Kapitel 43

1.9K 159 55
                                        

Ich will euch nicht lange aufhalten, packt euch ein bisschen melancholische Musik in die Ohren und ab gehts :) viel Spaß beim lesen!

„Hey Mum, ich geh nochmal ein Stündchen spazieren!" schrie ich durchs Haus und zog mir einen großen Pulli über.
„Alles klar, schreib mir wenn's länger wird." hörte ich sie gedämpft aus ihrem Zimmer antworten.
Ich steckte mir meine Kopfhörer in die Ohren und schaltete die Welt um mich herum aus.
Es gab nur noch die Melodie, meine Gedanken und meinen Körper, der mich wie von selbst, an den Lichtern der Straßenlaternen vorbei, in Richtung Wald trugen.
Ich fühlte mich voll. Verwirrt. Es war alles zu viel, zu schwer, es schien mich in den Boden ziehen zu wollen.
Ich war eigentlich immer so gut darin gewesen, über mich selbst Bescheid zu wissen. Ich wusste immer was ich wollte. Nicht nur was, auch wohin, wann, wo und wie und plötzlich war da nichts mehr vor mir. Als wäre da nur noch Schwarzes nichts, vor mir und überall um mich herum. Ich wusste nicht wohin ich wollte, vor allem nicht mit wem.
Die Liebe war nie ein großes Thema für mich gewesen. Klar liebte ich meine Mutter und meine Freunde.
Aber Liebe in Form von... Schmetterlingen? Kribbeln im Bauch, den ganzen Tag aufeinander sitzen und sich an den Kopf werfen, wie sehr man sich liebte? Das war bis vor kurzem alles noch so weit fern gewesen..
Ich fühlte mich plötzlich ganz schrecklich unvorbereitet und jung. Ich wusste, dass es für mein Alter eigentlich völlig normal war sich das erste Mal zu verlieben, aber irgendetwas an der Vorstellung machte mir Angst. Ich glaube, ich wollte mich einfach noch nicht verlieren...
Vollkommen in Gedanken versunken, hatte ich nicht darauf geachtet, wohin mich meine Schritte führten.
Vor mir bot sich ein wahrlich, berauschend schönes Bild.
Ich war zu meinem und Maxis Lieblingsort gegangen, einem See am Rande des Waldes.
Der Mond leuchtete hell und schien mit den Sternen um die Wette strahlen zu wollen. Durch die Spiegelungen der Lichter im sachten Wasser, wurde der Ort in ein sachtes, bläuliches Glitzern getaucht.
Es herrschte eine magische Atmosphäre, welche von dem sanften Rauschen des Sommerwindes, der durch die Bäume rauschte, unterlegt wurde. Ich packte mein Handy mit Kopfhörern in meine Hosentasche und setzte mich auf den Steg, ließ meine Umgebung einfach auf mich wirken. Es war bloß eine lauwarme Sommernacht, trotzdem zog ich wie von selbst meine Schuhe aus und ließ meine Füße ins Wasser baumeln.
Verdammte scheiße... das Gefühl in mir war nicht auszuhalten, ich konnte mich auf nichts anderes konzentrieren.
Es war, als würde man auf irgendetwas schrecklich ungeduldig warten, aber ich wusste nicht worauf oder ob es überhaupt kommen würde.
Es gab nur eine Lösung meiner Situation Klarheit zu geben.

Maxi

Male:
Hey

Binnen einiger Sekunden antwortete er.

Maxi:
Hey

Ich biss die Zähne zusammen. Jetzt oder nie.

Male:
Kommst du zum Platz? Wir müssen reden

Es dauerte eine Weile, bis er seine Antwort schrieb.

Maxi:
Bin unterwegs...


Kurz und knackig, aber ich brauch dringend noch einmal eure Meinung! Soll ich das nächste Kapitel aus Males oder Maxis Sicht schreiben? Ich tendiere eher zu Maxi, aber lasst es mich wissen, wenn ihr das doof findet! Ansonsten, Kritik in die Kommentare und gerne einen ✨Stern✨ da lassen, wenn es euch gefallen hat.

Ich Male meine Welt Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt