Lily's Sicht:
Die Wochen des Oktobers und Novembers verstrichen und die Weihnachtsferien standen vor der Türe. Gryffindor lieferte sich eine harte Quidditch Saison mit Slytherin und die Hauspunkte lagen irgendwo außerhalb meiner Interesse. Die Zwillinge fand ich ab und zu in verlassenen Gängen ihre Pläne schmieden, Hermine fast immer in der Bibliothek und Harry und Ron liefen meistens spazieren. Ron war mittlerweile gut ausgekommen mit Hermine, obwohl man merkte das ihre Arroganz manchmal zu weit ging. Wenn wir schon bei Hermine sind. Sie und ich verbringen unsere Ferien zuhause. Die beiden Jungs blieben hier. Ich packte gerade zusammen mit Hermine ein. "Als ob du das alles mitbrauchst. Wir sind gerade mal zwei Wochen zuhause!",sagte ich als meine beste Freundin ihr 7. Buch in den Koffer warf. "Man kann nie wissen, also kann ich pro Tag eins lesen!" Lachend verdrehte ich meine Augen. Wird sich dieses Mädchen je ändern! Ich klappte meinen Koffer zu, sodass es 'klick' machte und stellte ihn auf den Boden. "Bist du soweit?" Ich ging zu Türe und hatte bereits den Türknopf in der Hand, da rief Hermine nach mir. Perplex drehte ich mich um. "Ich glaub ich hab zu wenig Bücher!" Ich ging wieder zurück und zog sie am Arm wie ein kleines Kind hinter mir her. "Bis in zwei Wochen!",verabschiedete ich mich von unserem Schlafsaal. Wir rumpelten die Flure entlang. "Ich will noch Harry und Ron tschüss sagen. Kommst du mit?" Sie folgte mir in die große Halle in der ein riesen Weihnachtsbaum stand. Im Gegensatz zur restlichen Zeit die wir hier verbringen, ist die Halle leer. Beide saßen am Ende der langen Tafel und spielten Schach. "Das ist ja total barbarisch!",regte sich Hermine auf als die Schachfigur die andere erschlug. "So geht das! Das ist Zauberschach! Ihr habt gepackt?" "Ja im Gegensatz zu dir!",meinte Hermine in ihrem üblich arroganten Ton. "Mum und Dad sind Charlie in Romänien besuchen. Also bleibe ich auch hier!" "Nun gut dann kannst du Harry in der Bibliothek behilflich sein!" "Wir haben alles durchgesucht!" "Ja aber nicht die Abteilung in die keiner rein darf!",sagte ich und lehnte mich geheimnisvoll zu ihnen vor. "Ein Frohes Fest!",verabschiedeten sich Hermine und ich gleichzeit. Ich griff nach meinem Gepäck und zog es weiter hinter mir nach. Ein wenig weiter weg von meinen Freunden saßen Fred und George. "Man sieht sich. Frohe Weihnachten!" Ich umarmte George ganz schnell und machte mich auf den Weg Hermine zu folgen. Es war ein komisches Gefühl. Ich hatte zum ersten mal einen der Zwillinge umarmt.
Zeitsprung
Hermine und ich suchten uns ein leeres Abteil. "Wie war es eigentlich als deine Eltern erfahren haben, dass du eine Hexe bist?" "Sie dachten es wäre ein blöder Scherz und glaubten mir nicht, als ich ihnen den Brief vor die Nase hielt. Aber als dann Dumbledore selbst vor meiner Türe stand änderten sie ihre Meinung rasch und sie waren stolz!",erzählte sie. "Und deine?" "Sagen wirs mal so. Sie glauben nicht an unnatürliche Sachen. Versteh es bitte nicht falsch, ich liebe meine Eltern und ich bin ihnen auch wichtig, aber es hat sie wortwörtlich aus den Socken gehauen als sie das erfahren haben. Und ich dann nur so 'Upsi hab ich euch vergessen das zu sagen." Wir beiden verfielen in ein lachen, dass man vermutlich bis nach New York hören konnte. So verging auch die elend lange Zugfahrt zurück nach London. "Wir sind gleich da!" Ich lehnte mich zurück und genoss die letzten 5 Minuten. Kurze Zeit später hielten wir an. Kings Cross. Ich stieg aus und holte mein Gepäck. Hermine folgte mir unauffällig. "Bereit durch die Mauer des Schreckens zu krachen?" "Aber sowas von!" Auf drei rannten wir zielgerichtet auf die Wand zu. Kein Aufprall, das heißt es hat funktioniert. Ich verabschiedete mich kurz darauf von Hermine, da ihre Eltern am anderen Ende des Gleises warteten. Ich hingegen irrte umher. Da erkannt ich die blonden Haare meiner Mutter in der Menge. Diese kam ebenfalls auf mich zu und schloss mich in ihre Arme. "Ich hoffe du hattest Heimweh, denn ich werde dich da nie wieder hinschicken!" Sie zerquetschte mich und ich röchelte mach Luft. Wie kann man neben Snape, Quidditch, Unterricht und einem Troll der dich fast umbringt an Heimweh denken?! Sie ließ mich los und nahm mir meine Sachen ab ehe wir den Bahnhof verließen.
Wie vom Floh gebissen rannte ich auf die Haustüre zu. Ich konnte bereits den Palatschinken Duft auf meiner Zunge schmecken. Blitzschnell striff ich mir die Schuhe ab, hing meine Jacke auf und sauste ins Wohnzimmer. "Hallo Dad!" Er stand von seinem großen Lederstuhl auf und drückte mich fest an sich. Meine Mutter deckte währenddessen den Tisch. Es war spät Abend und bald wollte ich zu Bett gehen. Ich setzte mich an den Tisch und begann meinen Pfannkuchen zu streichen. "Also erzähl!" "Wirklich? Alles?" Meine Eltern nickten Interessiert. "Also zu meinen Besten Freunden gehören Ron Weasley und Hermine Granger! Dann gibt es da noch Zwillinge, die für den Spaß und die Streiche in Hogwarts zuständig sind und ja. Es ist wie in einem Märchen. Ein großes Schloss und jeder Winkel hat etwas magisches ansich. Außerdem gibt es noch einen Idiot aus dem verfeindeten Haus, aus Slytherin. Nur mal so beiläufig ich bin in Gryffindor zusammen mit meinen Freunden. Dann gibt es noch das Haus Hufflepuff und Ravenclaw aber ja. Ich spiele als Jägerin in der Quidditch Hausmannschaft. Und ähhm....ich habe Harry Potter kennengelernt!",ratterte ich so schnell runter, dass ich fast erstickt wäre. "Du meinst den Harry Potter?" "Ja!" Sie wussten dass Harry mein Bruder war. Aber sie hätten mich beinahe erschlagen als sie erfuhren, dass ich ihnen das mein ganzes Leben verschwiegen hatte. "Klingt ja nach Spaß!" "Ja!!!",ich schluckte meinen letzten Bissen hinunter und trug anschließend meinen Koffer nach oben. So lange war ich nicht in meinem Zimmer, aber es sah noch genauso aus wie vor einiger Zeit. Ich packte meine Sachen aus und dachte an die letzten Monate. Mein Leben hatte sich um 180° gedreht. Sonst würde ich hier wohl in eine Muggelschule gehen. Ich schloss meine Schranktüre und legte mich ins Bett. Es ist ungewohnt im eigenen Bett zu schlafen. Ich vermisse Harry und Ron jetzt schon! Irgendwann mussten mir dann die Augen zugefallen sein.
Helle Sonnenstrahlen leuchteten in mein Gesicht und brachten meine Nase zum kitzeln. Ich rümpfte sie und drehte mich auf die andere Seite. Warte wo ist Hermine? Keine Hermine die mich wach rüttelt! Keine 10 Sekunden später saß ich kerzengerade im Bett. Irgendetwas war doch heute! Mein Geburtstag? Nein, der ist erst im Juli. Weihnachten!!! Schnell zog ich mir meine Hasen Schuhe an und humpelte ins Schlafzimmer meiner Eltern. Ich riss die Türe auf und sprang freudig zu ihnen ins Bett. Obwohl ich 11 bin, mochte ich dieses Gefühl einfach. Für mich waren meine Adoptiveltern keine Fremden. Sie hatten mich aufgezogen. Für mich gesorgt. Sie kannten mich einfach! "Guten Morgen Liebling!",freute sich meine Mum mit mir. Mein Dad hingegen drückte sein Gesicht in den Polster und deutete damit eine Kuschelattacke an. Einige Zeit verweilte ich hier zwischen meinen Eltern. "Können wir jetzt!",meinte ich wie eine 5-jährige und deutete auf die Türe. Meine Mum stand auf und ich tat es ihr gleich. Sofort hüpfte ich die Stiegen hinunter. Ein Christbaum stand im Wohnzimmer, schön verziert und darunter lagen unzählige Päckchen. Meine Eltern standen hinter mir im Türrahmen und beobachteten das Spektakel. Um keine Zeit zu verlieren nahm ich alle Geschenke mit meinem Namen zu mir. Das waren mal wieder viel zu viele. Nervös öffnete ich eins nach dem anderen. Meine Eltern schenkten mir eine neue Kuscheldecke für mein Bett und ein neues Paar Schuhe. Sneaker perfekt! Hermine hatte mich nicht vergessen und schickte mir ein Besenpflege-Set mit allem rum und dran. Das übergab ich schnell meinem Vater, der dies ein wenig skeptisch betrachtete. Harry und Ron sendeten mir eine ganze Schachtel Süßigkeiten und die Zwillinge, meinten ihre Mum schenkt mir einen Pulli. Anfangs wollte ich ihn gar nicht annehmen. Mrs Weasley kannte mich doch gar nicht, also hatte sie auch keinen Grund mir etwas zuschenken. Ich musste mich unbedingt dafür bedanken. Wie jedes Jahr waren alle Geschenke grandios und als Frühstück stopfte ich mir alle Weihnachtskekse rein die ich finden konnte. "Nun was sollen wir jetzt machen?",mapfte ich vor mich hin.
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||𝒁𝒘𝒆𝒊 𝑲𝒊𝒏𝒅𝒆𝒓, 𝒆𝒊𝒏𝒆 𝑽𝒆𝒓𝒈𝒂𝒏𝒈𝒆𝒏𝒉𝒆𝒊𝒕||
ФэнтезиLily war gerade mal ein Jahr alt, als sie ihre Eltern verlor und von ihrem leiblichem Bruder getrennt wurde. Zehn Jahre sind seit der verhängnisvollen Nacht in Godric's Hollow vergangen. Vor kurzem erhielt die heute 11 Jährige Lily Emilia Potter ein...
