Als ich meine Augen öffnete, erkannte ich die Höhle wieder. Areo lehnte an einer Wand.
„Areo", rief ich.
Ich wollte auf ihn zu laufen, doch meine Gliedmaßen ließen mich im Stich. Sobald ich mich aufstellen wollte, fiel ich wieder auf den Boden.
„Du warst lange weg", entgegnete er mir.
„Du lebst", sagte ich erleichtert.
Er hielt sich seine Hand immer noch auf die Brust.
„Deine Wunde..."
„Ist weg"
Er musste meinen verwirrten Gesichtsausdruck gesehen haben.
„Nachdem du Ohnmächtig wurdest, traf das Wasser meine Wunden. Doch es reinigte diese nicht nur, sondern heilte sie komplett." Er nahm die Hand von der Brust.
An der Stelle wo vorhin noch die Wunde war, war jetzt nur noch eine Narbe, die langsam verblasste. Und an seinem Auge, erkannte man gar nicht mehr, dass da was war. Ich starrte auf meine Hände. Ich konnte mit Wasser heilen? Das war unmöglich. Ich war es gewöhnt das meine Feuerkraft nur Zerstörung brachte. Doch nun besaß ich auch Wasserkraft die heilte? Ich spürte wie eine Last von meinem Herzen fiel. Ich konnte niemanden mehr schwerwiegend verletzten. Würde mein Feuer Schäden verursachen, könnte mein Wasser es heilen. Selten war ich so glücklich gewesen, wie jetzt gerade. Dieses Glück gab mir neue Kraft. Ich versuchte erneut mich hinzustellen. Es gelang mir. Ein bisschen wackelig war ich dennoch noch auf den Beinen. Ich hielt Areo meine Hand hin. Zuerst zögerte er. Er hatte wohl angst das ich wieder in Flammen aufgehen könnte, doch schließlich nahm er sie entgegen. Gegenseitig stützten wir uns. Auch Areo war noch wackelig auf den Beinen. Wir mussten viele Pausen einlegen. Areo wagte es nicht noch einmal über Break zureden. Die meiste Zeit schweigten wir uns an.
Endlich erreichten wir die Mitte der Höhle. Sie war sehr groß. Ein Raum, so groß wie unser Thronsaal im Schloss. Doch hier stand einzig und allein in der Mitte eine Halterung. In ihr erkannte man einen Roten Edelstein. Er ließ den ganzen Höhlenraum erstrahlen.
„Areo. Sieh nur. Wir haben es geschafft", sagte ich voller Freude zu Areo.
Wir gingen langsam auf die Halterung zu. Es sah genauso aus wie das in der grünen Statue in New York. Der einzige Unterschied war das es diesmal keine Zufuhr gab die man mit Wasser füllen musste. Doch es gab etwas anderes. Ein Gefäß. Ein Gefühl sagte mir das es nicht für Wasser gedacht war.
Plötzlich tippte mir Areo auf die Schulter. „Lia sieh mal. Da steht etwas an der Wand." Er las es laut vor.
„Willkommen Elementar Magica des Feuers.
Nur eine Magica hat Zugang zu diesem Edelstein.
Nutze deine Kräfte und du bekommst ihn."
„Fast genau das gleiche stand auch an einer der Wände in der Statue, in der der erste Edelstein war", erklärte ich.
Das war einfach. Meine Feuerkräfte waren die einzigen die ich vollständig beherrschte. Ich erschuf eine kleine Flamme in meiner Hand. Doch sie erlosch sofort. Ich versuchte es erneut und wieder erlosch sie. Egal wie oft ich es versuchte sie erlosch jedes Mal. Die längste Zeit in der die Flamme in meiner Hand brennte, waren gerade mal Drei Sekunden. Wieso funktionierte es nicht? Lag es daran das ich mein Feuer vorhin von mir gelöst hatte? Oder blockierte dieser Bereich der Höhle meine Kräfte?
„Du bist noch zu schwach", erklang Areos Stimme hinter mir.
Ich drehte mich zu ihm um.
„Sieh doch wie wackelig du auf den Beinen stehst. Du hast all deine Kraft geopfert um mich zu retten. Sie muss sich erstmal wieder etwas erholen."
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Erbin der Elemente (Tales of Elements 1)
FantasyDas Leben der 18. Jährigen Lia ist geprägt von Geheimnissen. Sie muss ihre Kraft und ihre Königliche Identität, vor ihren Freunden geheim halten. Nicht so einfach, wenn man auf eine Akademie für Magicas geht. Menschen mit Magischen Kräften. Doch als...
