Und tatsächlich mussten wir der Straße nur folgen bis wir zu einem kleinen Park kamen. Von dort aus, sah man schon einen Grünen Arm, einer Statue. Die Bäume in diesem Park, waren diesmal anders, als im ersten großen Park, indem wir gestern waren. Sie waren kleiner. Wir konnten den Park problemlos durchqueren. Und dann sahen wir die Statue endlich ganz. Sie war erstaunlich. Es musste früher etwas ganz Besonderes für diese Stadt gewesen sein. Jetzt verstand ich wieso. Als ich auf die Fackel, die sie in ihrer Hand hielt, starrte, wurden meine Augen wieder von einem Schimmern geblendet. Auch die anderen bestaunten sie. Jedoch wurde niemand geblendet. „Das kann ich mir doch nicht einbilden" beschwerte ich mich so laut, dass Spot aufschreckte. Aelin kam zu mir. Sie legte ihre Hand sorgsam auf meinen Rücken. „Lia, da ist nichts." Schnell blickte ich rüber zu Areo.
„Du musst es doch sehen. Du hast die besten Augen von uns allen."
Areos Kraft war es super Sinne zu besitzen. Er konnte Meilenweit in die Ferne schauen und trotzdem alles genau erkenne. Sein Gehör war unglaublich. Er verstand jedes noch so leise Wort. Nur durch tasten konnte er sich perfekt orientieren. Und er schmeckte alles tausend Mal intensiver, als wir anderen. Selbst sein Geruchssinn war überwältigend. Er fand andere Menschen allein durch ihren Geruch.
Aber auch er schüttelte nur den Kopf. „Da ist nichts Lia."
Enttäuscht ließ ich die Schultern sinken. Es konnte doch nicht sein, dass dieses Schimmern nicht existierte. Ich bildete es mir nicht ein. Es war da. „Vielleicht haben ja Jess und Kai etwas entdeckt. Lasst uns zurück zum Schiff gehen" meinte Break. Ic wollte dableiben. Wollte den Schimmern auf dem Grund gehen. Aber die anderen ließen mich nicht. Selbst nicht als ich darauf bestand.
Schließlich knickte ich ein und ging mit den anderen zurück zum Schiff. Als wir ankamen, waren Jess und Kai bereits da. Wir stürmten zu ihnen, um sie auszufragen. Aber auch sie hatten nichts entdeckt. Für heute beschlossen wie eine Pause zu machen und morgen noch einmal alle zusammen in Manhattan zu suchen.
Während die andere alle zusammensaßen und sich von ihren Entdeckungen erzählten, ging ich mit Spot in den Kommandoraum. Ich ließ Spot runter und setzte mich selbst auch auf den Boden. Zuerst zögerte Spot etwas, dann fing er aber an alles zu inspizieren. Er beschnüffelte die vielen Geräte, knurrte manche auch an. Dann suchte er sich eine Stelle, tappte im Kreis und legte sich schlussendlich hin. Kurz darauf hörte ich nur noch ein leiser Atem. Bestimmt war er eingeschlafen.
Ich beschloss einen kleinen Spaziergang durch den Park zu machen. Break wollte mich begleiten, aber ich winkte ab. Gerade musste ich einfach mal alleine sein und meine Gedanken ordnen. Meine Füße brachten mich bis zu einem See, in der Mitte des ehemaligen Parks. In der Ferne erkannte ich verbannte Hochhäuser. Es war so traurig was mit diesen Planeten passiert ist. Er war so belebt gewesen, so voller Freude. Die Städte waren magisch, wunderschön. Und jetzt. Jetzt war die ganze Magie weg. Die wunderschöne Intensität die diese Stadt einmal ausgestrahlt hatte, war verschwunden.
Erstaunlicher Weise war das Wasser hier nur recht klar und nicht versucht. Anders wie bei den Flüssen. Daher setzte ich mich an den Rand eines Stegs und ließ meine Nackten Füße im Wasser, des Sees baumeln. Ich starrte auf meine Hände. Die Hände die vor kurzem noch einen Bogen in der Hand hielten und einen Pfeil auf ein unschuldiges Lebewesen gezielt hatten. Die Hände in deren ein Schwert lag, welches ein weiteres unschuldiges Lebewesen ermordete. Wir hätten sie auch verjagen können, ohne tote einzustecken. Aber ich war dafür zu Feige. Ich wollte lieber den einfachen Weg. Wie konnte ich nur. Frustriert ließ ich den Kopf sinken. Ich spürte wie meine Augen anfingen zu brennen. Ich blinzelte mehrmals, bis es aufhörte. Ich würde jetzt nicht weinen. Dies war mir nicht gestattet. Meine Tat hatte es nicht verdient, dass ich sie betrauerte. Ich war es selbst schuld. Nun war es meine Bürde.
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Erbin der Elemente (Tales of Elements 1)
FantasyDas Leben der 18. Jährigen Lia ist geprägt von Geheimnissen. Sie muss ihre Kraft und ihre Königliche Identität, vor ihren Freunden geheim halten. Nicht so einfach, wenn man auf eine Akademie für Magicas geht. Menschen mit Magischen Kräften. Doch als...
