Kapitel 23 : Eine Offenbarung

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Als wir am Platz ankamen, wo das Schiff stand, kehrten mir alle den Rücken zu. Sie waren in irgendetwas vertieft.

Aelin rief zu ihnen rüber. „Ich habe Lia gefunden"

Kaum hatte sie das gesagt, drehte Break sich zu mir um. Die Erleichterung erkannte ich in seinen Augen. Sowie er mich sah, leuchtete das Grün in ihnen intensiver. Mit schnellen Schritten kam er auf mich zu und zog mich in eine innige Umarmung.

„Mach das nie wieder, Flämmchen" flüsterte er in mein Ohr.

In seiner Stimme erklang noch immer der Nachhall seiner Besorgnis. Irgendwie brachte mir diese Tatsache ein Lächeln auf die Lippen. Mein Kopf vergrub sich in seine Schulter. Er roch angenehm nach Vanille, mit einem Hauch Zimt. Nur ein Wort brauchte es um zu beschreiben woran mich sein Geruch erinnerte. Zuhause. Es erinnerte mich an die Akademie. Luciana und Toetra liebten Duftstäbchen und stellten diese immer im kompletten Area Bereich hin. Meistens waren es Vanille Gerüche. Die komplette Area roch danach. Es war so viel, dass der Geruch sogar auf unsere Kleidung haften blieb. Break hatte sich bestimmt umgezogen, während ich weg war. Kein bisschen Schweiß war in seinem Geruch enthalten. Es roch aber nicht nur nach zuhause, sondern auch nach Break. Er liebte den Wald. Der harzige Duft, der von den Bäumen kam, hatte sich inzwischen, wie ein Parfüm an ihm abgelegt. Ich hätte ewig so verweilen können. Doch irgendwann räusperte sich Jess und holte uns somit zurück in die Realität. Mit sinkendem Herz, löste ich mich von Break. In seinen Armen fühlte ich mich immer so geborgen.

„Ich bin ja auch froh das du wieder da bist, aber wir müssen den Edelstein finden."

Jess sah mir während sie das sagte, tief in die Augen, um mir zu verstehen zu geben, wie wichtig es ist ihn zu finden. Ich erwiderte ihren Blick mit einem Lächeln auf den Lippen. Daraufhin sah sie mich entrümpelt an. Dann wanderte ihr Blick auf meine immer noch geschlossene Hand. Ich öffnete sie.

„Meinst du denn hier?"

Und zeigte allen den Edelstein. Die anderen rissen ihre Augen auf und kamen auf mich zu gestürmt.

„Wo hast du den gefunden?" fragten Areo und Kai wie aus einem Munde.

„Wann?" erkundigte sich auch Break.

„Und vor allem, Wie?" wollte Jess wissen.

Erst jetzt merkte ich wie erschöpft ich war. Mein Blick suchte eine Sitz Gelegenheit. Break merkte es.

„Kommt. Wir gehen nach drinnen, dann kann Lia uns alles erzählen."

Drinnen setzten wir uns alle auf die Stühle, in der Kommandozentrale. Da es aber nicht genug Stühle für uns alle gab, setzte sich Jess auf Kais Schoss und Aelin sich auf Areos. Ich bekam meinen eigenen Stuhl. Neben mir auf den Boden lag Spot und schlief.

„Also Lia. Erzähl!" forderte mich Kai auf.

Also begann ich ihnen alles zu erzählen, was mir in den letzten Stunden passiert ist. Sie hörten mir gespannt zu. Als ich fertig war mit erzählen, merkte ich wie die Anspannung im Raum nachließ.

„Also kannst du jetzt auch das Wasser kontrollieren?"

Ich sah wie sich Jess Gesichtsausdruck von erstaunt in enttäuscht umänderte. Ich hätte es ihr schon viel früher erzählen sollen.

„Warte... Moment mal... Wieso auch?" wollte Aelin wissen und auch Areo sah geschockt und verwirrt aus.

Es kostete mich viel Überwindung. Noch nie hatte ich jemanden von meinen Freunden etwas über meine Kräfte erzählt. Jess war damals live dabei gewesen als ich herausgefunden habe, dass ich Feuer kontrollieren kann. Auch Break war bei meiner Entdeckung mit der Wasser- und Windkraft dabei gewesen. Kai wusste es von Jess. Dennoch war ich Aelin und Areo eine Erklärung schuldig. Sie gehörten zu meinem engsten Freundeskreis und hatten verdient die Wahrheit zu erfahren. Dementsprechend, öffnete ich meine Hand. Es war einfacher ihnen meine Kraft zu demonstrieren, als sie ihnen zu erklären. Es sammelte sich Hitze in ihr. Eine kleine Flamme schoss hervor. Es kostete mich sehr viel Anstrengungen sie in kleiner Größe in meiner Hand zu halten. Ich spürte wie sie ausbrechen wollte. Sich vergrößern wollte. Dies war das Problem mit Feuer. Es ließ sich nur schwer bändigen. Aelin und Areo schreckten zurück. Ich sah leichte Angst in ihren Augen. Die gleiche Angst die ich auch bei meiner Mutter gesehen hatte, als meine Kraft mal wieder unberechenbar wurde. Alle bis auf Break waren angespannt. Sie hatten Angst vor meiner Kraft. Selbst Jess und Kai. Es versetzte mir einen Stich ins Herzen. Schnell ließ ich die Flamme in meiner Hand wieder erlöschen.

Erbin der Elemente (Tales of Elements 1)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt