„Müssen wir da lang?", fragte Jess. Sie zeigte auf die Gabelung einer Gasse. In meiner Hand hielt ich den Stadtplan, welchen meine Großmutter uns mitgegeben hatte. Die Straße auf die Jess zeigte, war eine Sackgasse. „Nein." Ich Wante mich der entgegengesetzten Richtung aus der wir gekommen waren zu. Die jetzige Straße entlang. Wir waren auf den Weg zum Kolosseum. Unser einleitender Halt in Rom. Im Buch stand, dass es der berühmteste Ort in Rom wäre. Daher lag es nur nahe das es unser erstes Ziel sein würde. Die Jungs warteten am Schiff auf uns. Break zu sehen hielt ich nicht aus. Leider hatten wir uns verlaufen. Keiner von uns drei hatte einen allzu praktischen Orientierungssinn. Das war eher Areos Gebiet. Laut der Karte war das Kolosseum nicht mehr weit entfernt. Adriana sei dank, konnte man hier besser durch die Straßen gelangen als in New York. Da Rom nicht eine U-Bahn besaß, waren keine Löcher im Boden. „Und wie läuft es bei dir und Kai?", fragte Aelin an Jess gewandt. Auf das Gesicht meiner besten Freundin stahl sich ein Lächeln. „Wir hatten vor ein paar Tagen unseren Jahrestag." „Ist das wirklich erst ein Jahr her? Fühlt sich an wie eine halbe Ewigkeit." „Was habt ihr gemacht?", wollte Aelin wissen. Jess zögerte kurz, bevor sie antwortete. „Ich habe die Zeit angehalten, damit wir solange Zeit hatten wie wir wollten und dann haben wir ein kleines Picknick in einem der Tempel gemacht." Ich konnte nicht fassen, dass Jess so mutwillig war, sie wusste was ihre Macht auslösen konnte. Es war einer der stärksten in Lythix. Die Zeit war sehr empfindlich. Sie anzuhalten sollte nur im äußersten Notfall sein. Ich ließ mir nicht anmerken das ich nicht sehr davon begeistert war, was Jess gemacht hattel. „Kurz darauf haben wir dann diesen Tunnel gefunden. Kurz waren wir am überlegen, ob wir euch holen sollten, beschlossen aber noch ein bisschen zu warten und stattdessen die Zeit zu zweit zu genießen. Für euch hat es keinen Unterschied gemacht." Jess Wangen begannen sich Rosa zu färben. „Ziemlich schnell ging es dann zwischen uns etwas...", die Röte stieg immer weiter an. „Intimer zu." Jetzt war sie so rot wie eine Tomate. „Es war verdammt nochmal der beste Sex meines bisherigen Lebens ." Es sah aus als würde ihr Kopf gleich explodieren, so rot war er. Kurz herrschte Stille zwischen uns. Bis Aelin vollkommen trocken heraushaute „Den hatte ich damals mit Areo in der Bibliothek der Akademy." Ich schlug entsetzt meine Hände vor dem Mund. Aber als Aelin und Jess anfangen mussten zu lachen, stimmte ich mit ein. Beide wussten das mein Entsetzen nur gespielt war. „Und du Lia?", fragte Aelin diesmal mich. Mein Lachen stoppte abrupt. „Ich...Ich...bin noch...Jungfrau...", stotterte ich. Die Jungfräulichkeit war für mich etwas besonderes. Bisher gab es noch niemanden den ich genug vertraute um diesen Schritt zu wagen. Mit dem Vertrauen war das aber so eine Sache. Für mich war es das wichtigste. Doch von Erzählungen von anderen Königskindern wusste ich, dass viele sich dieses Vertrauen gerne zum Vorteil machten. Schon mehr als einmal ist es passiert das jemand einen Adeligen entjungfert hatte und damit groß an die Presse gegangen ist. Obwohl es normal ist irgendwann seine Jungfräulichkeit zu verlieren, stellte die Presse uns dann immer ins schlechte licht. Vor zwei Jahren gab es zuletzt so einen Fall. Ein Junge prallte damit das er Prinzessin Anthea entjungfert hatte. Damit woltle er sich nur wichtiger machen,als er war. Was er Anthea antat war ihm vollkommen egal. Die Presse hatte es sowieso schon auf die Königsfamilie der Venus abgesehen, da König Dandelion der jüngste König in ganz Lythix war der zurzeit regierte. Mit 16 Jahren sind seine Eltern gestorben. Er war alt genug um den thron zu erben. Doch dies war nicht seine einzige Bürde. Neben einem ganzen Königreich musste er sich auch noch um seine vier kleineren Geschwister ganz alleine kümmern. Er war ganz alleine mit ihnen. An seiner Seite gab es keine Frau die ihn unterstützte. Nur seine Schwestern. Maylea war zwar nur zwei Jahre Jünger als er, aber damals war sie trotzdem noch zu jung um ihn irgendwie zu helfen. Inzwischen hatte sich das alles wieder geregelt. Dandelion war ein guter König. Er führte seinen Planeten wie kein anderer vor ihm. Würde es zu einem neuen Krieg kommen, wäre Venus in guten Händen. Auf den Schultern von all uns Königskindern lastete eine Große Last. Sobald man dem falschen vertraute, war man für alle Zet verurteilt. Einzig und allein meine Großcousine Kronprinzessin Kristall ahtte es geschafft dem richtigen zu vertrauen. Sie war glücklich verlobt. Jeder gönnte es ihr. Deshalb war mir auch die gegenseitige Liebe zwischen Break und mir so wichtig. Ich musste mir seiner Liebe gewiss sein, ehe ich den nchsten Schritt wagen konnte. Vertrauen tat ich ihm voll und ganz, das war keine Frage. So lange wie wir uns schon kannten, gab es nichts in dem ich ihn nicht vertrauen würde. Doch ich wollte diesen nächsten Schritt. Schon so lange wartete ich darauf. „Das kommt bestimmt noch", wollte mich Jess beruhigen. Sie schenkte mir ein beruhigendes Lächeln. „Da", rief Aelin. Sie zeigte auf das Ende der Straße. Dort sah man viele ineinander geschlungene Steinbögen. Ich nahm das Buch aus meiner Beintasche. Diese Bögen passten zum Kolosseum. „Ich glaube wir haben es." Mit schnellen Schritten führten uns unsere Füße dorthin. Es war tatsächlich das Kolosseum. Mit all seiner Pracht erstreckte sich dieses uralte antike Bauwerk vor unseren Augen empor. „Siehst du schon ein Schimmern?", erkundigte sich Jess. Ich schüttelte mit dem Kopf „Lasst uns mal rein gehen." Von innen war es noch gigantischer, als es von außen schien. In der Mitte klaffte ein riesiges loch mit alten Gemäuern umrisse. Alte Tribünen zogen sich vier Etagen hoch. Ein Dach besaß es nicht. Meine Hand strich über die Außenwände. Erforschte ob dort irgendwas war. Doch ich fühlte rein gar nichts. Auch kein Schimmern bahnte sich in mein Blickfeld. „Ich seh nichts", rief ich den anderen zu. Meine Augen musterten die Arena ab. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie es früher in der römischen Antike hier aussah. Die Tribünen voller Zuschauer die sich darum rissen Blut zu sehen. Der Kaiser hoch erhobenen Hauptes über seinen Volk, bestrafte die die es seiner Meinung nahc verdient hatten. Heute gab es so etwas Adriana, sei dank nicht mehr. Doch wenn mein Vater wieder befreit werden würde könnte es passieren. Er war sruppellos, gerissen. Genausp wie die damaligen römischen Kaiser die diese Spiele um leben und Tod nur zu ihrem Spaß veranstaltet hatten. Ich konnte mir nicht vorstellen wie Lythix unter seiner Herrschaft aussehen würde. Er musste gefangen bleiben. Dafür würde ich sorgen. „Hier ist nichts wir sollten weiter", forderte ich Jess und Aelin auf. Je schneller wir die Edelsteine fanden, desto sicherer konnte ich mir sein das mein Vater im Gefängnis versauern würde. Wir konnten keine Zeot vertrödeln. In Eiltempo lief ich durch die Straßen Roms. Jess und Aelin viel es schwer mir zu folgen. Das Gejapse in meinen Ohren verriet mir das sie mit dem Atem kämpften. Beide mussten Joggen um mich einholen zu können. Ich lief einfach weiter und weiter. Die Karte beachtete ich nicht. Nichts verriet mir wo ich mich befand. Alle Straßen sahen gleich aus. Die alten Häuser die sich aneindergerieht vor mich hinzogen. Aööe waren gleich und auch irgendwie nicht. „Lia!", rief Jess diesmal aufgebracht. „Bleib stehen!" „Ich kann nicht. Keine Zeot. Wir müssen diesen verdammten Edelstein finden!" Plötzlich blieben alle Staubpartikel in der Luft stehen. Nichts bewegte sich. Nur Jess, Aelin und ich. „Lia. Nun warte doch." Jess hatte die Zeit angehalten. „Jess, wir haben keine Zeit für soetwas", mahnte ich sie. „Wir haben alle Zeit der Welt. Die Zeit bleibt stehen. Es vergeht keine enizige Sekunde.", antwortete sie mir daraufhin. Ein Seufzer entfuhr mir, während ich mich zu ihnen umdrehte. „Wir sind zu weit gegangen", berichtete Aelin „Das Pantheon liegt schon ein paar Meilen hinter uns." „Also was jetzt?", fragte Jess. Ich seufzte „Schätze wir müssen zurückgehen." Gerade als mein Körper sich schon festgesetzt hatte umzudrehen, verreit Jess Miene mir das sie über etwas nachdachte. „Was ist wenn der Edelstein da gar nicht ist? Das Pantheon hat nicht viel mit Erde zu tun." „Ist es denn klar das wir es mit dem Erd-Edelstein zu tun haben?", wendete Aelin ein. Mein Kopf nickte „Ich bin mir zu 99 Prozent sicher." „Mein Vater hat mir als kleines Kind immer eine Legende über einen Ort hier in Rom erzählt", fing Jess an zu berichten. Aelin und ich spitzen unsere Ohren, um ihr zuzuhören. Bevor sie fortfuhr, sah man wie sie nachdachte. Wahrscheinlich erforschte sie ihr Gehirn nach den Erinnerungen. „Es war meine Lieblingsgeschichte als Kind. Die Geschichte wurde schon erfunden bevor es Lythix und die Magicas gab. Sie handelte von einem Ort hier in Rom. Dort war es immer prall gefüllt mit Menschenmengen. Er war magisch und zog die Menschen heran. Eines Tages erschien dann ein kleines Mädchen mit Erd-Kräften die dieser Magie auf dem Grund gehen wollte. In der Mitte dieses Ortes befand sich eine Säule. Das Mädchen öffnete it Hilfe ihrer Kraft diese Säule. Zum Vorschein kam ein Edelstein der die Magie erschaffen hatte." „Du meinst den Element-Edelstein?", erkundigte sich Aelin. Jess schüttelte den Kopf „Nein. Ein vollkommen anderer." „Die Element Edelsteine befinden sich erst hier auf der Erde, seitdem Roy Sombre mit Hilfe von ohnen gefangen gehalten wird", ergänzte ich. „Ich denke die Magicas die, die Edelsteine versteckt haben, könnten sich diese Geschichte als Vorbild genommen haben." „Gib mal die Karte", forderte mich Jess auf. Ihre Augen huschten über die vielen Straßen und Wege. Sie erkundeten die Gebäude und Plätze. Plötzlich tippte Jess mit ihrem Zeigefinger energisch auf eine Stelle der Karte. St. Peters Square. Es war ein Platz in der damaligen Vatikanstadt. „Dann los."
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Erbin der Elemente (Tales of Elements 1)
FantasíaDas Leben der 18. Jährigen Lia ist geprägt von Geheimnissen. Sie muss ihre Kraft und ihre Königliche Identität, vor ihren Freunden geheim halten. Nicht so einfach, wenn man auf eine Akademie für Magicas geht. Menschen mit Magischen Kräften. Doch als...
