Ich wartete im Thronsaal auf die Botschafter. Sie sollten schon vor einer Stunde angekommen sein, aber inzwischen waren sie immer noch nicht da. Es gab anscheinend Schwierigkeiten. Doch dann öffnete sich die Tür und der erste Botschafter kam herein. Prinz Joshua vom Neptun. Er war klein. Seine Schwarzen Haare waren total verstrubbelt und durcheinander. Er sah nichts aus wie der Typische Prinz. Von Erzählungen her wusste ich das er nicht der Thronerbe war, sondern der Jüngste von Vier Brüdern. Seinen ältesten Bruder Aramando kannte ich noch von der letzten Versammlung der Planeten und sein Bruder Luke, besuchte ebenso wie ich die Magicxa Akademie. Joshua war umgeben von seiner Leibgarde. Wenn meine Erinnerungen sich nicht täuschten dann musste er jetzt 16 Jahre alt sein. Ab diesem Alter durften die Königskinder als Botschafter agieren. Also wunderte es mich nicht das Prinz Joshua als Botschafter des Neptuns galt. Ich ging zu ihm hin und begrüßte ihn. „Herzlich Willkommen Prinz Joshua, auf dem Saturn. Ich hoffe Sie hatten eine gute anreise." „Naja, es gab ein paar Turbulenzen, aber ansonsten verlief alles ganz ruhig. Mit wem habe ich denn die Ehre?" Er nahm meine Hand und gab mir einen Kuss auf die Hand. „Ich bin Kronprinzessin Jezelia des Saturns." „Es ist mir eine Ehre Sie kennenlernen zu dürfen." Er schmeichelte mir. Typische Taktik der Prinzen um das Herz eines Mädchens zu gewinnen, aber ich ließ mich nicht darauf ein. Ich durchschaute diese Taktik inzwischen einfach schon viel zu lang. Die Tür ging erneut auf. Diesmal erschien mein Ex-Freund Prinz Kaspian vom Jupiter. Ich spürte wie mir das Frühstück wieder hochkam, schluckte es jedoch wieder runter. Das würde ja ein spaßiger Aufenthalt werden. Vor Zwei Jahren waren wir damals zusammen, aber es war nie die große Liebe. Größtenteils wollten mehr unsere Eltern diese Beziehung als wir. Doch dann gab es einen ziemlich schlimmen Streit zwischen uns beiden und wir gingen seit diesem Zeitpunkt getrennte Wege. In dem Streit ging es darum das er mit einem anderen Mädchen geschlafen hatte. Wenn ich so zurück Blicke war es mir eigentlich ziemlich egal gewesen. Doch damals bin ich ausgerastet. Wir hatten uns jetzt seit diesem Vorfall nicht mehr gesehen. Kaspian war Kronprinz des Jupiters und bis er König werden würde, galt er als Botschafter. Genauso erging es mir auch. Er erblickte mich und seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen war er überrascht. „Hallo Lia, es überrascht mich dich hier zu sehen." „Ach ja, nur mal so zur Info. Ich wohne hier. Dies ist mein Planet. Ist doch klar das ich hier bin" „Ja aber ich dachte du wärst auf der Akademie." „Nein ich habe diese Woche unterrichtsfrei bekommen." „Oh. Ach so" Die Stimmung zwischen uns war angespannt. Zu meinem Glück ging die Tür wieder auf und auch der letzte Botschafter kam herein. So musste ich mich nicht mehr auf Prinz Kaspian konzentrieren. Diesmal kam Prinz Matteo vom Merkur. Der letzte der drei Botschafter. Prinz Matteo war der Bruder meiner guten Freundin Kronprinzessin Joanna. Daher kannten wir uns noch. Er kam auf mich zu und ehe ich mich versah befand ich mich in einer Umarmung. „Hallo Lia, wie schön dich zu sehen." Matteo und ich waren ebenfalls gute Freunde. „Es ist auch schön dich zu sehen Matt." Nun da alle Botschafter da waren, zeigten ich ihnen erstmal ihre Unterkünfte für die nächsten Tage. Ihre Diener stellten ihr Gepäck in dem Räumen ab. Die Unterkünfte waren sehr Luxuriös. Meist waren unsere Gästezimmer sowieso sehr viel Edler, als unsere eigenen Räumen. Wir wollten einen guten Eindruck bei unseren Gästen hinterlassen. Jeder Prinz bekam sein eigenes Zimmer. Es durfte gar nicht anders sein. Die Tür neben der wir standen ging auf. Zu meinem Pech kam natürlich Break raus. Ich hatte voll vergessen, dass hier auch die Unterkünfte für die Herzoge sind. Er sah die Drei Prinzen. „Guten Tag eure Majestäten" begrüßte er uns mit einer tiefen Verbeugung. Kaspian genoss diese natürlich. Ohne noch etwas weiteres zu sagen, schlich sich Break an uns vorbei.
Eine Stunde später wollten wir nach Tiluana aufbrechen. Da mich niemand erkennen durfte verkleideten wir uns alle Vier. Nun sahen die Prinzen nicht mehr nach Prinzen aus. Eher nach ganz normalen Personen die ein bisschen wohlhabender waren. Jeweils eine Leibwache begleitete uns. Doch diese mussten genug abstand von uns halten. Als erstes stand auf unserer Tour das Zentrum der Stadt. Die Statue der Adriana. Ich erzählte ihnen die Entstehungsgeschichte des Saturns und warum die Statue so besonders für uns war. Diesmal würde ich nicht meinen Fehler von damals wiederholen. Während ich erzählte bemerkte ich wie Kaspian das nicht interessierte, während die anderen zwei Prinzen gespannt zuhörten. „Kaspian? Hörst du mir überhaupt zu?" konfrontierte ich ihn. „Nein" wie bitte? Ganz ruhig bleiben Lia. Reg dich nicht auf, ermahnte ich mich selbst. Ich beschloss einfach ihn zu ignorieren und fuhr fort mit meiner Erzählung. Danach besuchten wir den Park. Die ganzen Titanrosen wurden gerade gepflückt. „Morgen feiern wir unseren schönsten Feiertag den Tag der nach Blütenzeit und wie ihr seht werden gerade alle Titanrosen gepflückt. Dies machen wir da wir morgen daraus Rosensirup herstellen werden. Ihr seid herzlich eingeladen diesen Tag mit uns zu feiern." Joshua meldete sich als erstes zu Wort „Das klingt ja wundervoll. Ich bin auf jeden Fall dabei" „Ich auch" kommentierte Matteo. Kaspian dagegen sah immer noch unbeeindruckt aus. „Mittags werden wir im Schloss den Sirup herstellen und am Abend veranstalten wir einen großen Ball. Ganz Tiluana wird erscheinen. Zum krönenden Abschluss des Tages werden wir dann nachts noch Laternen zum Himmel emporsteigen lassen." Nun sah auch Kaspian etwas interessierter aus. Ich wusste noch das er Bälle liebte. Er liebte es zu tanzen. Wir erkundeten den Park noch etwas. „Was ist das für ein Denkmal?" fragte Prinz Joshua. Er zeigte dabei auf das Grabdenkmal. „Hier werden immer die verstorbenen der Königfamilie begraben bis jemand neues aus der Königsfamilie stirbt. Zurzeit liegen hier zwei leere Särge, da man die Leichen meiner Geschwister nicht gefunden hat." Tränen wollten sich den Weg aus meinen Augen schaffen. Kaspian sah es. Er kam zu mir und nahm mich in seine Arme. „Es tut mir so leid" schon damals nahm er mich immer in den Armen. Er tröstete mich immer, wenn ich wieder um meine Geschwister trauerte. Joshua schien ein schlechtes Gewissen zu haben. „Oh, das wusste ich nicht." Ich löste mich von Kaspian „Es ist schon gut, du konntest es ja auch nicht wissen" beruhigte ich ihn.
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Erbin der Elemente (Tales of Elements 1)
FantasyDas Leben der 18. Jährigen Lia ist geprägt von Geheimnissen. Sie muss ihre Kraft und ihre Königliche Identität, vor ihren Freunden geheim halten. Nicht so einfach, wenn man auf eine Akademie für Magicas geht. Menschen mit Magischen Kräften. Doch als...
