Kapitel 37

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Marlon war irgendwann stehen geblieben, weshalb Leon und ich wieder etwas umdrehten und zu ihm fuhren. "Hey Marlon, mir gefällt es hier nicht"; meinte Leon zu seinem Bruder. Also war ich nicht die einzige, die sich etwas unbehaglich fühlte. Das war ja schon mal gut zu wissen. An sich war es hier ja ein nettes, ruhiges Plätzchen. Doch die Aura welche man hier empfang war alles andere als angenehm. Das Gefühl beobachtet zu werden war echt extrem. "Aber mir", erwiderte Marlon. "Ich rieche sie. Ich kann sie fühlen." Ich verzog etwas mein Gesicht. Das war ja schon echt etwas komisch, was er von sich gab. "Ich würde sie selbst finden, wenn sie eine Stecknadel wäre." Ihn hatte es ja echt erwischt. "So wie die Totenkopfpuppe?", fragte Leon nach. "Na, die hast du ja eigentlich gefunden", erinnerte ich Leon. Wir anderen beiden haben ja nur auf ihn gehört. "Ihr habt es ja aber auch nicht bemerkt", einte da Leon zu mir. Ich zuckte leicht mit den Schultern. "In dem Moment wo du es gecheckt hast, haben wir es auch." Ich lies meinen Blick etwas schweifen. Vielleicht war hier ja wirklich jemand, der uns beobachtete. Wir wussten ja immerhin nicht wie viele bei den Silberlichten waren. Und das sie gut im Tarnen waren, hatte Horizon uns ja schon vorgeführt. "Wie auch immer, wir sollten weiter suchen", meinte ich dann. Worauf Leon nickte. LEon und ich ließen beide unsere Motoren an und fuhren los. "Na komm schon, MArlon", meinte Leon noch zu seinem Bruder, während wir schon vorfuhren. 

Wir fuhren noch eine Weile, bis wir ein nettes Plätzchen fanden, wo wir unser Lager aufschlagen wollten. Während ich das Zelt, beziehungsweise das was wir als Zelt bezeichneten, aufbaute, suchte MArlon nach Steinen, um eine Feuerstelle zu machen. Was Leon genau tat wusste ich nicht genau, da ich mich darauf fokussierte, das Zelt aufzustellen. MArlon kam mit ein paar Steinen wieder und meinte: "Wie wär's wenn du Feuerholz suchst. Dann würdest du auch mal was tun." Ich sah zu ihm. Er hatte zu Leon gesprochen, welcher jetzt etwas grinste und leicht salutierte. "Zu Befehl großer Bruder. Und danach massiere ich dir noch deine Füße." Er machte sich daran loszugehen. Sein Kommentar hatte mich leicht zum Grinsen gebracht. "Genau", meinte da Marlon. "Und beeil dich etwas, ich hab nämlich Hunger." Als ich fertig mit aufbauen war, wand ich mich an MArlon. "Was dagegen, wenn ich dich alleine lasse? Ich würde mich gerne noch etwas umsehen." "Damit du Juli erzählen kannst, was für einen tollen Ort er verpasst hat?", fragte er grinsend nach. Ich lachte leicht und nickte. "Klar, muss unseren Streuner sowas doch unter die Nase reiben können." Er lachte ebenfalls leicht. "Los, geh schon. Ich komm klar." Ich lächelte dankend und ging zu meinem Motorrad.

Ich fuhr am Rand dieses Feldes lang. Es war wirklich umrandet von einem Wald, doch war dieser nicht so dicht, wie der wo der Nebel war. Ich beschloss mich abzusteigen und zu Fuß weiter zu gehen. Wie weit der Wald wohl reichte? Das Gefühl beobachtet zu werden war die ganze Zeit über nicht verschwunden. Und bald sollte ich auch wieder zu den anderen zurück kehren. Immerhin würde es bald Dunkel werden. Doch etwas wollte ich noch kurz durch den Wald. Vielleicht war es ja nur ein kleiner Wald? Es konnte ja unmöglich so viel ungenutzte Fläche geben.  Ich wanderte etwas durch das Wäldchen. Abgesehen von Bäumen und Blättern gab es hier nicht wirklich was zu sehen. Nur das übliche halt. Das Gefühl von Augen, welche auf mir lagen, waren immer noch da. Sahen tat ich niemanden, doch verriet mir mein Gefühl genug. Auch wenn ich nicht wusste, wer es war. "Es ist unhöflich jemanden die ganze Zeit zu beobachten", meinte ich etwas lauter, so dass wer auch immer es war es hörte. "Es ist auch unhöflich, ohne Einladung zu kommen", hörte ich dann eine männliche Stimme sagen und drehte mich in die Richtung, aus welcher sie kam. "Wir wurden eingeladen", meinte ich grinsend. "Die Einladung war nie explicit nur an Leon und Marlon gerichtet." Ein Junge welcher genauso gekleidet war wie Horizon stand nun vor mir. Naja, seine Kleidung war ein Hauch dunkler. Sein Gesicht war nicht bedeckt. Ich würde ihn etwas älter schätzen. Eventuell so alt wie Marlon. "Doch abgsehen von dir sind die anderen der Einladung nicht gefolgt. Was schon einiges aussagt", bemerkte er. "Und du warst ebenso wenig in unserem Plan vorgesehen." Ich schnaubte leicht grinsend. "Habt ihr etwa gedacht, dass es genauso wird wie bei dir und deinem Bruder?", fragte ich nach. Ich war mir zwar nicht sicher, dass dies wirklich Jaromir war. Doch selbstsicher zu wirken war wahrscheinlich besser. 

"Das wird es noch. Warte nur ab", meinte er etwas ernster als zuvor. Ich schüttelte leicht meinen Kopf und trat etwas näher. "Bezweifel ich. Zumindest bin ich mir sehr sicher, wie es enden wird. Nur bei den Verlauf dazwischen, gibt es verschiedene Variationen." Ich war mir wirklich sehr sicher, wie es enden würde. Definitive nicht so wie bei JAromir und Erik. MArlon und Leon würden niemals so auseinander gehen. Was nicht hieß, dass ich einen Streit davor ausschließe. Ich war mir nur beim ende sicher. Nicht bei dem was dazwischen geschehen würde. "Werden wir ja sehen. Denn bisher läuft es so wie gedacht. Nur du bist etwas, was wir nicht mit eingeplant haben." Ich verzog gespielt schmollend mein Gesicht. "Das verletzt mich jetzt aber." Theatralisch legte ich meine Hand an meine Brust. "Es bereitet mir Herz schmerz das zu wissen." Daraufhin lachte Jaromir sogar etwas. "Und dabei sind deine Gefühle ja unsere oberste Priorität",  meinte er sarkastisch. Was mich dieses mal lachen lies. "Doch erzähl mal, was hat dich dazu veranlasst mit den beiden zu gehen?", fragte er dann interessiert nach. Irgendwie verständlich. Ich hatte mit dieser Situation ja eigentlich absolut nichts zu tun. Meine Beweggründe waren banal. "Als MArlon gesagt hat er fährt, war es für mich klar. Ich lasse meine Freunde nicht im Stich. Und zu einer Herausforderung sag ich ebenfalls nicht nein", fing ich an ihm die Antwort zu sagen. "UNd es war eine klare Herausforderung. Das Tattoo schreckt mich zwar etwas ab, doch Angst steht einem nur im Weg. Ich bin der Meinung, dass wir gewinnen können, weswegen mcih dieses Detail nicht zurückhalten sollte." Zum schluss zuckte ich etwas mit den Schultern. "Und ein Kumpel von mir würde ausflippen, wenn unbekanntes Gebiet unerforscht bleiben würde."

Vanessas CousineWo Geschichten leben. Entdecke jetzt