Ich hab heute einen guten Tag, also dachte ich, ich lade euch ein extra langes Kapitel hoch hihi
I hope yall like it, viel Spaß beim lesen!!! 🖤🧡
„Bleib sofort stehen!" schrie ich meinem besten Freund hinterher, der aber nicht mal ansatzweise auf mich hören wollte. Ich war ihm nun bestimmt schon 5 min hinterher gerannt und mein Geduldsfaden stand mittlerweile kurz vor dem Reißen.
„Erklär mir sofort, was da gerade passiert ist!" Ich konnte jetzt gerade beim besten Willen kein Mitleid für Maxi aufbringen, ich wollte ja, aber es war gerade einfach nicht möglich. Dazu fehlte es mir nach diesem Abend einfach die Kraft.
„Was zur Hölle hat dich dazu gebracht, Fabi zu schlagen? Zu schlagen Maxi, verstehst du überhaupt was da gerade passiert ist! Du schuldest mir eine Erklärung!" schimpfte ich.
Maxi blieb endlich stehen und drehte sich mit einem wutentbrannten Blick zu mir um. Der Wind peitschte ihm seine langen Haare ins Gesicht.
„Was ist im Moment nur mit die los Maxi! Das bist doch nicht du! Verdammt, wir waren immer gegen Gewalt!"
Verständnislos schüttelte Maxi den Kopf.
„Du hast doch keine Ahnung!" spuckte er mir nur so vor die Füße und drehte sich wieder um.
„Ist das dein Scheiß ernst?! Ja, ich hab keine Ahnung, weil du nämlich nicht mit mir redest!"
Ich holte das letzte Stück, was uns noch trennte auf und holte tief Luft.
‚Beruhige dich Male' sagte ich innerlich zu mir selbst.
„Du kommst jetzt mit zu mir, ob du willst oder nicht. So lasse ich dich nicht nach Hause!" entschloss ich mit entschiedenem Ton, legte eine Hand um seine Hüfte und schleifte den widerstandslosen Maxi, durch die Straßen, nach Hause.
Hätten wir keinen Alkohol getrunken, wäre ich auf dem Weg zu mir wahrscheinlich schlichtweg erfroren, lediglich der Rest meines Pegels hielt mich von innen warm. Meine Hände zitterten unkontrolliert, als ich probierte den Haustürschlüssel irgendwie in Richtung Schloss zu lenken.
„Oh Gott, du zitterst ja!" bemerkte der bis eben noch stillschweigende Maxi neben mir und machte Anstalten, seine Jacke auszuziehen.
„Ksch! Wag es nicht, zieh deine blöde Jacke wieder an." keifte ich und schaffte es endlich den Schlüssel im Schloss zu drehen.
Ich drückte leise die Tür auf und bot Maxi mit einem Finger auf meinen Lippen, möglichst leise zu sein.
Ich wusste nicht, ob meine Mutter überhaupt schon wieder da war, aber sie jetzt zu wecken und zu riskieren, dass sie uns so, mit diesem Anblick vorfand, erschien mir dann doch ein wenig blöd.
Ich schickte Maxi mit einer Handbewegung nach oben und kümmerte mich um Wasser und Verbandszeug.
Ich kann im Nachhinein nicht mehr wirklich beschreiben, was ich nach der Prügelei genau gefühlt hatte. Irgendwie war es alles zu viel auf einmal gewesen. So viel Enttäuschung, Wut, Neugier und Mitleid, dass es sich alles vermischte und nach gar nichts mehr anfühlte. Als wäre da einfach nichts.
Als ich wieder nach oben huschte, positionierte ich Maxi auf dem Badewannenrand.
„Hemd aus." befahl ich ihm harsch, bereute meinen Ton aber im nächsten Moment wieder, als ich sah, wie ihn schon die kleinste Bewegung quälte und er es kaum schaffte, auch nur den ersten Knopf seines Hemdes zu lösen. Mit einer jetzt sanfteren Miene, sah ich ihn an und half ihm dabei die Knöpfe zu öffnen und das weiße Stück Stoff vorsichtig über seine Arme zu ziehen.
Bei dem Anblick auf Maxis Oberkörper machte mein Herz einen Satz und das war nicht seinem gut trainiertes Sixpack verschuldet, was mich normalerweise aus der Fassung gebracht hätte, sonder einem faustgroßen, jetzt schon blau, grünlich angeschwollenem Fleck, der knapp über seinem Bauchnabel prangte.
„Scheiße..." murmelte ich und warf das, durch seine Hände blutgetränkte Hemd in eine Ecke hinter mich.
„Gib mir deine Hände." wies ich ihn mit einer sanften Stimme an und er tat wie ihm geheißen.
Stück für Stück zog ich eine Glascherbe nach der anderen aus den Schnitten, zum Glück hatte das Blut den Großteil davon schon weggespült.
Obwohl mir vorhin, bei dem Anblick der roten Flüssigkeit fast mein Mageninhalt hochgekommen wäre, war ich jetzt so konzentriert, dass ich mich nichtmal mehr ansatzweise daran störte. Maxi beobachtete mich mit Adleraugen, während ich mit meiner Pinzette immer wieder in seine Hautfältchen eindrang. Er zuckte nicht einmal zusammen, es schien fast, als würde er mit offenen Augen schlafen.
„Achtung, gleich brennt es." warnte ich ihn, bevor ich das Desinfektionsmittel auf seine rissigen Hände sprühte.
Ich verband seine Finger noch locker und ließ dann von ihnen ab.
Ratlos betrachtete ich nun seinen blauen Fleck unter seinen Rippen und sein, ebenfalls bereits dick geschwollenes Veilchen. Auch wenn Maxis ausdruckslose Mimik etwas anderes sagte, sah er verdammt mitgenommen und kaputt aus.
„Geh schonmal ins Bett, ich komme gleich nach." wies ich ihn an.
Vorsichtig half ich ihm beim aufstehen.
Er wollte sich gerade nach dem Hemd auf dem Fußboden bücken, um es wegzuräumen, als ich ihn gerade noch rechtzeitig, mit einem warnenden „Maxi!!", von seinem Vorhaben abhielt.
Vorsichtig, ohne seinen geschunden Oberkörper irgendwie zu bewegen, drehte er sich nocheinmal zu mir um und lächelte mich leicht an.
Das war Maxi. Seine Blicke sagten manchmal mehr als tausend Worte. Ich nahm seine wortlose Entschuldigung mit einem leichten Kopfnicken an und schickte ihn dann endgültig ins Bett.
Ich probierte noch mit bester Mühe unsere Spuren zu verwischen und folgte Maxi dann, mit einem Beutel Eiswürfel beladen, in mein Zimmer.
Ein wenig verkrampft lag Maxi rücklings, nur noch in Boxreshorts bekleidet, auf der rechten Seite meines Bettes. Kopfschüttelnd fand ich seine Jeans, ordentlich zusammengefaltet, auf meinem Schreibtischstuhl vor. War ja klar, er konnte sich ja auch nicht einmal schonen und mir die Arbeit überlassen. Typisch.
Ich dachte gar nicht darüber nach, ob Maxi die Augen geschlossen hatte oder nicht, mir vielleicht sogar zu sah, sondern entledigte mich einfach meiner Klamotten und zog einfach irgendein schwarzes Shirt aus meinem Schrank und direkt über meinen Kopf.
Ich knipste noch schnell das Licht aus und legte mich dann zu Maxi.
Vorsichtig fing ich an mit einen kleinen Eiswürfel über seinen riesigen, blauen Fleck zu fahren. Er schmolz unter Maxis Körperwärme in windeseile weg und kleine Kanäle aus Wasser lief seine Seiten runter. Ich erkannte, wie sich eine leichte Gänsehaut auf seiner glatten Haut bildete.
Er drehte den Kopf in meine Richtig und betrachtete mich kurz.
„Das ist meins." lächelte er. Ich brauchte ein paar Sekunden, um zu realisieren was er meinte. Ich ließ mich von seinem Lächeln anstecken.
„Ja, du hast es mir an dem Abend gegeben, an dem du mir erzählt hast, dass du zurück nach Deutschland gehst."
Es war gerade mal ein bisschen mehr als ein Jahr her und fühlte sich an wie eine Ewigkeit.
„Wir hätten verdammt nochmal in Afrika bleiben sollen.." murmelte Maxi und richtete seinen Blick zurück die Decke.
Ich stutzte. Er hatte bei meiner Ankunft nicht sonderlich den Eindruck gemacht, als hätte er besondere Sehnsucht nach Afrika gehabt.
Ich musste schlucken.
„Hätten wir in Afrika bleiben sollen oder ich?"
Erst jetzt viel mit auf, was ich für ein Chaos ich bisher angerichtet hatte.
Ich hatte Maxi dazu gebracht, seine Mannschaft aufs Spiel zu setzen.
Ich hatte Maxi dazu gebracht auf diese blöde Party zu gehen und das Endergebnis meines Einflusses lag nun zerbeult neben mir.
Ein wenig ängstlich wartete ich auf seine Antwort, aber Maxi kicherte nur: „Manchmal redest du Stuss, Male."
Seine Worte beruhigten mich zwar, aber diese eine Frage brannte mir immer noch auf der Zunge und ich konnte nicht anders als sie nochmal zu stellen.
„Warum hast du dich mit Fabi geprügelt Maxi?"
Ich sah wie Maxi schluckte und sein Blick über die Decke zu mir glitt.
Ich sah ihn erwartungsvoll an, aber er schenkte mir nur ein müdes Lächeln.
„Danke für alles Male." er schloss die Augen. „Gute Nacht."
Dadadammmmm, die Nacht ist endlich vorbei!!!
Wie hat euch die Party gefallen?
Lasst gerne einen ✨Stern✨ da, wenn euch das Kapitel gefallen hat :) ❤️
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Ich Male meine Welt
FanfictionMale, 15 Jahre, hat es nicht unbedingt leicht, als sie nach 13 Jahren zurück nach Deutschland kommt. Wie gut das Maxi, ihr bester Freund seit Kindergartenzeiten, ihr zur Seite steht. Was noch passiert, müsst ihr schon selber lesen :) Besonderer Foku...
