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Pinky Promise ²

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Chapter Two:
Pinky Promise

Taehyung hatte sich bis zu dem Abend in seinem Zimmer eingesperrt und egal wie sehr seine besorgten Eltern nach ihm gerufen hatten, weigerte er sich stets das Zimmer zu verlassen.

Seine Tränen waren inzwischen versiegt und er hatte sich ein wenig beruhigt. Doch der heutige Tag war wie eine Achterbahn der Emotionen gewesen und durch das ganze Weinen war der Jugendliche unfassbar erschöpft.
Er hatte sich somit bereits sehr früh ins Bett gelegt, doch konnte schlichtweg nicht einschlafen.

Unmittelbar wanderten seine schlanken Finger zu dem Ausschnitt seines T-Shirts und er zog eine goldene Kette unter dieser hervor. An ihr baumelte ein schlichter ebenfalls golden farbiger Ring mit kleinen bunten Steinchen, die ein Herz formten.

Er umgriff den Ring fest mit seinen Fingern und hielt es an seine Brust, genau an der Stelle worunter sein Herz in regelmäßigen Abständen klopfte und ließ seine Augen zu flattern.

Er hatte diese Kette und somit den Ring immer bei sich gehabt. In den letzten Monaten hatte er es nicht einmal von seinem Körper entfernt.
Auch wenn es immer untern seinen Klamotten versteckt war und man es nicht sehen konnte, trug es für Taehyung große Bedeutung.
Egal was vorgefallen war, ohne diese Kette, ohne diesen Ring fühlte er sich nicht vollkommen.
Er hatte es versprochen.

"Schließ die Augen, Tae", ertönte seine tiefe melodische Stimme und der Jüngeren schmollte, tat es allerdings dennoch.

Er fühlte wie der Ältere seine Hand in seine eigene nahm und bei dem wärmen Gefühl, das sich in seinem Körper ausbreitete, fing Taehyung an zu kichern.

Auch seinem Liebhaber entlockte dies ein amüsierte Brummen und er konnte nur den Kopf darüber schütteln. Manchmal war Taehyung wie ein kleines, anhängliches Kind doch auch das liebte Jeongguk an seinem Freund.

Taehyung spürte wie Jungkook seine Hand in seiner einen hielt, während er mit der anderen herumwühlte. Gespannt zog Taehyung die Augenbrauen in die Höhe. was für eine Überraschung der andere wohl für ihn hatte?

Erschrocken zog der Jugendliche die Luft ein, als er etwas kühles an seinem Ringfinger spürte und öffnete unauffällig ein Auge, da er sich vor Neugier nicht zurück halten konnte.

Natürlich bemerkte das Jeongguk und ein kehliges Auflachen entkam ihn. "Immer so ungeduldig, du hättest jetzt eh die Augen wieder öffnen können." Das ließ sich Taehyung kein zweites Mal sagen und öffnete auch das zweite Auge, ehe er gespannt auf seine Hand blickte.

"G-Ggukkie", hauchte er berührt, als er den goldenen Ring an seinem schlanken Finger entdeckte. darauf war ein geschwungenes Herz zu sehen, welches aus Steinchen in den Farben des Regenbogens zusammen gestellt wurde. "Es ist wunderschön"

"Siehe das als versprechen, Tae. Auch wenn du in einigen Tagen zurück nach Seoul gehst, wird uns die Distanz nicht voneinander trennen können. Und wenn dich die Angst trotzdem überkommt oder du mich vermissen solltest, halte den Ring nah an dein Herz."

Er legte seine Hand auf Taehyungs Brustkorb und fühlte den springenden Herzschlag des Jüngeren unter seinen Finger. Auch Taehyung legte mit einem emotionalen und auch verlegen Blick seine Hand, an die der goldene Ring steckte, auf Jungkooks Herz, welches mindestens genau so unregelmäßig und schnell wie sein eigenes pochte.

"und erinnere dich daran, dass ich dich ebenso sehr vermisse und an dich denke, dir Kraft schenke. Dieser Ring soll dich immer daran erinnern, dass wir uns nie trennen werden und dass ich dich schon bald besuchen werde und wir wieder zueinander finden werden."

Gerührt von den Worten des älteren Mannes, wischte sich Taehyung die Tränen weg und schenkte seinem Freund ein bezauberndes Lächeln.

Er streckte dem Älteren seine Hand entgegen und schloss seine Finger zur Faust, ausgenommen sein kleiner Finger. Diesen hielt er seinem Liebhaber entgegen und sah ihn liebevoll an. "kleiner-Finger-Schwur?"

Jungkook lächelte denn Jüngeren entzückt an und streckte seinen kleinen Finger ebenfalls aus, um ihn um den schlankeren von Taehyung uu legen und sie miteinander zu verkreuzen.

"Kleiner-Finger-Schwur."

Taehyung lächelte ihn breit an, wobei sein süßes Kastenlächeln den Raum mit Freude erfüllte, bevor er sich in Jungkooks Arme warf.
Der Ältere legte seine starken Arme um Taehyung schmale Taille und presste seine Lippen liebevoll auf die Stirn des Jüngeren.

"Ich liebe dich Taehyung."

"Ich liebe dich Jungkookie."

Als die Eltern des Jungen seit einiger Zeit keine Geräusche aus dem Zimmer mehr hörten, kramten sie besorgt ihren Ersatzschlüssel, welchen sie in den letzten zwei Monaten stets in ihren Nähe hatten und schlossen vorsichtig die Tür auf.

Taehyung lag in seinem Bett und schlief friedlich, seine Brust hebte und senkte sich gleichmäßig während seine linke Faust auf seinem Herz lag.

Unter Tränen schaute sich das Paar an, erleichtert dass es ihrem Sohn gut ging und er nun im Schlaf endlich seine Ruhe hatte.

_____

Am nächsten Morgen wurde Taehyung, anders als sonst von dem schrillen Ton seines Weckers, von der lieblichen Stimme seiner Mutter geweckt. Sie strich dem Jugendlichen behutsam über sein Haar und lächelte ihn schwach an, als er endlich seine verweinten, geschwollenen Augen öffnete

Sie saß neben ihm auf dem Bett und sein Vater stand daneben, die Hand auf der Schulter seiner Frau während er seinen Sohn sanft anlächelte.

"Steh auf Schätzchen, du kommst noch zu spät zur Schule."

Wie vom Blitz getroffen setzte sich Taehyung kerzengerade auf, seine dunklen Augen weiteten sich in Panik und unmittelbar erinnerte er sich daran, was gestern passiert war.

"Ich gehe da nicht mehr hin", schrie er laut auf und fing an laut zu schluchzen. Egal wie sehr seine Mutter versuchte auf ihn einzureden und ihn zu beruhigen, warf Taehyung sämtliche Gegenstände hin und her, schubste seine Eltern weg und weinte bitterlich weiter.
"I-ich will das nicht m-mehr!" und "n-nein!" Schrie der Junge immer wieder unter Tränen, konnte sich kaum beruhigen.

Seine Eltern versuchten ihn mit aller Macht festzuhalten, sodass er sich nicht selbst verletzten würde und zitterten innerlich vor Angst.
Taehyung ginge es in den letzten Wochen nur mit Mühe ein wenig besser und jetzt schien er wieder gänzlich die Kontrolle verloren zu haben. Er weinte, schrie und verwüstete alles um sich.
Als hätte er einen Rückfall, vor den sie so sehr Angst hatten.

"Du musst da nicht mehr hin!", rief sein Vater schlussendlich und griff nach den dünnen Armen des Jugendlichen, versuchte ihn fest zu halten.

"Ich werde dich abmelden, Taehyung. Du musst nichts machen, was du nicht willst.", sprach er ernst auf seinen Sohn ein und sah wie er anfing sich in seinem Griff zu beruhigen.

Er zog seinen Sohn fest in seine Arme und legte seine Hand auf seinen Hinterkopft, versuchte seine eigenen Tränen zu unterdrücken, während Taehyung gegen seine Brust schluchzte.

"Du bist mein ein und alles Taehyung, mein Sohn", fing er mit bebender Stimme an, "wenn du nicht willst, dann musst du da nie wieder hin. Das verspreche ich dir."

"Wir melden dich noch heute ab.", sprach nun auch seine Mutter und Taehyung spürte, wie sie seinen Rücken auf und ab strich.

"Wir besorgen dir einem Privatlehrer, Taehyungie. Du musst diese Menschen nie wieder sehen."

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