Wir gingen zum Lagerfeuer, wo Minho saß und etwas aus Holz schnitzte. Ich setzte mich neben ihn, während Newt begann die Äste ins Feuer zu legen. Minho sah immer noch bedrückt aus. Sein Magen knurrte. „Minho, was ist los?", fragte ich und beobachtete ihn beim schnitzen. „Ist nichts leichtes so 'ne Verbannung. Wir waren immer schon gute Freunde, Ben und ich.", er seufzte. Ich nickte verständnisvoll und ging in die Küche um ihm was zum Essen zu holen. Ich hatte Minho noch nie so traurig gesehen. Er war immer der, der alle mit seiner guten Laune fast schon nervte. Immer fröhlich und besonders lustig unterwegs. Aber irgendwie hat ihn das stark mitgenommen. Offensichtlich verständlich.
Ich griff nach einem Apfel und polierte ihn mit Newt's Pulli (immer noch um meine Taille gebunden). Ich warf ihn Minho zu. Er fing ihn zwar auf, aß ihn aber nicht. „Minho. Komm iss doch was.", ich kam mir vor wie Minho und Newt, wenn ich nichts aß. Gar wie eine Großmutter, die ihren Enkel füttert. Eingeschnappt von seiner Abwesenheit verschränkte ich die Arme. Newt, der nun fertig war, musterte Minho, während er neben das Feuer hockte. Dann setzte er sich auf den Baumstamm neben unserem. Wir tauschten ratlos die Blicke.
„Was schnitzt du schönes, Minho?", fragte ein kleiner dicklicher Junge, mit braunen lockigen Haaren. Er musste erst um die 13, 14 sein. Er setzte sich neben Newt und lächelte mich an, als er meinen Blick auffing. Ich lächelte zurück. Wo ich ihn so ansah fiel mir auf, dass ich ihn eigentlich noch nie gesehen hatte. „Oh stimmt, sorry Grace, ich bin Chuck.", er hielt mir die Hand hin. „Hi freut mich!", sagte ich freundlich. Süß. Ich mochte ihn jetzt schon. Plötzlich hielt Minho Chuck sein Stück geschnitztes Holz hin. Es war ein Blume. „Hübsch sieht das aus!", sagte Chuck begeistert. Die Blume ähnelte der, die Newt mir ins Haar gesteckt hatte. Oh! Das ist es! Ich fischte die Blume aus meinen Haaren und hielt sie Minho vor die Nase. Er guckte mich an und nahm die Blume lächelnd entgegen. „Newt. Minho." Beide drehten sich, mit dem Blick auf Gally fallend, um.
„Ist besser so, Minho.", auch Gally hatte Minho's Bedrücktheit bemerkt. Wir waren auf dem Weg zum Tor zum Labyrinth. Gally, Minho und Newt vorne weg und ich dicht neben Chuck laufend hinterher.
Am Tor standen ein paar Jungs. Darunter Alby, der den noch immer gefesselten Ben festhielt. Ben jammerte und schrie, dass niemand ihn verstehen würde, und dass er nichts dafür könnte. Recht hatte er jedenfalls. Ich blieb weiter hinten stehen und Chuck tat mir nach. Wir schauten uns das lieber aus der Ferne an. Sicherheitshalber.
Die Jungen (darunter Newt) stellten sich in einen Halbkreis, jeder von ihnen bewaffnet mit einem Holzspeer. Alby übergab Ben an Minho. Alby hob die Hand, und die Jungen richteten ihre Speere auf Ben, den Minho in Richtung Labyrinth fixierte. „Minho ich war immer dein Freund! Das kannst du nicht tun! Minho!", Ben zappelte vergebens im Griff von Minho mit den Armen.
wrums
Das Tor begann sich zu schließen. Langsam aber sicher schoben sich die Steinwände aufeinander zu. Minho befreite Ben von seinen Fesseln, und die Jungen trieben ihn zum Eingang. Er jammerte und schrie aber vergebens. Sie schafften es, ihn durch das Tor ins Labyrinth zu treiben, und hielten Inne. Ben am anderen Ende des Gangs schrie sich die Seele aus dem Leib, und verfluchte alle. Doch durch das Schließen der Tore erstickte sein Schrei. Newt stützte sich auf seinen Speer und holte Luft. Minho stand wie vom Geiste verlassen da, und gucken zu Boden. Niemand traute sich etwas zu sagen. Und so blieb es zum Abendessen still in der Kantine.
Minho aß nichts, stattdessen ging er früher als sonst schlafen.
Auch ich war fertig vom Tag und ging (diesmal tatsächlich zusammen mit Newt) zur Hütte. Ein wenig redeten wir noch, bis wir auch einschliefen.
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The last one ever
Fiksi PenggemarEin Mädchen wird auf die Lichtung gebracht zum Labyrinth gebracht. Doch wer ist sie, und was hat es mit ihren Träumen auf sich? Wird sie gemeinsam mit den anderen einen Ausweg aus dem Labyrinth finden? *basierend auf dem ersten Teil von „The Maze R...
