen und Bilder!
Zum ersten Mal an diesem Morgen, und auch in dieser Nacht, wagte ich einen Blick auf meine Bilder. Und ich schwöre ich wäre beinahe an meiner Spucke erstickt als ich meine Nacht Beschäftigung ansah. Es waren vier Bilder. Vier mal Louis. drei mal Vergangenheit und einmal reine Sorgen.
Auf dem ersten Bild war Louis blau gefroren. Das einzige auf dem Bild das scharf war. Um ihn herum wuselten Sanitäter die alle verschwommen waren. Über ihm schwebte sein verdammter Geist der auf ihn hinab lächelte! Okay das war schon ein wenig beängstigend. Das zweite zeigte, natürlich, auch Louis in seinem Badezimmer. neben ihm Glasscherben, eine davon hatte er in seine Hand gepresst und zog sie über seine, bereits vernarbte und verwundete, Haut. Ein kleiner See aus rotem Blut hatte sich neben ihm gebildet. Das dritte zeigte ein Bild das ich nie selbst zu Gesicht bekommen hatte. Louis lag auf einem Holz Boden. Leblos. Neben ihm Zwei Leere Tabletten schachteln und einige weiße Tabletten die anscheinend herunter gefallen waren . Zu dem noch eine geleerte Flasche Whisky. Ich hatte nie erfahren wie er sich damals umbringen wollte, ich wusste nur das er Tabletten genommen hatte.
Die drei schrecklichsten Augenblicke seiner Vergangenheit die ich ansatzweise miterlebt hatte.(Wenn man die prügelei mal nicht mitzählte.)Das vierte Bild jedoch war irgendwie das schlimmste. Auch wenn es reine Fantasie war, brach es mein schon sehr stark angeknackstes Herz komplett. Louis hatte sich von unten nach oben auf beiden Armen die Pulsadern aufgeschnitten. Dem Blut auf dem Boden nach zu urteilen war er längst tot. Seine Lippen waren fast blau und sein Geist war nur in einem Spiegel Bild seines eigenen Blutes zu erkennen.
Eine einzelne Träne lief über meine Wange und verendete auf meinem Shirt. Aus einer Träne wurden bald zwei, dann drei und am Ende saß ich heulend in einer Zimmerecke und machte mir immer noch Sorgen um meinen Lou. Und genau so saß ich da als plötzlich meine Tür aufgerissen wurde und mich unangenehm am Kopf traf...
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My little Psychopath [Zouis]
Fiksi PenggemarWas würdest du tun, wenn dein Glück dich im Stich lässt, du jeden Tag aufs neue gemobbt wirst, nur weil du schwul bist, ein Typ dich nur ins Bett kriegen will weil er eine Wette verloren hat und deine Mutter dich, wegen deinem Selbstmord versuch zum...
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