Kapitel 17: Reise durch Manhattan

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Bevor wir das Raumschiff verlassen konnten, mussten wir noch ein paar Sicherungsvorkehrungen treffen. Die damalige Stadt war sehr groß gewesen. Einer der größten Städte auf dem Planeten. Wir mussten uns aufteilen, um den Edelstein schnell genug zu finden. Vor mir lag eine Karte der Stadt. Sie war in in fünf Stadtteilen unterteilt. Queens war das größte, zusätzlich würden Jess und Kai auch noch Bronx durchsuchen. Aelin und Areo würden dagegen Brooklyn und Staten Island erkunden. Wo hingegen Break und Ich uns in Manhattan umschauen würden.

Wirvereinbarten noch, dass wir uns alle in drei Tagen wieder hier amRaumschiff treffen würden. Dann gingen wir getrennte Wege. Manhattanwar das kleinste Stadtteil von New York, jedoch war es damals dasZentrum der Stadt. Viele Wahrzeichen waren hier versteckt. Break undich mussten alle absuchen. Der Edelstein könnte überall verstecktsein. Doch am wahrscheinlichsten ist es, dass er an einem dieserWahrzeichen versteckt sein würde. In meiner Hand hielt ich eine alteKarte von New York. Zur Zeit befanden wir uns in einem Park. DenCentral Park. Er nahmeinen großen Teil von Manhattan ein. Da hier nie ein Gebäude stand,konnte sich die Natur hier alles am schnellsten zurück holen. Es warschwierig voranzukommen. Die Bäume standen alle so dichtbeieinander, dass wir nicht wussten, wo lang es zur Stadt gehenwürde. Da half uns auch die Karte nicht weiter. „Ich versuche malauf einen der Bäume zu klettern. Oben kann ich sehen wie weit wirvon der Stadt entfernt sind." Break sprintete auf einen der Bäumezu und sprang auf den untersten Ast. Von diesem an, schlängelte ersich auf den nächst höheren Ast hoch. Doch desto höher er kam,desto weiter entfernt waren die Äste voneinander. Inzwischen befander sich auf den höchsten Ast von allen, an welchen man ran kam.Höher würde er nicht mehr kommen. „Und kannst du was sehen?"rief ich zu ihn hoch. Sein Blick verschärfte sich. Angestrengt saher in die Ferne. „Ja, ich sehe eine Spitze. Ich denke das sie zueinem der Wolkenkratzer gehört." Er kam wieder zu mir herunter.Dann nahm er meine Hand und führte mich mit sich. „Wir müssen dalang" mit seinem Finger zeigte er Richtung Norden. „Break?"„Ja?" „In der Akademie, als wir angegriffen wurden...da hatteeine der beiden genau die gleiche Kraft wie ich. Die Feuerkraft. Aberdas kann doch gar nicht möglich sein?!" Ich machte mir schon langeGedanken über diesen Abend. Wie konnte die Rothaarige nur diegleiche Kraft haben? Es war ja keine ähnliche Kraft, sondern genaudie gleiche. Alles was ich konnte, konnte sie auch. Es war mir einRätsel. Break schwieg. Er erwiderte nichts. Gar nichts. Irgendwieverursachte mir diese Reaktion von ihm, ein Stich im Herzen. Ichdachte ich könnte ihm alles erzählen.  Aber er sah einfach nur aufden Boden. Ich löste meine Hand aus seiner. Er bemerkte es. Esschien ihm nichts auszumachen. Stumm gingen wir weiter.

Nacheiner ganzen Weile, wo wir nur gelaufen sind, kamen endlich dieersten Hochhäuser in Sicht. Es musste früher ein atemberaubenderAnblick gewesen sein. Die große Wolkenkratzer Landschaft, die sichdurch ganz Manhattan erstreckt. Aus alten Büchern, kannte ich denalten Anblick auf die Stadt. Von diesem war heute, jedoch nichts mehrzu sehen. Es war ein trauriger Anblick. Viele der Wolkenkratzer warenabgebrannt. Außer ihrem Gerüst war nichts mehr von ihnen zu sehen.Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis diese letztendlich in sichzusammenbrechen würden. Auch Break war erstaunt von diesem Anblick.

Es warschwierig durch die Straßen zu kommen. Überall standen alte Autosherum. Oft versperrten sie uns den Weg. Wir konnten auch nichteinfach so über sie hinüber klettern. Sie waren so von Rostverfressen, dass sie einbrechen würden, sobald auch nur ansatzweiseunser Gewicht, die Autos belasten würde. Daher suchten wir unsandere Wege. War die eine Straße versperrt, suchten wir die nächstgelegene auf. Unser Ziel war das Empire State Building. Einwahres Geschichtswunder der Erde. Es galt mal als das größteHochhaus, hier in New York. Meine Karte zeigte mir, dass wir nichtmehr weit entfernt waren. Doch irgendwie hatten wir länger gebrauchtals gedacht, um aus dem Park raus zukommen. Inzwischen ging die Sonneunter und schon bald würde es Dunkel sein. Früher war das keinProblem gewesen. In ganz New York brannten die Lichter und es gabkeine Ecke die nicht erleuchtet war. Doch inzwischen gab es keinenStrom mehr auf der Erde. Er war aufgebraucht. Die Elektrizitätverschwand. Sobald die Nacht anbrach, würde die ganze Stadt imDunkeln liegen. Wir mussten uns beeilen. Am Empire StateBuilding könnten wir die Nachtverbringen. Wir sprinteten los. Wenn wir schnell wären, würden wires vor Anbruch der Dunkelheit schaffen. Break war schnell. Er warsehr schnell. Es gehörte zu seiner Kraft. Doch er nahm Rücksichtauf mich und lief extra so langsam wie er nur konnte. Unser Ziel warnoch Meilenweit entfernt, doch schien jetzt  verschwand einSonnenstrahl, nachdem anderen. Es war schwierig es noch rechtzeitigzu schaffen. Plötzlich stoppte Break. „Was ist los?" Er stelltesich vor mich. Doch sein Rücken war nur mir zugewandt. „Spring aufmeinem Rücken!" Ich tat was mir befohlen wurde. Kaum lag meinKörper auf seinem Rücken, schon sprintete er los. Diesmal war er soschnell wie er nur konnte. Alles raste an uns vorbei. Die Hochhäuserverschwommen in meinen Augen. Es war alles wie ein Blitz. Und ehe ichmich versah, waren wir schon an einem sehr hohen Wolkenkratzer. DieGesteine, die noch übrig waren, waren Bech. Und auch die Form, warmir sehr bekannt. Auf jedem Foto, welches man von New York sah, wardieses Gebäude im Vordergrund. Es ragte heraus und überschatetealle anderen. Wir waren an unserem ersten Ziel angekommen. Wir warenam Empire State Building.

MeineAugen suchten den Wolkenkratzer nach Stellen ab, wo nichts beschädigtwar. Die Edelsteine würden einen Lebenskern bilden. Dieser wehrtGefahren ab. Besitzt ein Objekt einen Lebenskerns, kann es nichtzerstört werden. Daher sollte die Stelle, an der der Edelsteinversteckt ist, unbeschädigt sein. Auch dieser Wolkenkratzer, war mitKletterpflanzen überwuchert. Sie gingen fast bis zur Spitze. DieFenster waren auch hier vollkommen zerstört. Doch einzig und alleindie Spitze war unbeschädigt. Sollte der Edelstein hier verstecktsein, dann eindeutig in der Spitze. Inzwischen war es komplett Dunkelgeworden. Man würde nichts mehr erkennen können. Wir mussten biszum nächsten Morgen warten, wenn die Sonne wieder aufging. UnserLager schlugen wir im ersten Stockwerk des Gebäudes auf. Die anderenStockwerke waren zu gefährlich. Sie konnten jederzeit einstürzen.Diese Gefahr, durften wir erst morgen riskieren.

Mitmeiner Kraft, erschuf ich ein kleines Feuer, in der Mitte des Raumes,im dem wir uns befanden. Break kramte in unseren Rucksäcken herum.„Wir haben ein Problem" er kam zu mir. „Welches?" „Wirhaben vergessen und essen einzupacken." Oh bei Adriana. An essenhatte ich gar nicht gedacht. Es war klar das wir hier auf der Erdenicht wirklich was essbares finden würden. Im Raumschiff hatten wirauch genug Proviant. Aber ich habe total vergessen uns esseneinzupacken. „Hier gegenüber war ein kleiner Supermarkt.Vielleicht finde ich etwas essbares." „Ich lass dich nichtalleine gehen!" „Ich kann auf mich aufpassen. Schon vergessen,dass ich dich beim Training fast besiegt hätte?" „Nein,natürlich nicht." Zum Schluss gab er endlich nach und ließ michgehen. „Pass aber auf dich auf" rief er mich noch hinterher.

Inmeiner Hand entfachte ich ein Feuer. Nur so konnte ich genug sehen.Als ich den Supermarkt betrat, war ich froh das ich heute noch nichtsgegessen hatte. Es wäre mir spätestens jetzt, alles wieder hochgekommen. Alle Lebensmittel, die früher mal da waren, wareninzwischen verschimmelt. In Verpackungen von den Lebensmittel,sammelten sich Insekten. In manchen Maden, in anderen Kakerlaken.Fliegenschwärme flogen durch den ganzen Laden. Es stankentsetzlich.Die Dosen, wo früher einmal Bohnen oder ähnlichesdrinnen waren, waren explodiert. Meine Aufmerksamkeit bekam aber eineEcke des Ladens. Dort waren kleine Mini-Küchlein ausgestellt. Inihnen waren keine Insekten. Sie waren nicht verschimmelt oder sonstwas. Sie schienen essbar zu sein. Ich stopfte beide Rucksäcke dieich mitgenommen habe, komplett voll mit diesen Küchlein. Dann gingich zurück zu Break. Als ich aus dem Laden wieder rauskam, roch dieLuft so gut wie noch nie. Diesen Gestank, den ich im Laden gerochenhabe, würde ich nie wieder rausbekommen. Ich spürte wie in miretwas hochkam. Schnell versuchte ich es herunterzuschlucken. Aber eswar zu spät. Ich übergab mich und mir kam gefühlt alles Essenraus, was ich je in meinem Leben gegessen habe.

„Liaalles okay mit dir?" Break kam auf mich zugelaufen. Mir war wohlanzusehen, dass ichmich gerade übergeben musste. „Ja, alles gut.Im Supermarkt war es nur sehr eklig. Da wollte mein Essen der letztenTage raus." Break sah mich angewidert an. „Aber ich habe wasessbares gefunden." Ich öffnete die Rucksäcke und schüttelteihren Inhalt auf dem Boden aus. „Kuchen?" „Ja" Break nahmsich einen und betrachtete ihn missmutig. „Das ist ein sehrChemischer Kuchen. Sonst hätte er nicht so lange überleben können."Er öffnete die Verpackung, nahm den Kuchen heraus und biss dann inihn hinein. „Und?" „Wie gesagt. Sehr Chemisch. Aber essbar."Auch ich probierte den Kuchen. Besonders lecker war er nicht. Manschmeckte heraus das er sehr Chemisch war. Irgendeine Säure dieSchimmel entfernte, musste darin sein. Aber er würde ausreichen, umnicht zu verhungern.

Erbin der Elemente (Tales of Elements 1)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt