Wir gingen durch die unendlichen Straßen Roms. Nach einer Weile gelangten wir an den Fluss der für Rom bekannt ist. Der Tiber. Um zur Vatikanstadt zu kommen, mussten wir ihn überqueren. Doch als wir ihn erreichten, waren viele Brücken beschädigt. Wir konnten nicht über sie schreiten, wenn sie die jederzeit durch unser Gewicht einstürzen könnte. Für mich war es kein Problem durch den Fluss auf die andere Seite zu schwimmen. Jedoch hatte ich keine Ahnung wie Jess und Aelin dort hinkommen sollten. „Was nun?", fragte Aelin. „Ich könnte hinüber schwimmen." Jess sah mich misstrauisch an „Der Fluss hat eine viel zu starke strömung. Außerdem kannst du doch gar nicht schwimmen?" „Doch. Meine Kraft ermöglich das ich Unterwasser atmen kann und die Strömungen mich so tragen, das ich vorankomme." „Dann geh du ab hier alleine weiter", schlug Jess vor. Sie zeigte auf die Kuppel eines Gebäudes „Siehst du das Dach dort?" Ich nickte. „Der platz befindet sich vor dem Gebäude. Du wirst ihn leicht erkennen. Er ist geschmückt mit zwei Halbrunden Säulengängen, die zusammen eine Elipse geben. Für dich ist aber nur die Säule in der Mitte wichtig." Mit großem anlauf sprang ich in den Fluss. Mein Kopf versank unter dem Wasser. Wie immer fühlte es sich im ersten Moment wieder so an als würde mir die Luft aus den Lungen gerissen. Dieser Gefühl verflog jedoch schon innerhakb weniger Sekunden. Von nun an war es ein leichtes durch den Fluss voranzukommen. Um mich herum schwammen, wie auch in New York, Meeresgeschöpfe herum. Ein Delfin stubste mich sogar mit seiner Schnauze an. Auf der gegenüberliegenden Seite stieg ich aus dem Gewässer. Ich sah wir mir Jess und Aelin entegenblickten. Mein Weg setzte sich durch die Straßen von Rom weiter. Doch es dauerte nicht lange, da sah ich einen Säulengang in der ferne. Ich hatte die Vatikanstadt erreicht. Schnell eilte ich zu ihr hin. Und tatsächlich erstreckte sich vor meinen Augen eine Eckige Säule mit einem Jesuskruez als Spitze. Das damalige Zeichen des Glaubens der Erde. Inzwischen gab es nur noch wenige Gläubige in Lythix. Im laufe der Jahrtausende waren die Menschen viel mehr zu Atheisten geworden. Wir verehren eher die Gründer unserer Planeten, als einen Gott. Als ich genau hinsah, blendete mich das Funkeln in den Augen. Auf meinem Gesicht trat sich ein breites Lächeln auf. Je näher ich der Säule kam, desto mehr vervollständigte sich ein Schrift auf ihr. Willkommen Elementar Magica der Erde. Nur eine Magica hat Zugang zu diesem Edelstein. Nutze deine Kräfte und du bekommst ihn. Es war wieder das gleiche wie die anderen beide male zuvor. Nur diesmal sah ich nirgends ein Befäß oder ähnliches in dem der Edelstein steckte. Das Funkeln blendete mich immer mehr, je näher ich der Säule kam. Als ich direkt davor stand konnte ich nichts mehr sehen. Der Edelstein musste dadrin sein. Ich legte eine Hand auf das Gestein der Säule. Ein starkes vibrieren durchfuhr mich. Es war so viel Magie in dieser Säule. Meine konzetration galt der Vorderwand. Ich stellte mir vor wie ich sie in zwei Teile spaltete und ein Durchgang erschien. Im nächsten Moment legte ich meinen einen Unterarm auf den anderen, sodass sie gekreuzt aufeinander lagen. Ich setzte all meine Willenskraft in meine offene Handfläche. Mein Gespür verreit mir das ich die Kanten der Wand ergriffen hatte. Die Überkreuzung meiner Unterarme löste sich auf und mit ihr teilte sich die Wand in zwei hälften. Ich ließ beide in den Boden versinken. Zum Vorschein kam das Gefäß mit dem Edelstein. Ich spaltete Eine steinerne Ecke von der Wand ab und ließ die Brökel in meiner Hand schweben, damit ich sie auf die Waage des gefäßes legen konnte. Der Edelstein löste sich. Schnell fing ich ihn auf, ehe er auf die Erde knallen konne und zerbrach. Meine Fingerspitzen nahmen den Beutel mit dem anderen Edelstein. Mit leichtetster Fingerfertigkeit öffnete ich die Schlaufe und ließ den Bernstein-Element-Edelstein hineingleiten. Als meine Kuppen beide Edelsteinen gleichzeitig berührten, verbande der Bernstein sich aufeinmal mit dem Rubin-Saphir. Erschrocken schreckte ich zurück. Es war schon wieder passiert. Jess und Aelin standen immer noch an der Brücke des anderen Ufers. Noch ehe ich aus dem Wasser stieg rief mir Jess schon etwas zu „Hatte ich recht?", fragte sie mich. Ich nahm den Edelstein aus dem Beutel und hielt ihn so in der Luft das die beiden ihn sehen konnten. Sie jubelten. Wir versuchten den Weg zurück zu gehen den wir auch gekommen waren. Doch da ich vorhin so schnell gekaufen bin und nicht drauf geachtet habe wohin ich lief, wussten wir nicht welche Staßen wir nehmen mussten um zurück zum Colosseum zu kommen. Dank der Karte fiel es uns jedoch schon ein bisschen leichter. Wir nahmen andere Starßen, enge Gassen, Jess kletterte sogar einmal auf ein Hausdach um eine bessere Sicht auf die Stadt zu bekommen. „Siehst du w...". Plötzlich erschienen im Himmel zwei gestalten. Es waren zwei Frauen. Die eine dunkelhäutig mit weißen Haaren, die andere hellhäutig mit orangen Haaren. „Giza", flüsterte Aelin. „Copiria", ergänzte ich dazu. Eine schwarze Wolke schoss von Oben auf uns herunter. Sie knallte direkt neben Jess auf das Dach ein. Jess flog im hohen Bogen herunter. Vor Schmerzen krümmte sie sich neben mir. „Jess", rief ich voller Schock. Ein Beben brachte mich dazu, neben ihr auf den Asphalt zu landen. Jess stöhnte. „Scheiße", fluchte ich. Giza landete ein paar Meter von uns entfernt auf einem der Dächer. Währenddessen ließ Copiria sich direkt vor uns auf dem Boden sinken. Ehe wir etwas dagegen tun konnten, verührte sie schon meinen und Jess Arm. Aelin zog ihre Schwerter aus ihren Rückenschwertscheiden. Dabei erklang ein unangenehmes Zischen. Mit dem einen Schwert griff sie Copiria an. Mit dem anderen versuchte sie Gizas Angriffe abzuwehren. Doch Copiria erschuf einen Windsturm, der Aelins Schwerter meilenweit weg wehte. Wie war das Möglich? Sie hatte schon wieder die gleiche Kraft wie ich. Ich rappelte mich auf und erschuf in meiner Hand eine Flamme, die sich zu einem großen Feuerball entfachte. Diesen schoss ich auf Copiria zu. Mit einer leichten Handbewegung blockte sie ihn ab. Nein. Das konnte nicht möglich sein. Auch Giza kam immer näher auf uns zu. Jess hatte sich ebenfalls aufgerappelt. Blitzschnell zog sie die Wurfmesser aus ihrer Scheidend warf sie auf Copiria. Diese schloss ihre Faust. Die Messer blieben in der Luft stehen und auch Jess und Aelin konnten sich nicht mehr bewegen. Wieder waren alle Staubprartikel in der Luft stehen geblieben. Sie hatte die Zeit angehalten. Meine Atmung wurde schneller. Wie konnte Copiria all diese Kräfte besitzen? Auf einmal stand Giza neben mir. Sie packte mein Handgelenk. Eine höllische Qual brannte sich in meinen Gliedern aus. Meine Venen färbten sich Schwarz. Es war die gleiche Porozedur, wie wenn mein Vater seine Kraft anwendete. Aber Giza konnte nicht die gleiche Kraft haben wie er. „Wo sind die Edelstein?" Ich blieb still, keuchte nur vor schmerzen. Noch nie hatte ich solche Schmerzen erlitten. Es war unerträglich. Ich versuchte mich aus ihrem Griff zu lockern. Doch sie verstärkte ihn nur und noch mehr Qualen entfachten sich in mir. Ich versuchte mein feuer zu entfachen. Nichts regte sich. Kein einziger Funke. Nun legte Giza auch eine Hand auf meine Schläfe. Die Schmerzen wurdenso groß das ich zu Boden ging. Ich schrie. Konnte nichts anderes hervorbringen außer diesen schrei. Plötzlich spürte ich eine kälte an der Stelle wo Gizas Hand meine Schläfe berührte. Und auch die Hand an meinem Handgelenk war eiskalt. Als ich hinuntersah, waren ihre Hände vereist. „Lia", rief eine tiefe Stimme, die mir jedesmal eine Gänsehaut verschaffte. Break erschien am Ende der Straße. Als er Giza und Copiria erblickte, musste er kurz stocken. Es war nur ein flüchtiger Moment, den wohl kein anderer bemerkt hätte. Doch ich kannte Break. irgendetwas musste ihn verunsichert haben. Mit Blitzschneller Geschwindigkeit kam er auf uns zu. Sein Schwert erhoben. Er setzte es so an das es auf Gizas Brust zielte. Bevor er sie jedoch erreichte, konnte auch er sich schlagartig nicht mehr bewegen. Ich sah zu Copiria. Ihre Faust war wieder geschlossen. Sie schritt auf Break zu. Ich versuchte sie aufzuhalten, doch Gizas Hände waren wieder aufgetaut. Sie schnappte mein Handgelenk. Die höllischen Qualen fingen wieder an. Aus dem Augenwinkel sah ich wie eine zweite Gestalt am ende der Straße auftauchte. In seinen Händen blitzte eine eisige Kälte auf. Kai. Er lief auf uns zu, schoss Eiszapfen auf Giza und Copiria. Copiria stand stock steif da. Schock stand ihr ins Gesicht. Ihre Atmung wurde schneller. Einer der Zapfen bohrte sich in ihre Schulter. Er zerbrach. Ihr ganzer Arm vereiste. Sie war so benommen, das sie zurück taumelte und auf den Boden fiel. Daraufhin löste sich die Magie. Break, Aelin und Jess konnten sich wieder bewegen. „Reiß dich zusammen", zischte Giza Copiria an. War das eine Träne die Copirias Wange hinunterfloss? Break richtete sein Schwert auf Giza. Diese ließ mich los. Aus dem nichts erschien auch in ihrer Hand ein Schwert. Es hatte keine Matterie, erschien viel mehr so als wäre es aus Schatten. Schattenmagie das müssten Gizas Kräfte sein. Die engste Magie, die mit der Kraft meines Vaters zu tun hatte. Viele Eigenschaften der beiden Kräfte überschnitten sich und waren gar identisch. Sie blockte Breaks angriffe ab. Ich konnte mich nicht bewegen. Die schmerzen waren immer noch zu stark um aufzustehen. Inzwischen hatte sich Copiria wieder aufgerappelt. Kai ging mit einer bedrohlichen Kälte auf sie zu. Sie wich vor ihm zurück. Ein Eisstrahl traf sie auf der Brust. Von hinten flog ein Messer in ihre Schulter. Vor schmerzen krümment fiel sie auf dem Boden. Kai beugte sich über sie. Er sah ihr in die Augen. War das Sehnsucht in ihren? Plötzlich wichte Kai zurück. Es war als hätte ein Schicksalsschlag ihn getroffen. Break hatte Giza in die Enge getrieben. Kein Ausweg war ihr mehr möglich. Doch wie aus dem nichts verwandelte sich ihr Körper in einen Schatten. Er wich über die Wände der Häuser, bis er bei Copiria angelangt war. Der Arm des Schattens wurde wieder lebendig. Copiria umfasste ihn. Ihr Körper verwandelte sich ebenfalls in einen Schatten. Und dann wurde es mir bewusst. Copiria konnte Kräfte kopieren. Das war ihre Kraft. Deswegen konnte sie so viele Kräfte gleichzeitig besitzen. Kai versuchte die Wand einzufrieren. Es gelang ihn, aber den Schatten machte das Eis nichts aus. Dann waren sie verschwunden. Ich dachte schon das es vorbei wäre, doch dann erschien Gizas Schatten erneut. Er packte Break. Er wurde in die Schatten gerissen. Ich konnte ihn nicht mehr sehen. „Break", rief ich. Ich versuchte aufzustehen. Irgendwas zu tun. Doch nichts gelang mir. Jess lief in die Richtung, in der Break verschwunden war. Sie sah sch hektisch um. „Nichts." Ich ließ den Kopf sinken. In meinen Augen sammelten sich Tränen. Jess kam auf mich zu. Sie nahm mich in den Arm. „Er kommt zurück. Break ist stark und klever." Ich vergrub mein Gesicht in ihrer Schulter. „Ich hoffe du hast recht", schluchzte ich. Am Ende der Straße tauchte Areo auf. Aelin eilte auf ihn zu. Er schloss sie in eine innige Umarmung. Ich wendete den Blick ab. Sie gingen davon. Wahrscheinlich Aelins Schwerter suchen. „Lass uns zum Schiff zurückkehren." Jess bot mir ihre Hand an, die dankbar entgegennahm. Zu dritt gingen wir zurück. Kai sah benommen aus. Auch Jess bemerkte es. Sie nahm Kais Wange in ihre Hand und gab ihn einem kurzen, jedoch gefühlvollen Kuss, der verdeutlichte, dass egal was ist Jess für ihn da sein wird. Krampfhaft zog sich mein Herz zusammen. Was war wenn Break etwas passieren würde? Es war so dumm von mir auf ihn Böse zu sein nur weil er noch nicht so weit war mich so zu lieben wie ich ihn. Ich könnte mich Ohrfeigen. Break war der tollste Mann der mir je begegnet ist. Er war immer für mich da und teilte meine Geheimnisse. Warum war ich nur so dumm? „Ashley", flüsterte Kai unerwartet. Jess sah ihn stirnrunzelnd an. „Deine Schwester?" Er nickte zögernd. „Ich habe die Erinnerungen an sie, in Copirias Gesichtszügen erkannt." Ich drehte mich ruckartig zu Kai. Der Schock stand mir ins Gesicht. „Denkst du..." „Ja. Ich glaube Copiria könnte meine Schwester sein!" Darauf konnte ich nichts erwidern. „Copiria klingt nach einem Decknamen, möglich wäre es", sagte Jess schließlich. Kai schluckte. „Was bedeutet das für mich?" „Nichts", stellte Jess augenblicklich klar. „Es ist deine Vergangenheit!" „Aber..." „Nichts aber. Was zählt ist das hier und jetzt!" Jess blieb standhaft. Es war unglaublich das ihr vertrauen so groß zu ihrem geliebten war, dass sie nicht mal eine Sekunde an ihn zweifelte. Langsam kam das Raumschiff in Sicht. Wir hatten es auf einer großen Wiese geparkt. Als ich genauer hinsah erkannte ich eine verschwommene gestalt, welche sich gegen das Schiff lehnte. Augenblicklich ging ich in Kampfstellung und zog schon mein Schwert, weil ich erwartete das Giza oder Copiria zurückgekehrt waren. Doch als ich näher trat erkannte ich das es kein weiblicher Körper sein konnte. Dafür war er viel zu Maskulin, Breit und Muskulös. Die Gestalt kam auf uns zu. Mein Schwert prangte weiterhin in meiner Hand. Dann erkannte ich ihn. Es war Break. Blutüberströmt mit Wunden von einem Kampf. Aber er war noch da. Ich ließ mein Schwert auf den Boden klimpern und Leif auf ihn zu. Er schloss mich in seine Arme, ehe er mich hochhob und ich ihn einen stürmischen Kuss auf die Lippen drückte. In ihm steckte ich all meine Sorgen und die Erleichterung das er noch lebte. Meine Hände krallten sich in seine Haare. ich musste ihn fühlen. Musste mich versichern das er wirklich hier war. Es waren nur ein paar Stunden vergangen seit er in die Schatten gerissen wurde, doch ich hatte so eine Angst um ihn. Sah schon das schlimmste vor mir. Plötzlich erklang ein räuspern hinter uns. Es war Jess. „Ich will euch ja nicht unterbrechen. Aber wir sollten mal weiter reisen, bevor Giza und Copiria zurück kommen oder gar den nächsten Edelstein finden." Als sie Copiria erwähnt hatte, sah meine Beste Freundin Kai besorgt in die Augen. „Was ist mit Aelin und Areo?", fragte ich. Jess Finger zeigte in die Richtung hinter uns, von wo gerade zwei gestalten kamen. Areo und Aelin.
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Erbin der Elemente (Tales of Elements 1)
FantasyDas Leben der 18. Jährigen Lia ist geprägt von Geheimnissen. Sie muss ihre Kraft und ihre Königliche Identität, vor ihren Freunden geheim halten. Nicht so einfach, wenn man auf eine Akademie für Magicas geht. Menschen mit Magischen Kräften. Doch als...
