4. Teil: Einen Tag im Krankenflügel

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Am nächsten Morgen wachte ich mit starkem Kopfweh und Schüttelfrost auf. Die Nacht verging reibungslos und ich muss sagen, ich hab geschlafen wie ein Stein. Immer wieder sehe ich dieses Bild vor mir wie Draco hier an meinem Bett sitzt und meine Hand hält. So wie gestern Abend. Als mir das Mittagessen gebracht wurde, da ich das Frühstück verschlafen hatte und ich vom Unterricht freigestellt wurde, hatte ich einen riesen Hunger und freute mich über den Berg voll Karroffelpüree. Als ich satt war, stellt ich den Teller beseite und griff nach dem Glas, welches auf dem kleinen Tisch neben meinem Bett steht. Mit starken Migränen schloss ich die Augen und versank erneut ins Land der Träume.
Später bemerkte ich, dass jemanden der meine Hand hielt. Ich versuchte mit aller Kraft die Augen zu öffnen aber vergeblich. ,,Man Ron, lass Lily's Schokofrösche!",hörte ich Hermine flüstern. Dem nach wusste ich wer meine Hand hielt. Anschließend gelang es mir auch meine Augen zu öffnen. ,,Sieh ist wach!",rief Harry seinen Freunden zu, die miteinander diskutierten. ,,Harry!",sagte ich gelassen und schloss kurz darauf wieder meine Lider. ,,Wie lange seid ihr schon hier?",fragte ich. ,,Seit knapp einer Stunde.",antwortete Hermine. ,,Ja, wir haben uns umgezogen und sind nach dem Unterricht direkt gekommen." Durch Rons lautes Schmatzen machte ich meine Augen wieder auf und sah das Trio an. Mein Bruder tauschte mit seinen Freunden einen Blick aus, den selbst ich nicht deuten konnte. Es musste etwas sein, über das sie sich vorhin unterhalten haben denn beide machten sich auf den Weg und ließen uns somit alleine. ,,Also.....wie gehts dir wirklich? Ich weiß, dass du vor anderen gerne die Starke spielst." ,,Mir gehts gut ehrlich! Aber Harry, du hast was auf dem Herzen oder? Ich kenne dich. Was ist los?",sagte ich mit genau soviel Sorge in meiner Stimme. ,,Naja. Was läuft zwischen dir und Malfoy?",platzte es aus ihm heraus und ich konnte spüren wie ich noch bleicher wurde als ich eh schon war. Ich rieb mir die Augen um sicher zu gehen, dass es kein Traum sei. ,,Wegen Gestern?" Harry nickte langsam und sah beschämt zu Boden. ,,Harry, da ist nichts. Malfoy hat mich gerettet und wenn er nicht gewesen wäre, wäre ich wahrscheinlich nicht mehr am Leben.",erwiderte ich. Mit dieser Aussage gab mein Bruderherz sich zufrieden. Innerlich wusste ich das ihm meine Aussage nicht passte beziehungsweise er mir die Hälfte nicht glauben würde. Aber mich unter Druck setzen, das hatte er noch nie getan. Madam Ponfrey kam kurz darauf zu mir und sagte, dass ich nach einem Check entlassen werden würde.
Nachdem ich durchgecheckt wurde und gehen durfte, nahm ich kurs auf den Gemeinschaftsraum. Doch dieser war komischerweise leer. Keine Menschenseele war anwesend, als wäre jeder vom Erdboden verschluckt. So ging ich in meinen Schlafsaal um mich noch ein wenig auszuruhen. Ich wollte nicht gleich alles überstürzen. Als ich aufwachte saß Ginny im Bett neben mir. Hermine war nicht anwesend. "Gut. Du bist wach. Also kannst du mir erzählen was das gestern war. So sehen sich nämlich keine Feinde an." Ginny legte ihr Buch welches sie bis eben in der Hand hielt beiseite und betonte das Feinde besonders. "Ginny, ich kann dir nur sagen was ich Harry gesagt habe. Ich bin froh das der Arsch mich aus dem See gefischt hat, sonst könntest du mich jetzt wortwörtlich vergraben." Sie musterte mich genau. Sie glaubte mir noch weniger als mein Bruder. Super
"Wir sollten Abendessen. Du brauchst was um Kraft zu bekommen!" Die junge Weasley stand auf und hielt mir ihre Hand hin. Diese nahm ich dankend an.

Als wir die Halle betraten wurde es still. Man hätte eine Nadel fallen hören können. Jeder schweigt und ein Schauer durchzog meinen Körper. Ich hatte Angst. Angst blöde Kommentare zu bekommen. Angst mich zu verraten, da Draco immerhin mehr als ein Feind war. Ich setzte mich neben Hermine. George begann sofort mich zu necken und mich mit dem Ereignis von gestern abzuziehen. Sein Zwillingsbruder war ungewöhnlich leise. Kein Wunder seit, dass das mit Angelina passiert ist, herrschte sowas wie Funkstille zwischen uns.
Immer wieder schweifte mein Blick zu meinem Blondschopf. Als mein Blick seinen striff, und er mich anlächelte, formte ich ein Danke mit den Lippen und begann ebenfalls zu grinsen. Stolz sah er mich an. Als hätte er ein Glas vorm zerbrechen gerettet. Harry riss mich zurück in die Realität. Als ich ihn ansah konnte ich genau erkennen, dass er mich ab nun immer im Blick haben würde. Als er sich abwand schluckte ich heftig.
Ich musste mit Draco reden!
Wir mussten das gerade biegen!
Wie brauchten einen Plan!

||𝒁𝒘𝒆𝒊 𝑲𝒊𝒏𝒅𝒆𝒓, 𝒆𝒊𝒏𝒆 𝑽𝒆𝒓𝒈𝒂𝒏𝒈𝒆𝒏𝒉𝒆𝒊𝒕||Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt