Der Abend bestand aus endlosen Begrüßungen. Abraxas stellte ihr seine Familie und ein paar Freunde und Bekannte vor und so stellte auch sie ihn ihren Verwandten und Bekannten vor.
Zu ihrer Erleichterung war selbst Mony dabei. Zu ihrer Verwunderung erzählte ihre Freundin, Abraxas hätte sie eingeladen. Auch Lestrange, Nott, Mulciber und Zabini waren mit ihren Familien anwesend. Alles reinblütige Zauberer aus alten, ehrbaren Familien.
Nachdem sie das Essen beendet hatten, erhob sich Lucretias Vater. Die Gäste sahen allesamt auf.
„Es freut mich, Sie alle hier Heute, an diesem Weihnachtsabend, begrüßen zu können. Wie Sie sicher vermuten, soll dies nicht nur ein Zusammentreffen zum Festtag werden. Somit möchte ich nun stolz verkünden, das meine Tochter -" die Blicke der Anwesenden huschten zu ihr und einige begannen leise zu murmeln „und Abraxas Malfoy sich verlobt haben." Er nickte Enceladus zu und dieser lächelte kühl und zufrieden.
„Meine Glückwünsche" äußerte ihr Vater noch und Malfoys Vater tat es ihm gleich.
Dann hoben die beiden Männer die Gläser.
„Auf die Erhaltung des reinen Blutes unserer Familien und eine erfolgreiche Verbindung" sprachen sie gemeinsam.
Die Anwesenden wirkten teils erstaunt, entzückt, oder gar etwas eifersüchtig, oder wütend. Dennoch hoben alle ihre Gläser. Abraxas hatte währenddessen seinen Arm um ihre Taille geschlungen und reichte ihr sein Glas Elfenwein, da sie kein Getränk zum Anstoßen mehr hatte. Auf andere wirkte es wohl liebevoll und aufmerksam, aber sie fühlte sich nur noch gefangener. Trotz dessen nahm sie einen Schluck seines Weins und gab ihm dann das Glas zurück. Er strich leicht über ihre Taille und war so sanft, als wäre nie etwas gewesen. Die Stelle an der er sie berührte, kribbelte leicht angenehm.
Kurz seufzte sie und sah ihn gedankenverloren an.
„Interessant dir gefallen meine Augen also" hauchte er in ihr Ohr, was sie zuvor noch gedacht hatte.
Erschrocken sah sie ihn an. Konnte es wirklich sein? Hatte sie es vielleicht aus versehen laut gesagt? Konnte er Leglimentik?
„Ja mein Herz, wie du siehst kann ich das durchaus. Ohne das du es merkst. Ich kann jeden deiner Gedanken überprüfen und kontrollieren, wenn mir der Sinn danach steht"
Ihr wurde schlecht.
„Ich hasse dich" hauchte sie leise, aber lächelte, immerhin wurden sie beobachtet.
Er lachte nur dunkel und schüttelte den Kopf.
Ihr leises Gespräch wurde durch die vorwurfsvolle Stimme von Anthimony unterbrochen.
„Ihr seid verlobt und du hast es mir nicht gesagt?!" Meinte sie aufgeregt.
Matt lächelte Lucretia und zuckte die Schultern
„Tut mir leid ich selbst weiß es erst seit ein paar Tagen..."
Ihre Freundin lachte leise „Jaja zu beschäftigt mit deinem Liebsten, um mir zu schreiben, schon klar" sie zwinkerte ihnen zu.
Abraxas grinste frech und küsste Lu's Haaransatz. Dann wurde ihre Freundin von Lestrange abgelenkt, der sie in eine Unterhaltung verwickelte.
Ihr Bruder starrte Malfoy indessen mit einem mörderischem Blick an. Als Abraxas schließlich aufstand und ihr deutlich machte, es ihm gleich zutun, erhob sich auch Orion unauffällig.
Malfoy verabschiedete sich mit ihr von den Gästen, um zu Bett zu gehen. Obwohl Lucretia diese große Menschen Ansammlung in diesem Moment zu gern gemieden hätte, stand ihr dennoch nicht der Sinn danach schlafen zu gehen. Der Blonde führte sie mit charmantem, gespielten Lächeln hinaus. Als sie den Korridor betraten, verschwand dieses sofort wieder.
Seinen Arm hatte Malfoy immer noch fest, um ihre Taille geschlungen.
"Du wirst Heute bei mir schlafen." Befahl er schon beinahe.
"Hör auf mir Befehle zu erteilen. Du bist mein Verlobter und eigentlich solltest du liebevoll und respektvoll mit mir umgehen." Erwiderte sie ernst. Der Cruciatus steckte ihr noch in allen Knochen, aber das hieß nicht, dass sie jetzt tun und sagen würde was er wollte.
Abraxas lachte leise. Er wirkte beinahe amüsiert, als er antwortete „Du hättest also gern, dass ich liebevoller bin?" er ließ seine warme Hand über ihre Taille wandern.
„Das lässt sich einrichten" hauchte er gegen ihr Ohr.
Wenige Sekunden später drückte er sie auch schon leicht an die kühle Wand. Seine Hände wanderten sanft über ihren Körper. Langsam legte er seine Lippen auf ihre und küsste sie. Perplex von der Situation erwiderte sie den Kuss. Es fühlte sich ungewöhnlich gut an. Als er sich löste, um ihren Hals zu küssen, schob sie ihn schließlich weg.
„So meinte ich das nicht." murmelte sie etwas außer Atem.
Seine Hände wanderten immer noch über ihren Körper und verursachten ein warmes kribbeln in ihr.
„Ach nein? Also ich finde ich bin gerade sehr liebevoll, dafür dass du Heute schon so respektlos mir gegenüber warst." Er kniff ihr leicht in die Seite und sie zuckte zusammen. Alles sanfte war aus seinem Blick verschwunden und seine Augen wirkten wieder kalt und stechend.
Sie fühlte sich beobachtet, als sie versuchte Abstand zu gewinnen, aber er kesselte sie an der Wand ein.
„Hör auf damit, Malfoy" tönte eine dunkle Stimme. Ohne sich umzudrehen erwiderte der Blonde „Ah Orion, mein Freund."
„Wir sind keine Freunde." antwortete ihr Zwilling kalt. Dann drehte Abraxas sich zu ihm und ließ sie los.
„Sind wir das nicht? Nun das ist durchaus schade..." meinte der Malfoy kühl.
Orion lachte trocken „Aber sicher doch. Hör auf meine Schwester zu belästigen und lass sie zu Bett gehen."
„Sie geht mit mir zu Bett" kam es von dem Blonden.
Lucretia seufzte leise. Sie wusste nicht genau wieso, aber sie wollte diese Auseinandersetzung vermeiden. Sie hielt nicht viel von Abraxas, aber Orion und er waren Freunde seit Kindheitstagen. Sie waren sich immer loyal gewesen. Nur als sie selbst ins Spiel kam, hörte diese Loyalität auf.
„Stop" verlangte sie und schob sich zwischen die Jungs, die sich mittlerweile gegenüber standen.
„Ihr solltet euch nicht streiten. Nicht meinetwegen. Orion ich weiß du willst mich beschützen, aber ich muss lernen das selbst zutun. Abraxas und du ihr seid schon seit unserer Kindheit Freunde. Werft das nicht weg meinetwegen...denkt Beide einfach darüber nach, bitte." sie seufzte.
Dann drehte sie sich zu Malfoy „ich bin müde, lass uns schlafen gehen." Abraxas nahm noch etwas sprachlos ihre Hand und nickte Orion zu. Dieser beobachtete die Szene, aber tat nichts weiter, bis sie aus seinem Blickfeld verschwunden waren.
Abraxas begleitete sie in ihr Zimmer. Wortlos zog sie sich um und legte sich in das weiche große Bett. Wenig später legte Malfoy sich zu ihr. Entgegen ihrer Erwartungen, dass er sie wieder zu etwas zwingen würde, legte er nur seinen Arm um sie und zog sie an sich. Es schien als wollte er schlafen.
„Abraxas?" fragte sie in die Stille hinein.
„Ja?" gab dieser leise zurück.
„Wieso kannst du nicht einfach lieb zu mir sein? Die Hochzeit können wir nicht mehr verhindern, aber die Art und Weise wie wir leben liegt bei uns."
Er seufzte leise „Ich wurde dazu nicht erzogen."
„Was meinst du?" wollte sie wissen.
„Nun du bist eine starke Frau und bist gern unabhängig. Ich habe gelernt, dass meine Frau einmal mir unterstellt sein würde. So wie es auch bei meinen und bei deinen Eltern der Fall ist. Würdest du zumindest ein klein bisschen gehorsamer sein, dann könnte ich versuchen mich zu ändern." schlug er vor.
„Nein das kann ich nicht und ich will es auch nicht..." murmelte sie gedankenverloren.
Abraxas nickte leicht „Nun gut...dann kann ich nichts tun, außer es dir mit meinen Methoden beizubringen."
Er löste den Arm von ihr und drehte sich weg.
Mit einem Seufzen schlief sie schließlich ein.
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Hidden Secrets// Harry Potter FF
Fanfiction„Wie lange soll es noch so weiter gehen?" - „Solange wie ich sage, dass es weiter geht" 1945 Das letzte Schuljahr von Lucretia Black und ihrem Bruder Orion. Als stolze Slytherin will sie sich voll und ganz auf die Schule konzentrieren, doch passier...
