„Es tut mir so leid..so so leid" murmelte die ihr Bruder in ihr dunkles Haar.
Ihre Augenlider flatterten etwas und als sie die Augen öffnete, sah sie ihren Bruder neben ihr Knien, sie im Arm haltend. Abraxas hatte sich ebenfalls zu ihnen hingehockt und beobachtete schweigend und nachdenklich die Szene, die sich ihm bot. Lestrange stand etwas entfernt an eine Säule gelehnt da und rührte sich nicht von Fleck.
Als sie Malfoy wahrnahm drückte sie sich etwas dichter an ihren Bruder „i-ich will hier weg" flehte sie leise, sodass nur er es hörte. Orion nickte leicht. Er spürte ihren Schmerz, nicht körperlich, aber seelisch, immerhin waren sie Zwillinge und irgendwie magisch verbunden worden.
Er hob sie sanft hoch und wollte mit ihr wortlos den Raum verlassen.
„Wo willst du hin?" kam es leise von Malfoy an ihren Bruder gewandt.
„Sie will verständlicherweise weg von hier und ich denke du bist der Letzte, den sie jetzt braucht." antwortete Orion kühl. Er ging mit ihr im Arm in Richtung der Tür.
„Ich wollte das nicht tun, Lucretia" murmelte der Malfoy schuldbewusster, als sie ihm das je zugetraut hätte.
Bevor sie selbst antworten konnte fauchte ihr Bruder beschützerisch „Du hast es aber getan, Malfoy. Dafür gibt es keine Rechtfertigung."
Rufus der das Ganze schweigend beobachtet hatte, meinte nun ruhig.
„Es bringt nichts jetzt zu streiten. Am besten bringen wir sie auf ihr Zimmer und lassen ihr Ruhe."
Orion nickte und auch sie selbst hielt das für die beste Idee. Sie merkte kaum wie ihr Zwilling sie in ihren Schlafsaal brachte. Endira war nicht da, also war sie vollkommen für sich selbst. Orion legte sie sanft auf dem Bett ab „Brauchst du noch was?" fragte er besorgt und sie sah den Schmerz in seinen Augen.
„Nein Orion. Es ist alles Gut. Bitte mach dir keinen Vorwurf. Du hast nichts getan..." murmelte sie schwach. Nicht ihr Körper schwächte sie. Den Schmerz hatte sie erstaunlich schnell größtenteils ausgeblendet, doch vielmehr war es ihre Seele die litt. Ihr Bruder seufzte „lass uns wann anders darüber reden" bat er.
Sie nickte und nachdem er ihr einen Kuss auf die Stirn gehaucht hatte, ließ er sie allein. Für einen Moment versank sie in einem traumlosen Schlaf, der allerdings nicht lange anhielt. Sie wurde von einem Klopfen an der Tür geweckt.
„Herein?" murmelte sie leise.
Als Rufus den Raum betrat, atmete sie erleichtert aus. Sie hatte mit Abraxas, oder gar Tom gerechnet.
„Wie geht es dir?" fragte Rufus besorgt und ruhig.
„Es ist in Ordnung. Es war nicht mein erster Cruciatus." gab sie zu.
Langsam trat der junge Lestrange zu ihr heran und setzte sich auf die Bettkante.
„Wie meinst du das?" wollte er wissen und sah in ihre Augen.
„Nun...Abraxas hat es schon öfter getan." meinte sie schlicht.
Sie spürte wie Rufus sanft eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht strich.
„Du hast das nicht verdient" murmelte er in ihre Augen vertieft.
Sie antwortete nicht, aber das musste sie auch nicht.
„Malfoy hat dich nicht verdient" murmelte er und kam ihrem Gesicht vorsichtig näher.
Ohne das sie realisieren konnte, was geschah, lagen Rufus weiche Lippen sanft auf den ihren. Es war anders als mit Abraxas, sanfter, vorsichtiger. Er bat mit seiner Zunge um Einlass und zu ihrer eigenen Überraschung ließ sie ihn gewähren. Sie erwiderte seinen so zärtlichen Kuss und der Kuss wurde intensiver. Ihre Zungen spielten leidenschaftlich miteinander und all ihre Gedanken an den Abend und all das Komplizierte in ihren Leben, waren einen Moment lag verpufft. Sie entledigte sich der Decke mit der sie zugedeckt gewesen war und Rufus begann sanft ihre Bluse zu öffnen.
Geschickt entledigte er sie dieser und tat dasselbe mit seinem Hemd. Bedächtig ließ sie ihre Finger über seine Bauchmuskeln wandern und sah langsam wieder auf in seine dunkelbraunen Augen. Er sah sie fragend an und sie nickte leicht. Sie wollte vergessen. All den Schmerz und all das Leid wollte sie einfach vergessen.
Er half ihr sich gänzlich ihrer Kleidung zu entledigen und tat es bei sich gleich. Sanft glitten seine Hände über ihre Oberweite, ihren Bauch hinab bis zu ihrer Mitte. In kreisenden Bewegungen begann er sie an ihrer empfindlichen Stelle zu massieren und ein seufzen entwich ihr. Er platzierte sich und drang dann vorsichtig in sie ein. Nun gab auch er ein wohliges Keuchen von sich. Seine Hände begannen ihren Körper zu liebkosen, während er rhythmisch in sie stieß. Immer wieder bedeckte er ihren Hals und ihr Dekolleté mit Küssen.
Er intensivierte seine Bewegungen und zog das Tempo seiner Stöße stetig an. Jedes Mal wenn er in sie glitt Stöhnte sie leise auf. Als sie kurz vor ihrem Höhepunkt stand, legte er seine Lippen erneut auf ihre und sie erwiderte den fordernden Kuss nur zu bereitwillig. Dann spürte sie wie sich in ihr alles zusammenzog. Ein angenehmes Schaudern durchfuhr sie und gleichzeitig mit ihm kam sie zum Schluss.
Rufus Atem ging schwer, als er aus ihr glitt und er grinste sie kurz an. Er fuhr sich durch das zerzauste Haar.
„Ich denke ich sollte wohl gehen..." meinte er noch außer Atem.
Er hatte Recht. Abraxas könnte jeden Moment durch diese Tür kommen und sicher wäre er ganz und gar nicht glücklich seine Verlobte mit Rufus zu sehen. Sie schluckte schwer.
Der junge Lestrange zog sich rasch an und huschte dann mit einem kurzen Lächeln an sie, durch die Tür hinaus.
Erst jetzt realisierte sie, was soeben geschehen war. Sie hatte mit Rufus Lestrange geschlafen. Sie griff nach ihrem Zauberstab und murmelte leise einen Spruch, der zumindest eine Schwangerschaft verhindern würde. Wenn Malfoy davon erfuhr, dann wäre sie so gut wie tot. Sicher würde er sie tagelang foltern, oder sie gar töten.
Schnell warf sie ihr Nachtgewand wieder über. Gerade noch rechtzeitig lag sie wieder unter der weichen Bettdecke, als der Blonde ohne sich anzukündigen das Zimmer betrat.
„Hallo..." murmelte er leise.
Lucretia schwieg.
Zum einen war sie noch geschockt von seinem Cruciatus, zum anderen hatte sie Angst jedes Wort könnte sie verraten.
„Ich habe etwas für dich...ich weiß das macht es nicht gut, aber ich habe gehört es hilft bei Dementoren Angriffen...und da habe ich gedacht vielleicht hilft es dir auch..." er reichte ihr zögernd eine Tafel ihrer liebsten Schokolade.
Sie war erstaunt, dass er diese kannte, doch nahm sie ohne große Reaktion dankend an.
Zusätzlich stellte er ihr einen Strauß mit weissen Rosen auf den Nachttisch.
„Es tut mir wirklich leid. Ich musste es tun. Andererseits hätte er selbst es getan und es wäre noch schlimmer geworden. Deshalb war der Fluch auch so stark. Er hätte gemerkt, wenn ich kaum Kraft hineinlege und hätte dich nur mehr bestraft. Verstehst du das?"
Lucretia seufzte leise. Was er sagte, ergab durchaus Sinn. Langsam nickte sie.
„I-ich glaube dir." murmelte sie, doch auch das würde das Geschehene nicht ungeschehen machen und damit meinte sie nicht nur den Fluch.
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Hidden Secrets// Harry Potter FF
Fanfiction„Wie lange soll es noch so weiter gehen?" - „Solange wie ich sage, dass es weiter geht" 1945 Das letzte Schuljahr von Lucretia Black und ihrem Bruder Orion. Als stolze Slytherin will sie sich voll und ganz auf die Schule konzentrieren, doch passier...
