Nach Tierwesen erforschen hatten wir zwei Stunden Pause, bevor es mit dem Waffentraining losging. Ich beschloss, Break zu suchen und ihm die Schule zu zeigen. Ich fand ihn in unserer Area. Er saß auf der Couch und aß einen Apfel.
„Hey"
„Hey"
Er sah schon wieder etwas schüchtern aus. Lag es daran, was vorhin passiert ist?Wahrscheinlich, einen anderen Grund konnte es nicht geben. Er war früher zumindest nie schüchtern gewesen.
„Soll ich dir mal die Schule zeigen? Wir haben jetzt Zwei Stunden Frei also haben wir genug Zeit."
„Ja gerne das wäre voll Nett."
Er kratzte sich am Kopf und sah verlegen aus. „Ähm... könnten wir vielleicht als erstes die Cafeteria aufsuchen?Mein Magen brummt."
Er lachte und dies ließ mich erschaudern. Es war ein wohlklingendes kehliges Lachen und ich liebte es.
„Klar. Wenn ich ehrlich bin,bekomme ich auch so langsam Hunger."
Also machten wir uns auf den Weg zur Cafeteria. Sie lag genau in der Mitte des Campus. Es war ein rundes Gebäude was komplett verglast war. An den Seiten standen jeweils die zwei Essenstresen und in der Mitte der Cafeteria stand die Geschirrrückgabe. Drum herum war alles voller Tische. Doch die Cafeteria sah umwerfend aus. Die Tische waren aus dem feinsten Glas hergestellt wurden und die Beine Sind mit schönsten Designs beschmückt. Auch die Stühle waren identisch zu den Tischen abgestimmt. Auf jedem Tisch stand immer eine kleine Rose, was es zu einer gemütlichen Atmosphäre machte. Generell war zwar alles sehr edel gemacht, aber durch kleine Details wurde es zu einem sehr gemütlichen Ort. Ich war immer gerne hier. Es gab eine riesen Auswahl an Obst und Gemüse, an Fleisch und Fisch oder Vegetarisch und Vegan. Obwohl jede Area ihre eigene Küche hat, gingen die meisten Schüler in die Cafeteria zum Essen. Hier schmeckte es einfach am besten.
Ich schaufelte mir eine große Ladung von meinem Lieblingsgericht auf den Teller. Makkaroni mit ganz viel Käse Soße. Zuhause gab es das nie. Es war sozusagen ein Bauerngericht. Das hieß so viel wie: Adlige essen nichts Gewöhnliches. Es gab immer nur die ausgefallensten Gerichte wie Hummer oder ganz viele verschieden Arten von Braten. Ich hasste es. Auch Break war Adelig. Er war der Sohn unseres Herzogs aus den südlichen Onyx Inseln. Wahrscheinlich hatte er genauso wie ich, bevor ich hierhergekommen bin noch nie was Gewöhnliches gegessen.Also nahm ich ihm den Teller ab und schaufelte auch ihm eine kleine Portion Makkaronis drauf. Dazu nahm ich noch einen Teller, auf den ich einen Hamburger und ganz viel Pommes drauf legte.
„Du musst das probieren!"
Er nahm mir den Teller wieder ab und wir gingen zusammen zu einem kleinen Tisch in der hintersten Ecke der Cafeteria. Er probierte einen Bissen vom Burger und schob sich dann eine Pommes in den Mund.
„Und wie schmeckt es?" fragte ich ihn total aufgeregt.
„Mhhhh. Ich liebe es. So einfach und doch hinterlässt es so eine Geschmacksexplosion in meinem Mund."
Ich lachte „Ich weiß genau, was du meinst, aber wenn du den Burger schon liebst, dann probiere erst mal die Makkaroni. Die sind hier so was von das Beste."
Er nahm eine Gabel mit ganz vielen Makkaronis und noch mehr Käsesoße in den Mund.
„Okay ja, die Makkaronis sind gut, aber der Burger ist so viel besser. Oh Mann, wenn meine Eltern das wüssten, die würden mir den Kopf abreißen."
„Ja, ich verstehe, was du meinst. Am Anfang hatte ich auch das Gefühl etwas Verbotenes zu tun, aber dann dachte ich mir nur so: was ist verboten daran, Essen zu essen, welches man sonst nie isst?"
„Wissen hier eigentlich alle wer du bist?"
Ich war überrascht über diesen ruckartigen Themenwechsel, dennoch antworte ich "Nein das wissen nur meine engsten Freunde und die meisten Lehrer. Es ist sicherer, wenn die meisten denken, ich wäre einfach nur Lia und nicht Jezelia Anderson Kronprinzessin des Saturns. Auch finde ich es besser, wenn niemand das weiß, so behandeln mich wenigstens alle wie ein ganz normales Mädchen und nicht wie jemand besonderen."
Immer hieß es Prinzessin hier, Prinzessin da, ach passt doch auf, guckt wie zerbrechlich sie ist, ihr darf nichts geschehen. Dabei hatte ich noch Glück. Da Kaltlain. meine Schwester die älteste von uns drei war, sollte sie auch irgendwann den Thron übernehmen und somit wurde sie immer mit besonderer Vorsicht behandelt. Wenn ihr was geschah war es so als würde das Königreich angegriffen werden. Sofort eilten alle herbei und kümmerten sich um sie. Wie ätzend. Für meinen Bruder Ethan war es gar nicht schlimm, denn er wurde nie wie wir behandelt. Er verbrachte jeden Tag draußen auf dem Hof und übte das Kämpfen mit allen möglichen Waffen. Irgendwann sollte er unser Königreich beschützen, indem er sich der Königlichen Armee anschloss. Doch daraus wurde nie was.
Nach ihren Tod bin ich dann zur Kronprinzessin aufgestiegen und gleichzeitig lernte ich auch das Kämpfen mit allen möglichen Waffen. Ich übernahm beide Rollen meiner Geschwister und schwor mir, dadurch sie beide in Ehre zu halten. Doch da ich jetzt die Kronprinzessin war, wurde ich so behandelt, wie vorher Kaltlain behandelt wurde. Doch durch das Waffentraining holte ich mir oft Verletzungen, also verbat man mir weiter zu trainieren. Ich machte es dennoch immer noch heimlich. Wenn ich Zuhause bin, suche ich mir immer einen abgelegenen Ort, meist die große Lichtung im Wald hinter dem Schloss, und trainiere dann.
Break hatte aufgegessen. Wir brachten unsere Teller zur Theke und gingen dann weiter.
„Willst du den schönsten Ort der Schule sehen" S
eine Augen funkelten. Er sah begeistert aus.
„Aber versprich mir, ihn niemanden zu zeigen. Er ist geheim."
Ich ging zu einer Mauer. Im ersten Augenblick sah sie nach nichts Besonderem aus, aber wenn man am Vollmond hier entlang ging, war hier alles übersät von einem Blütenvorhang. Man musste nur die richtige Stelle finden und gelang in einen schmalen Tunnel, der zu einem magischen Ort führte. Entdeckt man ihn einmal,findet man ihn immer wieder. Wir gingen durch den Tunnel und Break konnte mit dem Staunen nicht mehr aufhören.
„Es ist wirklich ein magischer Ort."
Es war eine kleine Lichtung. In der Mitte stand eine große Eiche, die diese Lichtung überschattete. Um dem Baum war eine kleine Wiesenfläche, wo man sich hinsetzten und entspannten konnte. Dann ging in einem Kreis ein Rosenbeet um den Baum. Die Rosen schimmerten in allen möglichen Farben. Es war nur eine kleine Lücke drinnen, um zur Wiese zu gelangen und um das Rosenbeet floss ein kleiner Bach, der wahrscheinlich zum großen See führte und über dem Bach war noch eine kleine Brücke aus Wurzeln vom Baum in der kleine Edelsteine eingepflanzt waren.
„Ich nenne diesen Ort den Rosengarten.Ich komme oft hier her, um meine Sorgen loszuwerden und einfach nachdenken zu können, ohne dass mich jemand stört. Meist habe ich dann auch ein Buch dabei und flüchte in meine Bücherwelten."
Wir gingen am Bach entlang. Das Wasser schimmerte wie die Sterne in der Nacht. Auf einmal hielt Break seine Hand ins Wasser und spritzte mich nass. Ein Schrei entfuhr meiner Kehle. Wassertropfen rinnen meinen Wangen herunter. Ich tat es ihm nach und ging auch zum Wasser. Auch er wurde nass, da ich ihn ebenfalls nass spritzte. Er zahlte es mir wieder heim, indem er mir erneut eine volle Ladung ins Gesicht spritze. Doch ich hielt schützend meine Hand davor. Die Wassertropfen, die eigentlich meine Hand treffen sollten, schwebten jetzt in der Luft herum. Ich war so verwundert, dass ich meine Hand sinken ließ. Mit ihr fielen auch die Tropfen zu Boden.
„Ha ...hast du ... hast du etwa die Wasserkraft?"
ich stotterte irgendwas vor mich hin.„Dasselbe wollte ich dich gerade eigentlich auch fragen."
„Ouh ... das heißt du weißt nicht, was da gerade passiert ist?"
Er sah nur nach unten und gab mir keine Antwort. Das war für mich ein Nein. Doch was ist da gerade passiert? Ich kann es nicht gewesen sein. Ich habe nur das Feuer Element als Kraft. Und noch nie ist es geschehen, dass eine Person zwei Kräfte besitzt. Es war quasi unmöglich.
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Erbin der Elemente (Tales of Elements 1)
FantasiDas Leben der 18. Jährigen Lia ist geprägt von Geheimnissen. Sie muss ihre Kraft und ihre Königliche Identität, vor ihren Freunden geheim halten. Nicht so einfach, wenn man auf eine Akademie für Magicas geht. Menschen mit Magischen Kräften. Doch als...
