Kapitel 25: Spiele nie mit Feuer

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Es stellte sich heraus, dass es schwieriger war als gedacht, die Felsenwand hinauf zu klettern. Wäre Areo nicht da gewesen, wäre ich bestimmt schon viel zu oft abgerutscht. Er konnte immer genau deuten wo ein Stein zu locker war. Meistens waren es dann auch noch genau die, an die ich mich als nächstes festgehalten hätte. Also konnte ich von Glück sagen, dass ich Areo bei mir hatte. Er war ein Stück weiter als ich. Wenn ich es richtig vernahm, musste er gerade den Eingang zur Höhle erreicht haben. Paar Minuten später sah ich Areo vor dem Höhleneingang stehen. Ich packte gerade den letzten Stein um mich hochzuziehen, als Areo „Warte" rief. Doch es war zu spät. Er rutschte ab. Verzweifelt hielt ich mich mit meiner anderen Hand so gut wie es nur ging am Rand eines anderen Felsen fest. Mein Körper taumelte in der Luft. Es erinnerte mich schmerzlich an Jess Fall damals. Nur das unter mir kein See war, dessen Wasser meinen Fall auffangen könnte. Meine Hand konnte mein Gewicht nicht komplett tragen. Ich spürte wie sie sich verkrampfte und langsam abrutschte. Die Felsenkante befand sich nicht mehr unter meiner Handfläche. Innerlich spürte ich schon den Fall. Doch dann wurde ich am Handgelenk gepackt. Gerade noch rechtzeitig.

„Gib mir deine andere Hand" rief mir Areo zu. Er hielt mir seine entgegen. Ich versuchte sie zu erreichen, aber sie war zu weit weg. Mit einem kleinen Anschwung, der mir all meine Nerven gekostet hatte, erreichte ich sie dann schließlich. Er zog mich hoch und ich landete auf ihn. Immer noch vor Furcht klammerte ich mich an ihm. Einfach weil ich irgendwas brauchte um mich festzuhalten. Er streichelte mir über den Rücken, was wohl eine beruhigende Geste darstellen sollte. Sie erfüllte ihren Zweck. Schnell rollte ich mich zur Seite, sodass ich neben Areo auf meinem Rücken lag.

„Danke", Ich wollte es sagen, doch aus meinem Mund kam nur ein leises hauchen.

Areo verstand es trotzdem. Er lächelte mich an. Es war kein verschmitztes Lächeln wie Break mich ganz oft anlächelte. Es war ganz einfach nur ein freundliches Lächeln, welches mir Mut zusprechen sollte. Ich sprang auf und klopfte mir den Dreck von den Klamotten.

„Also, sollen wir?"

Er sah mir ins Gesicht und dann in die Höhle. Ich bemerkte ein ängstliches Schlucken.

„Alles okay?", fragte ich ihn.

Er nickte nur. Dann stand auch er auf und ging geradewegs in die Höhle hinein. Ich folgte ihm. Von innen war sie größer, als sie von außen den Anschein gemacht hatte. Zwei verschiedene Gänge führten tiefer hinein. Nahmen wir den Falschen, würden wir den Edelstein nie finden.

„Kannst du spüren wo wir lang müssen?" fragte ich Areo.

Er schüttelte nur den Kopf „Nein. Ich könnte nur den Ausgang wiederfinden. Aber ohne das ich weiß wo etwas ist und was es ist, ist sehr viel schwieriger etwas zu ertasten."

Waren Felsen nicht auch aus Erde? Vielleicht könnte ich es herausfinden. Ich hielt meine Handfläche auf einer der Höhlenwände. Sofort spürte ich das Gewicht der Felsen. Ich spürte ihre Wege. Alles in der Höhle. In der Mitte stand ein schweres Objekt auf dem Boden. Es war kein Felsen. Der Rechte Durchgang führte in ein Labyrinth Höhlentunnel System. Dort würden wir uns nur verlaufen. Der Linke Durchgang jedoch führte ohne viele Abzweigungen in die Mitte der Höhle.

Ich wandte mich an Areo. „Der Linke Durchgang."

Nach dem wir ihn betraten, verbarrikadierte sich hinter uns eine Felswand. Der Durchgang war verschlossen. Doch dies war ein Problem dem wir uns nachher widmen mussten. Doch nun war der Gang komplett dunkel. Ich entfachte ein Feuer in meiner Hand. Nun sah ich wie angespannt Areo war. Seine Hände waren zu Fäusten geschlossen. Seine Miene war Steinhart. Seine Atmung unregelmäßig. Er sah panisch die Höhle entlang.

Erbin der Elemente (Tales of Elements 1)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt