DAS FINALE

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Seid ihr bereit? Oder sollte ich eher frage, seid ihr wild genug? Viel Spaß beim finalen Spiel!



Mein Körper zitterte vor Aufregung.
Das alles entscheidende Match, meine Knie fühlten sich an wie aus Butter, mein Herz, als würde es gleich in meiner Brust explodieren und mein Puls war wahrscheinlich so hoch, dass man mich ins Krankenhaus hätte einliefern lassen können.
Während wir, alle sechs, auch Fabi war gekommen und von den anderen dankbar empfangen worden, uns dehnten, streckten und aufwärmten, sah ich den Kerlen bei ihren einheitlichen Aufwärmtraining zu.
Sie bewegten sich unter Leons Anweisungen mit vollständiger Synchronität und Präzision.
Mein Selbstbewusstsein sank automatisch auf Kellergöhe.
„Bevor ich es vergesse!" riss V uns alle aus unseren Gedanken und griff nach ihrem Rucksack. Mit fragendem Blick betrachteten wir unser kleinstes Mitglied.
„Wir wollen doch auch aussehen, wie eine echte Mannschaft!" erklärte sie stolz und zog einen Stapel Leibchen aus ihrer Tasche.
Sie waren in einem kräftigen Dunkelblau und mit Farbe beschriftet.
„Verdammt V!" lachte ich, als ich die Rückseite sah. „Ist das die Skizze aus dem Chemie Unterricht?"
V kicherte. „Und wie sie das ist!"
Auf der Rückseite war, unter den jeweiligen Namen und Nummer, ein von mir designtes Logo zu erkennen. Es war in irgendeiner langweiligen Stunde bei Herrn Rose entstanden und setzte sich aus unseren Initialien zusammen.
„Hast du das entworfen?" fragte Markus erstaunt und zog das Leibchen als erster über sein T-Shirt. Ich nickte stolz.
„Danke euch zwei!" bedankte sich Fabi wertschätzend und zog als nächster das Leibchen über.
Als ich V zum Dank in die Arme schloss, war meine Stimmung wie ausgetauscht.
Mit den Leibchen, sahen wir direkt ganz anders aus.
Wir hatten doch verdammt nochmal alles was ein Team brauchte, die allerhärtese Abwehr, den Unbezwingbaren im Tor und den schnellsten Linksaußen, sowie den, mit dem härtesten Bums, im Sturm.
Das Beste aber war, das ich jetzt mit Maxi und Fabi zusammen im Angriff spielen konnte und zu dritt, bildeten wir eine unaufhaltbare Dreierkette.

„Seid ihr endlich so weit?"
Leon stand wartend in der Mitte des Platzes, den schwarzen Wilde Kerle Ball, fest unterm Arm. Jetzt war es soweit.
Ich baute mich vor ihm auf und die Gruppe sich hinter mir.
Sie würden mir den Rücken decken, egal was kommen würde.
„Wir spielen 20 Minuten, ohne Pause. Außer natürlich, deine Anfängerfreunde halten das nicht durch." lachte er abschätzend und sah zu Vanessa und V.
Ein breites Grinsen legte sich auf mein Gesicht.
„wirklich rührend, aber du brauchst dir keine Sorgem machen, ich bin fest davon überzeugt, dass sie das durchhalten."
Ich sah an ihm vorbei, zu der Masse an Spielern.
„Brauchst du einen Spieler mehr oder denkst du, du schaffst es auch fair, ohne einen Vorteil?" provozierte ich ihn und sah, wie Leons Mundwinkel sich zusammenzogen.
„Deniz, du gehst auf die Bank! Der Rest auf seine Position." wies er seine Freunde im strengen Ton an.
„Also los. Genieße das letztes Spiel deines Lebens besser!" knurrte er und ab dem Moment, schaltete mein Bewusstsein aus.
Es ging los.
Ich hörte das Blut in meine Ohren rauschen, spürte meine Adern das Adrenalin bis in meine Zehenspitzen pumpen.
Das Spiel begann und beide Seiten kannten keine Gnade.
Die Kerle begannen mit ihrem ersten Angriff, kamen aber kaum über die Mittellinie, da Maxi es schaffte, Raban den Ball zu entziehen, woraufhin der rothaarige sich ein wütendes „verdammt Raban!" von Leon anhören musste.
Maxi dribbelte sich zwar geschickt durchs Mittelfeld, scheiterte aber kläglich, bei dem Versuch an Marlon vorbeizukommen. Er übersah, dass Juli mich deckte und wir mussten mit zusehen, wie die Kerle wieder in Ballbesitz kamen.
Sicher, die wilden Kerle hatten durch Markus Verlust, einen ungeheuren Nachteil in der Verteidigung, aber Juli und Joschka waren als Abwehr kaum zu durchbrechen.
Was sich aber bemerkbar machte, war Fabis Fehlen im Sturm.
Leon, der olle Egoist, hatte eh schon seine Schwierigkeiten, seine Alleingänge zu unterbrechen, selbst wenn es ganz klar die bessere Entscheidung war, aber wenigstens Fabi hatte er den Ball immer anvertraut.
Dieser spielte nur heute leider in der gegnerischen, in unserer Mannschaft und so kam es , das Leon es trotz kleiner, nichtszusagender Anfängerfehler, welche Vanessa un V aufgrund von mangelnder Erfahrung unterliefen, bis zur 10 Spielminute nicht schaffte, unsere Abwehr zu durchbrechen. Normalerweise hätte er uns wohl schon längst auf den Mond geschossen, aber sein Ego Trip funktionierte nicht, da ich und die anderen uns natürlich, vor dem Spiel, ausführlichst über die Schwächen der Kerle informiert hatten.

Ich Male meine Welt Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt