a huge mistake ⁶

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Chapter Six:
A Huge mistake

Auch die nächsten Tage zeigte, dass das ganze ein riesen großer Fehler gewesen war. Ein unfassbar riesen großer Fehler.
Alleine die Art und Weise wie Jungkook immer so tat als sei nichts vorgefallen und als würden sie sich nicht kennen, machte Taehyung Tag für Tag fertig.

Doch Jungkook wollte es so und der Jüngere war dazu gezwungen damit klar zu kommen. Demnach versuchte er sich auf seinen Unterricht zu konzentrieren und Jungkooks Worten zu folgen.
Eigentlich war Taehyung ein unfassbar schlauer Junger, doch er hatte in den letzten drei Monaten viel Stoff verpasst und dad musste er nun einmal nachholen.

Bereits seit fünf Tagen unterrichtete Jungkook den Jüngeren und nach dem ersten Tag hatte Taehyung nicht ein mal in das Gesicht des Älteren geschaut. Aus Angst er könnte sich in seinen Bernsteinaugen verlieren.

Taehyung machte sich vor seinem Ganzkörperspiegel fertig für seinen Unterricht, als seine Eltern in sein Zimmer gestürzt kamen.

Sie trugen zwar beide ein Lächeln auf den Lippen, doch er erkannte die Nervosität und Unsicherheit in ihren Gesichtern.

"Ist etwas passiert?", fragte Taehyung verwundert und musterte seine Eltern von oben nach unten mit verwirrten Blick.

Sie beide hatten sich schick angekleidet, die Jacken und Schuhe angezogen wie jeden Morgen wenn sie zur Arbeit gehen. Doch das verwunderte war der kleine Koffer, der neben ihnen stand. "Wollt ihr irgendwo hin?"

Zögerlich sah seine Mutter zu ihrem Mann, ehe sie nickte.
"Es sind einige Probleme mit unseren neuen Kunden aus London aufgetreten. Die mit denen wir vor zwei Wochen den Vertrag unterschrieben haben, erinnerst du dich?"

Noch immer verwirrt nickte Taehyung, seine Eltern hatten es erwähnt und auch wie unfassbar wichtig dieser Kunde für sie war.

"Unserer Personalabteilung ist ein Fehler unterlaufen und wir würden es gerne persönlich klären, du weißt wie wichtig die für uns sind.
Deswegen müssen wir heute noch nach London fliegen."

Mit geweiteten Augen starrte Taehyung sie an. "H-heute schon? Soll ich schnell packen? Das dauert auch nur-"

Mit einem Kopfschütteln unterbrach sein Vater ihn und legte eine Hand auf seine Schulter.
"Wir gehen, du bleibst, Sohn."
Taehyungs Mundwinkel und auch seine Aufregung fielen ab, auch seine Schultern sackten ein.
Für einen kurzen Moment hatte er gedacht endlich wieder außerhalb des Landes eines ruhigen Atemzug genießen zu können.

Doch es war wieder bloß ihre Arbeit um die es ging.

"U-und was ist mit mir?"
"Keine Sorge du wirst nicht alleine bleiben."

Taehyung lachte trocken auf, natürlich würden sie ihn weder mitnehmen noch alleine, unbeaufsichtigt lassen. Sie überwachten ihn vierundzwanzig Stunden, bei jedem kleinsten Krach standen sie binnen Sekunden mit Blässe im Gesicht vor seinem Zimmer.

Sie glaubten ihm nicht, wenn er sagte es ginge ihm besser.
Sie vertrauten ihm nicht.

"Herr Jeon wird solange bei dir bleiben."

Taehyungs Kinnlade klappte herunter und seine Augen wurden groß.
"Wie könnt ihr sowas beschließen ohne mich zu fragen?!", schrie er im nächsten Moment auf. Er war unfassbar wütend auf seine Eltern, sodass ihm sogar Tränen in die Augen stiegen.

"Ich möchte das nicht!"
Er ballte seine Hände zu Fäusten und bohrte seine Nägel schmerzhaft in seine Handballen.

"Tae Schatz es geht nicht anders, wir müssen gehen.", versuchte seine Mutter ihm sanft zu erklären und streckte ihre Hand aus um ihrem Sohn durch die Haare zu streicheln, doch er schlug ihre Hand weg.

"D-dann nimmt mich mit! O-oder lasst mich meinetwegen b-bei jemand anders, a-aber bitte nicht m-mit ihm."

Weinend setzte sich Taehyung auf sein Bett und vergrub sein Gesicht in seine Hände.
Er hasste sein Leben, wieso musste er immer und immer wieder gequält werden? Wieso von allen Menschen war Jeon Jungkook sein verdammter Lehrer geworden?

"Es tut uns leid, Baby aber es gibt keinen anderen, den wir in so kurzer Zeit finden können."

Es stimmte, sie hatten weder Verwandte in der Nähe, noch besaß Taehyung irgendwelche Freunde bei denen er bleiben konnte, doch er wollte es trotzdem nicht verstehen.

"Wir haben Herrn Jeon Bescheid gesagt. Er ist auch schon hier, denn wir müssen jetzt gehen, Tae. Wir rufen dich an, ja?"

"G-geht", schluchzte Taehyung mit gebrochenen Herz und seine Eltern tauschten noch einmal einen bestückten Blick untereinander aus, ehe sie mit ihrem Koffer aus dem riesigen Zimmer ihres Sohnes verschwanden.

"Vielen Dank, dass sie so spontan zugesagt haben, Herr Jeon", dankte Taehyungs Vater dem jungen Mann, welcher unten an dem Beginn der Wendeltreppe stand, die Hände in den Hosentaschen vergraben.

"Selbstverständlich", erwiderte er höflich und schenkte dem Ehepaar ein schwaches, gefälschtes Lächeln.

Würde er diesen Job nicht unbedingt benötigen, so würde er keine Sekunde länger in diesem Haus bleiben.

Er hatte defintiv keine Lust darauf für einen Siebzehnjährigen den Babysitter zu spielen, insbesondere für diesen Siebzehnjährigen.

"Ich hätte noch eine Bitte.", verkündete Taehyungs Mutter besorgt und innerlich verdrehte Jungkook die Augen. Er fühlte sich als ein er einen siebenjährigen beaufsichtigen würde.

"Lassen sie Taehyung nicht aus den Augen", sprach sie leise und blickte die Treppe hoch um sich zu vergewissern, dass Taehyungs Zimmertür geschlossen war.

"Hier", sie händigte ihm einen Schlüssel aus, den Jungkook verwundert in seinen Händen drehte und beobachtete.

"Das ist der Schlüssel zu Taehyungs Zimmer. Falls er sich in sein Zimmer einschließen und länger nicht melden sollte, geben sie uns bitte umgehend Bescheid."

In Verwirrung schwimmend nickte der junge Lehrer.

"Dürfte ich fragen was der Grund ihrer so großen Sorgen ist?", fragte er verwundert nach. Natürlich, Mütter waren immer besorgt und gar übertrieben manchmal ein wenig, doch bei Taehyungs Eltern war dies anders.

Die hübsche Frau mittleren Alters holte tief Luft, ehe sie einen Blick zu ihrem Mann warf.

"In den letzten drei Monaten ging es Taehyung nicht besonders gut, sowohl mental als auch körperlich.
Er ist des öfteren zusammengebrochen und- und einmal haben wir ihn fast verloren, wenn wir nichts rechtzeitig in sein Zimmer gekommen wären."

Jungkooks Gedanken waren leer, er wusste nicht was er sagen oder denken sollte. Konnte es sein... dass es Taehyung wegen ihm so schlecht ging?
Jungkook strafte die Schultern, schlug sich diesen Gedanken aus dem Kopf.

"Dieser Ersatzschlüssel", sie deutete auf den metallischen Gegestand in seiner Hand,
"war unser Retter, unser ständiger Begleiter in den letzten Monaten. Bitte passen sie gut darauf auf."

"Bitte passen sie gut auf unseren Sohn auf."

Ein dicker Kloß bildete sich in Jungkooks Hals und er nickte stumm.
Eine trockene Veranschiedung folgte und schon war das Ehepaar auf dem Weg um ihren Flug zu erwischen.

Jungkook warf einen Blick auf den Schlüssel in seiner Hand und steckte ihn anschließen in seine Hosentasche. Ein kleines Räuspern folgte damit er wieder zu sich kam.
Anschließend nahm er zwei Treppenstufen auf einmal, bis er vor Taehyungs Tür stand.

Er klopfte, einmal, zweimal. Doch es kam keinerlei Antwort von der anderen Seite.

Deswegen legte er mit ungutem Gefühl die Hand auf die Türklinke und wollte diese nach unten drücken, als die Tür mit einem Schwung nach innen geöffnet wurde.

Dort stand Kim Taehyung. Sein kleiner, zierlicher Körper versteckt von einem langen Pullover und sein Gesicht völlig verweint, während er sich aggressiv über die Augen wischte.

"B-bitte geh, lass mich alleine."

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