Kapitel 2

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Willkommen zum zweiten Kapitel!! Schön, dass ihr euch entschieden habt der Story eine Chance zugeben!! Ihr werdet es nicht bereuen, viel Spaß!! ❤️

„Das reicht fürs Erste, den Rest erledige ich morgen. Jetzt erzähl erst mal. Was habe ich verpasst? Wie ist es hier so? Welchem Verein soll ich beitreten?"

Gespannt setzte ich mich zu Maxi aufs Bett. Er hatte mir geholfen meine Sachen größtenteils zu organisieren. Die komplette Wohnung hatten wir inklusive Möbel übernommen, also musste ich nur meinen Kram auspacken und einräumen, was mir wirklich mehr als nur Recht war. Morgen würde die Schule wieder losgehen und ich wollte mich wenigstens noch ein bisschen erholen, bevor ich morgen in mein neues Leben startete.

„Puh, wo soll ich anfangen..." murmelte Maxi.

„Wie wäre es mit dem Anfang? Obwohl, warte. Fang beim Fußball an." unterbrach ich ihn.

Lachend antwortete er: „War ja klar. Also, ich hab relativ schnell eine neue Mannschaft gefunden, viel Auswahl hat man in den ganzen Dörfern hier ja nicht. Sie nennen sich ‚Die wilden Kerle', klingt bisschen schräg aber sie haben echt Talent. Es gibt schon noch die ein oder andere, nennen wir es ‚ausbaubare' Ecke,  wo sich noch dran feilen lässt, aber die Jungs sind schwer in Ordnung."

Ich strahlte bei Maxis Erzählung.

Klar, wir waren beide gut im Fußball, aber zusammen waren wir unschlagbar. In Afrika hatte man uns das ‚Deadly Duo' genannt und diesen Namen hatten wir uns, in all den Spielen mit den Feuerteufeln, auch mehr als verdient.

„Das klingt ja mal mega cool! Wo soll ich mich anmelden?!" antwortete ich ihm aufgeregt.

„Du kannst dich nirgends anmelden." lachte Maxi. „Wir sind kein richtiger Verein, eher eine Gruppe an Teenagern, die einfach Fußball spielen wollen. Wir haben nicht mal einen richtigen Trainer, das erledigt alles unser Anführer."

Ich hätte dem Moment gerne jemand da gehabt, der ein Foto von meinem Gesichtsausdruck geknipst hätte, denn ich guckte sicherlich dümmer, als jedes Auto.

„Wie jetzt? Und wofür trainiert ihr dann, wenn nicht für die Bundesliga?" fragte ich verwirrt.

„Glaub mir, unsere Spiele sind mindestens so ernst wie die Bundesligaspiele, wie wir sie von den Feuerteufeln kennen. Nur das hier alles ein wenig...nun ja, minder offiziell abläuft." erklärte Maxi.

Ich musste Lachen. „Wann hast du gelernt dich so auszudrücken. Mein lieber Maximilian, Deutschland tut dir gut!"

Er verzog das Gesicht zu einem halbherzigen Lächeln.

„Warte ab bis du meinen Vater kennenlernst, wenn du den ganzen Tag mit dem in einem Haus sitzt, kannst du gar nicht anders..." murmelte er mit belegter Stimme.

„Oh man, tut mir leid, da hab ich überhaupt noch nicht gedacht... wie geht es dir damit?" fragte ich vorsichtig. Verdammt, das hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt. Maxi legte sich zurück und ich tat es ihm gleich, so lagen wir da und starten an die noch völlig kahle Zimmerdecke.

„Ich weiß nicht so genau. Er ist echt ein schräger Vogel. Also wirklich schräg, nicht so wie du und deine Mutter, sondern.. anders halt. Keine Ahnung..." begann er zu erzählen. Ich sah ihm an, dass er seinen Gedanken noch nicht beendet hatte, also ließ ich ihm seine Zeit.

Nach ein paar Sekunden, sprach er: „Irgendwie will ich ihm ja eine Chance geben, aber es fällt mir echt schwer. Ich kenne ihn kaum, aber nenne ihn trotzdem Papa, das fühlt sich echt verdammt ungewohnt an..."

„Hm... das versteh ich." antwortete ich nach kurzem Schweigen. „Würde mich meine Mutter plötzlich mit einem, irgendwie ja wildfremden Mann, in ein Haus stecken und sagen, ich soll ihn als meinen Vater ansehen, würde ich das auch seltsam finden."

Maxi nickte nachdenklich.

„Aber vielleicht ist es ja auch ganz schön ein zweites Elternteil zu haben? Ich meine, als Kinder haben wir uns das immer gewünscht." schlug ich vor und Gesagtes entsprach der puren Wahrheit. Wir hatten die anderen Kinder früher immer um ihre aufregenden Vaterausflüge beneidet.

Maxi kicherte. „Da haben wir auch noch ganz anders über Eltern nachgedacht. Damals waren unsere Mütter die größten Heldinnen überhaupt."

Entsetzt sah ich ihn an. „Und jetzt nicht mehr? Also meine Mutter ist immer noch mein größtes Vorbild!"

„Deine Mutter verhält sich auch noch wie eine Jugendliche und das ist nicht mal böse gemeint. Mein ‚Vater' tickt da ganz anders. Der ist ein großer Fan von ‚Regeln und Struktur'" äffte er seinen Dad genervt nach. Ich verzog mein Gesicht.

„Das hört sich ja gar nicht toll an... was sagen deine Freunde dazu? Konnten sie dir dabei helfen oder dich zumindest ein wenig ablenken?"

Maxis Lächeln verschwand.

„Was ist los?" fragte ich verwirrt.

„Die Jungs sind nicht so... du weißt schon... wie du."

Schockiert sah ich meinen besten Freund an. Er wirkte irgendwie beschämt, also probierte ich mich mit meiner Reaktion zurückzuhalten.

„Meinst du damit, dass du... mit ihnen nichtüber so etwas reden kannst?" fragte ich vorsichtig. Er nickte.

„Also, sie sind schon meine Freunde, aber über so welche Themen? Dafür sind sie irgendwie die Falschen." gestand er.

Aufmunternd sah ich ihn an. „Na dann ist es doch gut, dass dein persönlicher Kummerkasten wieder zu Stelle ist."

Mit diesen Worten lächelte nun auch Maxi wieder, sein echtes Maxi Lächeln.

„Ich bin echt so froh dich wieder zu haben... und irgendwie auch, dass sich nichts zwischen uns geändert hat, weißt du? Es ist immerhin 1 Jahr her..."

„Zwischen uns wird sich nie etwas verändern, das verspreche ich dir." lächelte ich.

„Pinky Promise?" fragte er und hielt mir seinen kleinen Finge hin.

„Oha, du meinst es ja wirklich ernst!" sagte ich gespielt geschockt, hakte meinen kleinen Finger aber entschlossen mit seinem ein. „Pinky Promise."

Er schmunzelte. „Hey, glaubst du es geht fit wenn ich hier penne? Wir machen morgen eh nichts Sinnvolles in der Schule und dann kann ich dir auch direkt den Weg zeigen." schlug Maxi vor. Ich lachte.

„Als könnte meine Mutter uns irgendeinen Wunsch abschlagen"



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Ich Male meine Welt Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt