Kapitel 9: Auf dem Saturn

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Ich ging den langen Flur entlang. Die Wände waren geschmückt mit Gemälden meiner Vorfahren. Die alten Könige und Königinnen des Saturns. Es begann mit der ersten Anführerin Andriana Kyra Marthe Rahel Sarina Anderson. Vor circa 1500 Jahren entdeckte sie die Möglichkeit, dass man auf dem Saturn überleben konnte. In den alten Legenden hieß es das früher, vor der Zeit der Planeten, nur die Erde bewohnbar war. Die anderen Planeten, fügten nicht über die notwendigen überlebenswichtigen Materialien, wie Pflanzen die Sauerstoff verteilten. Die Erde war schon über Drei Milliarden Jahre alt, bevor man nur den ersten der anderen Planeten erforschen konnte. Vor 5000 Jahren dann entdeckten die Erdbewohner, dass auch Leben auf den anderen Planeten möglich war.

Der erste Planet, der damals entdeckt wurde, war der Jupiter. Menschen von der Erde reisten auf einmal zum Jupiter. Der zweit älteste bewohnbare Planet. Dort lebten sie eine lange Zeit. Sie bekamen Nachfahren und wurden alt. So ging es viele Jahrhunderte lang. Eines Tages finge die Einwohner des Jupiters und der Erde wieder an die anderen Planeten zu erforschen. Es dauerte lange, aber dann nach vielen Jahren, fand man endlich die Lebensquelle auf einen weiteren Planeten. Den Saturn. Andriana Anderson entdeckte sie nach jahrerlangen Forschung. Sie reiste zum Saturn und wurde zu der ersten Bewohnerin. Nach und nach kamen immer mehr Einwohner zum Saturn. Irgendwann wurden es so viele, dass man von einem Volk sprechen konnte. Sie ernannten Andriana zu ihrer Anführerin. Sie bekam Nachfahren, welche ihren Platz sobald sie alt genug waren einnahmen. Somit begann eine Monarchie.

Die Galerie endete mit dem Gemälde meiner Mutter. Sie stand dort schüchtern und verängstlicht. Man sah ihr an, dass das alles neu für sie war. Das Gemälde entstand erst eine Woche nach ihrer Krönung. Damals war sie noch sehr jung. Erst zarte 16 Jahre alt. Kaum war ihre Kindheit vorbei, kam alles auf sie zugeschossen. Ihre Mutter starb damals im großen Krieg. Schon eine Stunde nach ihrem Tod, wurde meine Mutter gekrönt. Sie hatte keine Zeit zum Trauern. Der Planet brauchte eine Königin. Doch dies hatte sie nur stärker gemacht. Heute war sie eine starke Königin, die sich nicht leicht aus der Fassung bringen ließ. Das war auch sehr gut, denn dies brauchte man als Königin. Ich sah wieder das Gemälde an. Ihre silbernen Haare waren zu einer einfachen Hochsteckfrisur hochgesteckt. Auf ihrem Kopf thronte die Krone des Saturns. Diese thronte auf allen Köpfen meiner Vorfahren in den Gemälden. Aber der Maler hatte ihre Silbernen Augen perfekt eingefangen. Selbst das Schimmern in ihren Pupillen war zu erkennen. Eines Tages wird auch mein Gemälde in dieser Galerie hängen. Ich fürchtete mich vor diesem Tag.

Vor mir wurde eine riesige Tür sichtbar. Das Tor zum Thronsaal. Sie wurde von zwei Wachen bewacht. Diese erkannten mich jedoch sofort und grinsten mir zu, während sie die Tür für mich öffneten. Und dort in der Mitte des Thronsaals saß meine Mutter, auf den riesigen Thron. Daneben prangte noch ein etwas kleinerer Thron. Meiner. Es waren früher mal 3 kleinere Throne, doch nach dem Tod meiner Geschwister wurden die anderen Zwei entfernt. Meine Mutter war noch in einem Gespräch mit Dorian, den königlichen Berater vertieft. Ich hörte, wie die beiden über die große Krise in Ketztitia diskutierten. Ketztitia war die nächst nahe liegende Stadt von Tiluana. Seit einiger Zeit passierte dort ein Unglück nach dem anderen. Vor einigen Tagen, herrschte in Ketztitia ein großer Brand, der sich über mehrere Stadtteile verteilte. „Was denken Sie Dorian, war dieser Brand ein natürlicher, oder war es eher eine Brandstiftung?" fragte meine Mutter. „Eure Majestät. Ich denke das es zwar durchaus natürlichen Ursprungs kommen konnte, doch wir sollten eine Brandstiftung auch nicht ausschließen." Sie blickte in die Ferne. Ihr üblichliches Gesicht, wenn sie nachdenken musste. „Ja, ich gebe ihnen da Recht. Stellen Sie Wachen nach Ketztitia. Beauftragen Sie außerdem jemanden, der dies erforscht!" „Ja, sehr wohl." Er verbeugte sich und ging dann fort.

Meine Mutter blickte auf unser Familiengemälde, welches Im Thronsaal hang. Damals als es gemalt wurde lebten meine Geschwister noch. Ich war noch sehr jung und hatte keine Lust Ewigkeiten rumzustehen und nichts tun zu dürfen. Also zappelte ich die ganze Zeit rum. Dies bewirkte, dass der Maler kein gutes Bild von mir einfing. Nachdem sie das Bild angeschaut hatte, blickte sie gedankenverloren im Raum herum.

Erbin der Elemente (Tales of Elements 1)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt