Kapitel 41

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Wir alle machten uns an die Arbeit. Markus und ich checkten zuerst Leons Maschine durch. Danach würden wir auch noch über die anderen schauen. Reine Vorsichtsmaßnahme, damit Morgen alles in Ordnung war. Während wir an den Maschinen dran waren erzählte mir Markus was ich verpasst hatte. Also auch diese Sache zwischen Vanessa und Maxi. Wobei ich während dieser Erzählung ihn mit Offenen Mund anstarrte. "Du willst mir gerade echt erzählen, dass Vanessa eine riesen Drama um Horizon und Leons treffen am See macht, wenn sie selber solche Gespräche mit Maxi hatte und sogar mit ihm abhauen wollte?", fragte ich ungläubig nach. Woraufhin er nickte. "Ja, eigentlich schon." "Ottrige Giftnatter, ernsthaft? Sie ist doch dann nicht besser als Leon? Hat irgendwie ja das selbe gemacht und wirft es Leon vor? Wie unnötig ist das?", regte ich mich auf. Versteh das mal einer. Vanessa wollte sogar mit Maxi abhauen, aber wirft Leon diese Sache mit Horizon vor? Sie war eindeutig selber nicht besser und sollte am besten Still sein. Und Leon wusste noch nicht mal was davon. Riesen Unterschied. "Versteh mal einer meine Cousine, denn ich tu es definitive nicht", seufzte ich. Ich sollte am besten einfach meine Klappe halten. Das war eine Sache, die mich nichts anging. Deren Beziehung, nicht meine. "Ich denke, wir sollten den anderen ihre Sachen zurück geben", wechselte Markus dann das Thema. "Du meinst, womit sie die Maschinen bezahlt haben", fragte ich nach, um sicher zu sein. Woraufhin er nickte. "Bin ich mit einverstanden. Wir wollten die Bezahlung ja eh nicht haben", lächelte ich.

Durch das Laute Geräusch einer Maschine, wie ich annahm, wurden wir dann aus unseren Gespräch gerissen. Verwirrt stand ich auf und versuchte zu sehen was es war. Die meisten der anderen schauten ebenfalls. Ich kniff meine Augen etwas zusammen und versuchte etwas zu erkennen. JAromir stand an einer Maschine, welche dieses Geräusch macht. Bestimmt diese Tatoomaschine. Also ein anderer Versuch uns einzuschüchtern. Was wollte er noch alles versuchen, um uns Angst einzujagen? Letztendlich zeigte dies ja nur, dass er unsicher war, dass sie gewinnen würden. Sonst wären die ganzen Einschüchterungsversuche ja gar nicht nötig. "Ignoriert es einfach. Er will uns nur Angst einjagen. Das ist alles was er kann", meinte ich und wand mich als erste wieder ab. Wir hatten noch viel Arbeit vor uns.

Die Maschinen waren schnell gecheckt, weswegen Markus und ich anderweitig helfen konnten. Leon ging gerade zu seiner Maschine, um die Schaufel von dort zu nehmen, als Nerv ihn fragte: "Bist du sicher, dass wir gewinnen?" "Das bin ich mir nie", antwortete Leon ihm ehrlich. Und nun war es Markus der sprach. "Aber wir werden alles versuchen", er ging zu Nerv und gab ihm seine Steine. "Hier, das wirst du bestimmt morgen brauchen." Danach drehte er sich um und meinte an alle gewandt: "Kommt . Das werden alle brauchen." Die anderen gingen alle zu ihm. "Das ist das einzige was uns hilft." Er holte eins nach dem anderen die Sachen raus Zuerst war Maxis Ring dran. "Alles was uns wichtig ist", wiederholte er Maxis Worte von ein paar Tagen zuvor. Maxi nahm seinen Ring und betrachtete ihn stumm, ehe er sich ihn auf seinen Finger schob. Danach drehte sich Markus zu Vanessa um und hielt ihr ihre Kette hin. "Und was uns etwas bedeutet", wiederholte er auch ihre Worte. Vanessa sah bloß auf ihre Kette, doch machte sie keinerlei Anstalten diese auch zu nehmen. So sehr ich meine Cousine auch mochte, konnte ich ihr Verhalten jetzt wirklich nicht nachvollziehen. Leon nahm sich nach nach kurzer Zeit seine Kette aus Markus anderer Hand und bedankte sich, eher er sich daran machte zu gehen. Er drehte sich aber nochmal um und meinte: "Aber ich kann niemanden zwingen hierzubleiben. Deswegen sollte jeder der gehen will, heute Abend noch gehen." Danach drehte er sich wieder um und machte sich an die Arbeit.

Am Abend lag ich angekuschelt an Markus. Es war schön wieder so neben ihm liegen zu können. Das hat mir die letzte Nacht echt gefehlt. Zwar war es auf eine gewisse Weise auch gut gewesen, da ich mir so darüber klar werden konnte, dass ich ihn vermisse. Also mehr als die anderen. Und auch auf eine andere Art, als die anderen. Nach diesem Ausflug stand definitive fest, dass da mehr zwischen uns war als Freundschaft. Von meiner Seite aus definitive und ich bezweifelte, dass er so mit mir umgehen würde, wenn er keine solcher Gefühle hätte. Denn für mich war nun klar, dass ich starke Gefühle für ihn hatte. Die Art von Gefühlen, welche ich früher bei Juli hatte.  Doch wusste ich nicht, ob ich ihn jetzt schon darauf ansprechen sollte. Immerhin hatten wir an sich ja genügend um die Ohren. Da wäre es dann eventuell besser, wenn wir so ein Gespräch erst danach führen würden. Obwohl, da unser Gespräch mit großer Wahrscheinlichkeit ein positives Ende hätte, würde es ja nicht schaden jetzt schon darüber zu sprechen. 

"Worüber denkst du nach?", durchbrach dann Markus Stimme meinen Gedankengang. Schon eine Weile strich er sanft über mein Haar, während mein Kopf auf seiner Brust ruhte. "Über uns", fasste ich dann das Thema meiner Gedanken zusammen und antwortete ihm. Er hörte nicht auf über meinen Kopf zu streicheln. "Was das zwischen uns ist", meinte ich dann noch mal etwas genauer. Ich wusste nicht wirklich, wie ich dieses Gespräch führen sollte. Vielleicht würde ich ja damit jetzt alles kaputt machen? "Das zwischen uns ist das schönste, was mir bisher passiert ist", hörte ich dann Markus sagen. Verwundert richtete ich mich etwas auf, um ihn genauer ansehen zu können. Meine Augen fanden seine. In ihnen lag keinerlei Zweifel oder der Hauch einer Lüge. Er meinte es ernst. Daran hatte ich keine Zweifel, wenn ich ihn ansah. "Das sehe ich genauso", meinte ich dann lächelnd. Denn es stimmte. Ich mochte Markus wirklich sehr, würde sogar sagen, dass es schon Liebe ist. Und die Zeit mit ihm zusammen war die Beste die ich hatte. Ja, sogar besser als die Zeit mit Juli. Juli war mein bester Freund und wir gehörten einfach nicht auf diese Weise zusammen. Und Markus war komplett anders als Juli, doch passte er fast Perfekt zu mir. Es gab da irgendwie eine Verbundenheit. Und die Zeit mit so einer Person, war einfach die Beste. "Meinst du das Ernst?", fragte er nach. Seine Augen strahlten mich förmlich an. 

Lächelnd lehnte ich mich etwas vor und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen. "Natürlich. Du bist eine besondere Person für mich", lächelte ich ihn an. "Nicht jeder kriegt solche Art von Belohnungen von mir." EIn kleines Grinsen schlich sich auf seine Lippen. "Will ich doch hoffen. Ich teile meine Belohnungen nur ungern mit anderen." Ich kicherte leicht bei seinen Worten. "Keine Sorge, die sind nur für dich bestimmt", lächelte ich keck und kam ihm wieder näher, doch ließ ich noch etwas Luft zwischen uns. Markus lehnte sich etwas nach vorne, doch wich ich wieder ein Stück zurück. "Du machst mich echt verrückt", meinte er dann leicht seufzend, was mich wieder zum Kichern brachte. "Eine Frage steht aber noch offen", meinte ich dann, doch beließ ich den Abstand zwischen uns genauso wie er war. "Willst du mit mir zusammen sein? Es offiziell werden lassen." "Nichts würde ich lieber", antwortete er ohne zu zögern. Woraufhin ich den Abstand zwischen uns überwand und unsere Lippen miteinander verband.


Vanessas CousineWo Geschichten leben. Entdecke jetzt